Maskenpflicht

Corona-Regeln in NRW verlängert - aber erstmal nur um eine Woche

NRW hat die aktuell gültigen Corona-Regeln inklusive Maskenpflicht verlängert. Aber vorerst nur um eine Woche. Das hat einen Grund.

Hamm - Das Land Nordrhein-Westfalen hat die bestehenden Corona-Regeln verlängert. Wesentliche Änderungen gebe es dabei nicht, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Im Großen und Ganzen bedeutet das: Die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wie im öffentlichen Personennahverkehr - aufgrund des bundesweit gültigen 9-Euro-Tickets ist der Andrang in Bus und Bahn aktuell groß - bleibt bestehen. Allzu lange gilt die Verlängerung nicht - vorerst nur um eine Woche bis zum 30. Juni.

NRW verlängert die aktuellen Corona-Regeln - aber nur um eine Woche

Der Grund dafür ist simpel: Die kostenlosen Corona-Bürgertests sind vorerst nur bis einschließlich 29. Juni geregelt sind - das liegt im Aufgabenbereich der Bundesregierung. Darüber hinausgehende Regelungen des Bundes seien dem Landesgesundheitsministerium bislang nicht bekannt, hieß es in der Mitteilung. Die Corona-Regeln der Länder beruhten aber auf den Bürgertests und Tests in den Einrichtungen.

Daher forderte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU): „Der Bund muss jetzt ganz dringend Planungssicherheit schaffen. Dass wir zehn Tage vor dem Auslaufen der Testregelungen noch nicht wissen, ob und wie es mit den Testungen danach weitergeht, ist ein Unding.“ Die Dynamik der Corona-Infektionen nehme wieder deutlich zu - vor allem wegen der Omikron-Variante BA.5, zu der bereits einiges über Symptome und Verkauf bekannt sind.

Corona-Regeln in NRW: Diese Maßnahmen gelten noch bis zum 30. Juni 2022

  • Die Maskenpflicht im ÖPNV bleibt analog zu den bundesrechtlich geregelten Maskenpflichten im Flugverkehr und öffentlichen Personenfernverkehr erhalten.
  • Die Maskenpflichten in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen bleiben bestehen, „um ältere und gesundheitlich vorerkrankte Menschen besonders zu schützen“, so das NRW-Gesundheitsministerium.
  • Auch in staatlichen Einrichtungen zur gemeinsamen Unterbringung vieler Menschen (zum Beispiel Asyl- und Flüchtlingsunterkünfte, Gemeinschaftsunterkünfte für Wohnungslose) bleibt die Maskenpflicht in Innenräumen bestehen.
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dürfen von Besucherinnen und Besuchern nach wie vor nur mit einem aktuellen negativen Corona-Testnachweis betreten werden. Auch die bisher geltenden Testpflichten für Beschäftigte sowie bei Neuaufnahmen werden fortgeführt. Ausnahmen kann es künftig lediglich für Krankenhausambulanzen geben, die wie Arztpraxen geführt werden und vom sonstigen Klinikbetrieb organisatorisch und räumlich hinreichend getrennt sind.
  • In Asyl- und Flüchtlingsunterkünften kann für vollständig immunisierte Personen auf einen Test verzichtet werden. Gleiches gilt in Justizvollzugsanstalten, Abschiebungshafteinrichtungen und anderen Einrichtungen, in denen freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen.

Ebenfalls bestehen bleiben die Regeln zur Isolierung im Falle eines positiven Corona-Tests. Wer positiv getestet ist, muss grundsätzlich für zehn Tage in Isolation, kann sich aber nach fünf Tagen freitesten. Dafür ist in NRW nach wie vor ein offizieller negativer Corona-Schnelltest oder ein PCR-Test (negativ oder mit einem Ct-Wert > 30) erforderlich.

Rubriklistenbild: © Roberto Pfeil/dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare