Neues Tool

Corona-Zahlen in NRW: Wann sinkt die Inzidenz in meiner Stadt? Rechner gibt Antwort

Corona-Lockerungen gibt es in NRW erst, wenn die Inzidenz purzelt. Ein Rechner ermittelt, wann welche Kommune unter die wichtigen Grenzwerte fallen könnte.

Hamm – Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen befindet sich im Sinkflug. Kein Wunder, die Impfungen haben längst Fahrt aufgenommen, während mit Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperre nach wie vor strenge Regeln gelten. Ein Blick auf die sinkenden Zahlen nährt die Hoffnung derer, die auf Lockerungen dringen. Denn bekanntlich sind Öffnungsschritte nach wie vor an die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz geknüpft. Nun gibt es einen Inzidenzrechner, der angibt, wann in Nordrhein-Westfalen sowie in den Städten und Kreisen die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen unter die wichtigen Grenzwerte (165, 100, 50) rutscht. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Lockerungen in NRW durch sinkende Corona-Zahlen: Inzidenz-Rechner liefert Prognose

Die Beschränkungen in Deutschland und NRW währen nun schon ein halbes Jahr. Dass ein Rechner entwickelt wird, um den Menschen in der Pandemie einen Lichtblick zu geben, ist nichts Neues. Zum Beispiel wurde längst ein Tool kreiert, das je nach Personengruppe einen ungefähren Zeitpunkt für persönliche Impftermine bestimmen konnte. Jetzt gibt es erneut einen Rechner. Diesmal geht es um die Corona-Inzidenz, die in Deutschland aktuell stetig zurückgeht. Viele dürfen das Tool mit erwartungsvollen Augen bemühen, schließlich ist die Inzidenz an Lockerungen und Öffnungsschritte gekoppelt.

Denn noch immer gilt in NRW: Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz in einer Kommune stabil unter 165 bleibt, können Schulen wieder öffnen - ansonsten gilt Distanzunterricht. Außerdem sieht die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW einen Stufenplan mit neuen Corona-Regeln vor, der viele Lockerungen bei Inzidenzen unter 100 und 50 vorsieht.

Inzidenz-Rechner in NRW: Die Beispiele Hamm, Kreis Soest und Dortmund

Wann es zu welchen Lockerungen kommt, obliegt letztlich der Politik. Trotzdem liefert der Inzidenzrechner interessante Prognosen, wann es mit bestimmten Öffnungen so weit sein könnte. Zum Teil haben sich diese Vorhersagen bereits bewahrheitet. In Hamm wuchs zum Beispiel lange die Hoffnung auf Schulöffnungen*. Wie der Inzidenzrechner es prognostiziert hatte, ist die Stadt Hamm* am 12. Mai unter die Marke von 165 gerutscht.

Der Kreis Soest hat derweil mit seiner Corona-Inzidenz* das Ziel der Bundesregierung, unter 50 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen zu kommen, schon erreicht. Der Inzidenzrechner war in diesem Fall sogar eher „pessimistisch“. Demnach sollte der Kreis Soest, der als Modellkommune die Außengastronomie schon früher öffnen durfte*, am 18. Mai 2021 unter die 50er Marke rutschen. Tatsächlich tat er das aber schon am Samstag. In anderen Städten in NRW könnte das noch länger dauern. Um die Kennziffer 50 zu erreichen, braucht Dortmund laut Inzidenzrechner noch bis zum 4. Juni 2021.

Inzidenzrechner stammt vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

Doch ist der Inzidenzrechner überhaupt seriös? Tatsächlich wurde er vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland ins Leben gerufen. Bei dem Forschungsinstitut handelt es sich um eine Stiftung, deren Träger die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder und die Kassenärztliche Bundesvereinigung sind. Der Rechner orientiert sich unter anderem an den Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts, listet seine Quellen aber auch online auf. „Wenn die Inzidenz sinkt (R-Wert < 1), kann berechnet werden, wann die Inzidenz ein gegebenes Niveau unterschreitet“, erklärt das Institut die Grundlage seiner Berechnungen. - *wa.de und soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Schmidt/Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung

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