Neue Corona-Schutzverordnung

Einzelhandel in NRW: Wann sind wo die Geschäfte offen? Diese Regeln gelten

Es wird erneut unübersichtlich bei den Corona-Maßnahmen in NRW. Mit der neuen Schutzverordnung hat die Landesregierung neue Regeln für Geschäfte beschlossen.

Hamm - „Click and Collect“, Corona-Test, Terminshopping: Die Regeln für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen variieren je nach Infektionslage in den einzelnen Kommunen. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die seit Samstag (15. Mai) gilt, kamen neue Vorgaben für Geschäfte hinzu. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Einzelhandel in NRW: Wann sind wo die Geschäfte offen? Die aktuellen Regeln

Die Landesregierung hat Lockerungen der Corona-Regeln in NRW angekündigt, die Corona-Zahlen in Deutschland sinken. Damit wagt das Land erstmals wieder landesweite Öffnungsschritte, seitdem die Infektionszahlen mit Beginn der dritten Welle nach oben schossen.

Die Lockerungen erfolgen schrittweise in einer Art Stufenplan. Beim Einzelhandel ist zu unterscheiden in Geschäfte, die der Grundversorgung dienen - etwa Supermärkte und Drogerien - und andere Geschäfte wie Klamottenläden. Der Überblick über die Regeln beim Einkaufen:

NRW: Wo sind die Geschäfte offen? Regeln im Einzelhandel mit Bundes-Notbremse

Einzelhandel des erweiterten täglichen Bedarfs: Geschäfte wie Supermärkte und Drogerien waren die ganze Corona-Pandemie über geöffnet. Mit Eintreten der Bundes-Notbremse (ab einer 7-Tage-Inzidenz über 100) wurde jedoch die Kundenzahl je Größe des Geschäfts begrenzt. Rutscht eine Kommune unter den Grenzwert, wird die Begrenzung wieder aufgehoben.

Übriger Einzelhandel: Geschäfte, die nicht der Grundversorgung dienen, müssen in Kommunen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 150 durch die greifende Bundes-Notbremse schließen. Nur „Click and Collect“ ist dann je nach regionaler Verordnung erlaubt.

Bewegt sich der Inzidenzwert in einer Kommune zwischen 150 und 100, ist Terminshopping („Click and Meet“) mit einem negativen Corona-Test erlaubt. Außerdem wird die Kundenzahl auf einen Kunden pro vier Quadratmeter begrenzt. Auch das ist bundeseinheitlich geregelt.

NRW: Wo sind die Geschäfte offen? Regeln im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzen

Fällt die 7-Tage-Inzidenz in einer Kommune unter 100, fällt die Bundes-Notbremse weg und die Corona-Regeln auf Landesebene greifen. Das betrifft neben dem Einzelhandel etwa auch die Kontaktbeschränkungen.

Nordrhein-Westfalen hat in seiner neuen Corona-Schutzverordnung festgelegt, dass die Geschäfte des übrigen Einzelhandels (keine Grundversorgung) in Kommunen mit einem Inzidenzwert zwischen 100 und 50 ohne Terminbuchung öffnen dürfen. Allerdings ist weiterhin ein negativer Corona-Test notwendig. Die Kundenbegrenzung wird auf einen Kunden pro 20 Quadratmeter erweitert.

Fällt die 7-Tage-Inzidenz unter 50, dürfen Kunden ohne Terminbuchung und Corona-Test einkaufen gehen. Die Personenbegrenzung bleibt, jedoch wird sie auf einen Kunden pro 10 Quadratmeter erweitert.

Denen  Industrie- und Handelskammern (IHK) Nord Westfalen und Dortmund gehen diese Schritte aber noch nicht weit genug. Sie fordern verkaufsoffene Sonntage und „Comeback“-Events*, wie ruhr24.de berichtet. Ziel ist es, die nordrhein-westfälischen Innenstädte wieder zu beleben. - *ruhr24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Fabian Sommer

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