1. wa.de
  2. NRW

Omikron: NRW-Gesundheitsämter können nicht jeden Corona-Infizierten kontaktieren

Erstellt:

Von: Regina Wolf

Kommentare

Die Omikron-Welle hat NRW fest im Griff. Mittlerweile stoßen die Gesundheitsämter an ihre Grenzen, nicht mehr jeder Infizierte kann kontaktiert werden.

NRW – Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt weiter für steigende Fallzahlen. Die Inzidenz in NRW steigt am Samstagmorgen (22. Januar) laut den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auf 733,6. Die Kontaktaufnahme zu Infizierten durch die Gesundheitsämter ist bereits jetzt in vielen Fällen nicht mehr möglich. Es kann demnach nicht mehr jeder nachweislich Infizierte durch die Ämter informiert werden, weiß RUHR24*.

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalenkurz: MAGS
AdresseFürstenwall 25, 40219 Düsseldorf
BehördenleitungKarl-Josef Laumann (CDU)

Omikron: NRW-Gesundheitsämter können nicht mehr jeden Infizierten kontaktieren

Entsprechend der seit dem 16. Januar in NRW geltenden Änderungen der Corona-Quarantäneverordnung* müssen sich mit Covid-19 Infizierte selbstständig in Quarantäne begeben – auch ohne eine Anordnung der Behörden. Zudem sind Betroffene verpflichtet, ihr Umfeld „unverzüglich“ zu informieren. In der Regel informieren eigentlich auch die Gesundheitsämter mit Covid-19 Infizierte.

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Samstag (22. Januar) berichtet, ist die Kontaktaufnahme durch die Ämter in NRW aber oftmals nicht mehr möglich. Nach Informationen der dpa beschränken sich einige Städte daher bereits darauf, besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen zu schützen. Zudem würden Einrichtungen wie Krankenhäuser, Seniorenzentren, Schulen und Kitas priorisiert von den Ämtern betreut (weitere News zum Coronavirus in NRW* auf RUHR24).

NRW-Ämter an ihren Grenzen – Gesundheitsminister befürwortet Priorisierung

Das NRW-Gesundheitsministerium habe auf Anfrage bestätigt, dass die Lage in den Gesundheitsämtern angespannt sei, meldet die dpa weiter. Besonders kritisch sei die Lage in Köln und Solingen.

Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sich für eine derartige Priorisierung zur Entlastung der Gesundheitsämter ausgesprochen. „Wenn Sie bedenken, dass täglich inzwischen über 15.000 Fälle hinzukommen, zeigt das die enorme Belastung. Wir sehen daher die Notwendigkeit, dass die Gesundheitsämter sich bei der Kontaktnachverfolgung stärker auf die vulnerablen Gruppen - etwa die Pflegeheime - konzentrieren“, erklärte Laumann (CDU) am Freitag (21. Januar) gegenüber der Rheinischen Post.

Laumann im Landtag
Befürwortet eine Priorisierung zur Entlastung der Gesundheitsämter: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). © Henning Kaiser/DPA

Zudem betonte der NRW-Gesundheitsminister, dass nicht nur die Gesundheitsämter, sondern auch die Labore aktuell „hart an der Grenze“ seien. Wegen fehlender Labor-Kapazitäten hatte beispielsweise die Stadt Dortmund bereits die Teststrategie in den Dortmunder Kitas geändert*. mit dpa-Material*RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare