Häusliche Gewalt in NRW

Kinder im Lockdown: „Uns geht viel durch die Lappen“, weiß eine Mitarbeiterin vom Jugendamt

Medizinischen Kinderschutzambulanz der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
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Durch den Lockdown könnte es viele unentdeckte Fälle von Gewalt und Vernachlässigung bei Kindern geben. Denn die Kontrollen fehlen.

Durch den Lockdown könnte es viele unentdeckte Fälle von Gewalt und Vernachlässigung bei Kindern geben. Denn die Kontrollen fehlen. Eine Mitarbeiterin vom Jugendamt in NRW erzählt.

Dortmund - Ungesehen, ungehört, vernachlässigt oder geschlagen: Für Kinder, denen es im häuslichen Umfeld nicht gut geht, hat der Corona-Lockdown furchtbare Auswirkungen. Denn, wie RUHR24.de* berichtet, seit Schulen und Sportvereine zum Schutz vor dem Coronavirus geschlossen haben, fehlen die sozialen Kontrollen. Und die Sorge um sie steigt.

Lehrer, Schulsozialarbeiter, Trainer: Ihnen allen fehlt der Kontakt zu ihren Schützlingen – allen, die Jugendämter normalerweise auf Kinder, die in ihrem eigenen zu Hause Gewalt oder Vernachlässigung erfahren, aufmerksam machen könnten. Was das für die Kinder im Lockdown bedeutet, weiß eine Mitarbeiterin vom Jugendamt*: „Sie werden nicht mehr gesehen.“

Im Klartext bedeutet das, dass seit Beginn der Corona-Pandemie, seit dem ersten Lockdown, die Gewalt gegen Kinder in der häuslichen Umgebung höchstwahrscheinlich zugenommen hat – doch bemerkt wird das deutlich seltener. „Es sind die Grenzfälle, die mir Sorgen machen“, erklärt eine Sozialarbeiterin aus dem Ruhrgebiet. Fälle, in denen sie keinen Hausbesuch erzwingen kann. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks. 

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