A1 bei Volmarstein wieder frei

Unfall-Drama auf der A31: Lkw kracht in Container - Fahrer (50) stirbt

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Der Lkw prallte in einen Container, den ein andere Lastwagen auf der A31 verloren hatte. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

[Update 14.57 Uhr] Vier Autobahnen in NRW sind am Donnerstag in Teilabschnitten gesperrt gewesen: die A31 bei Gescher nach einem tragischen Lkw-Unfall mit tödlichem Ausgang, die A1 bei Volmarstein (800 Liter Diesel ausgelaufen), die A2 bei Oberhausen nach einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen und die A33 bei Paderborn.

  • Am Donnerstagmorgen sind bis zu vier Autobahnen gleichzeitig gesperrt worden.
  • Unfälle auf der A1, A2, A31 und A33 machten die Sperrungen notwendig.
  • Auf der A31 wurde ein Lkw-Fahrer sogar tödlich verletzt.

Gescher/Hagen - Im morgendlichen Berufsverkehr in NRW gibt es am Donnerstagmorgen ungewöhnlich viele Sperrungen von Teilabschnitten. A1, A2, A31 und A33 sind bzw. waren betroffen - wir fassen die Lage hier zusammen.

A31: Lkw prallt gegen Container auf der Fahrbahn - Fahrer stirbt

Bei einem Unfall auf der A31 in Fahrtrichtung Gronau bei Gescher wurden kurz nach Mitternacht (0.02 Uhr) ein Lkw-Fahrer getötet und vier Personen leicht verletzt. Ursache für den tragischen Crash war offenbar ein Defekt an einem anderen Lastwagen.

Der hatte nach Angaben aus der Leitstelle der Polizei Münster zwischen den Anschlussstellen Gescher/Coesfeld und Legden/Ahaus aus noch unbekannten Gründen einen mit Metallteilen beladenen Container verloren. In diesen Container prallte ein Lkw. 

Am Steuer saß ein 50-Jähriger aus Lingen in Niedersachsen, der durch die Wucht des Aufpralls eingeklemmt worden sei und nur noch tot habe geborgen werden können.

In den Lkw seien in der Folge noch drei Pkw geprallt, vier Insassen seien dabei leicht verletzt und von Rettungskräften in die umliegenden Krankenhäuser gebracht worden.

Der Lkw, der den Container verloren hatte, sowie der Fahrer (42) aus den Niederlanden habe etwa 500 Meter hinter der Unfallstelle auf dem Seitenstreifen gestanden.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten nach aktuellen Angaben fest, dass der 42-jährige Lkw-Fahrer, der während der Fahrt den Container verloren hatte, unter Alkoholeinfluss stand und zudem keinen Führerschein hat

"Dem Niederländer wurde eine Blutprobe entnommen. Warum der mit Eisenteilen beladene Container herunter fiel, ist weiterhin unklar. Zur Ermittlung der Unfallursache wurde seitens der Staatsanwaltschaft ein Sachverständiger beauftragt", so die Polizei.

Es entstand Sachschaden von knapp 130.000 Euro. 

Die Autobahn in Richtung Gronau bleibt bis auf weiteres voll gesperrt. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Gescher/Coesfeld abgeleitet.

A1: 800 Liter Diesel - Vollsperrung in beide Richtungen

Nach einem Unfall um 3.24 Uhr am frühen Donnerstagmorgen bei Volmarstein sind nach Angaben der Polizei Dortmund aus einem aufgerissenen Lkw-Tank auf mehreren hundert Metern rund 800 Liter Diesel ausgelaufen

Davon betroffen waren beide Fahrtrichtungen. Seit 14 Uhr ist die Autobahn wieder komplett für den Verkehr freigegeben, schon seit 10.40 Uhr floss der Verkehr in Richtung Norden wieder.

Lkw und Autos durften auf der A1 vor Volmarstein wenden und die Autobahn verlassen.

Der Unfall hatte sich in Richtung Bremen ereignet. Zu diesem Zeitpunkt seien ein 43-jähriger Litauer mit seinem Lkw und ein 23-Jähriger aus Bad Sassendorf mit seinem Pkw nebeneinander unterwegs gewesen.

"In einer Baustelle im Bereich der Anschlussstelle Volmarstein kam es zu einem seitlichen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, wobei der Tank des Lkw beschädigt wurde.

Die Fahrbahn wurde mit Spezialfahrzeugen gereinigt.

Aus diesem Grund lief eine große Menge Kraftstoff auf die Fahrbahn, der sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten in beiden Fahrtrichtungen auf einer Länge von ca. 250 bis 300 Metern verteilte. Beide Fahrzeuge waren anschließend zudem nicht mehr fahrbereit. Den entstandenen reinen Blechschaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro", hieß es am frühen Nachmittag.

Die Polizei hatte Verkehrsteilnehmer gebeteb, die A1 bei Hagen zu meiden. Staus gab es bereits ab Wuppertal-Nord in Richtung Norden und ab dem Westhofener Kreuz in Richtung Süden.

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A2: Lkw und Autos landen bei Oberhausen im Graben

Die "Warschauer Allee" ist von Oberhauen in Richtung Dortmund zwischen Oberhausen-Königshardt und dem Dreieck Bottrop mutmaßlich noch bis in den Vormittag hinein gesperrt.

Hier sind nach Angaben der Polizei mehrere Fahrzeuge (auch Lkw) in einen Unfall verwickelt gewesen, der sich um 5.09 Uhr ereignet hatte.

Nach Angaben der Polizei Münster touchierte ein Pkw-Fahrer einen Mulden-Kipper, der daraufhin ins Schlingern geriet. "Dieser kippte auf der Fahrbahn um, verlor seine Ladung auf der Fahrbahn und rutschte gemeinsam mit einem Pkw und einem Sprinter in den angrenzenden Graben", heißt es.

Der Fahrer des Sattelzuges sei in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwer verletzt worden. Er sei durch Rettungskräfte befreit worden. Die Fahrer der Pkw wurden indes nur leicht verletzt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme, der Bergung der Fahrzeuge und Beseitigung der ausgelaufenen Betriebsstoffe bleibt die Richtungsfahrbahn bis voraussichtlich zum Mittag vorerst voll gesperrt.

Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und die ausgewiesenen Umleitungen zu nutzen.

Der Stau ist schon mehr als zehn Kilometer lang, es gibt auch Behinderungen auf der A3 im Kreuz Kaiserberg.

A33: Unfall in Richtung Bielefeld sorgt für Stau

Um 7.56 Uhr war in NRW eine vierte Autobahn-Sperrung hinzugekommen: Auf der A33 von Brilon in Richtung Bielefeld hatte es zwischen den Anschlussstellen Paderborn-Schloß Neuhaus und Paderborn-Sennelager einen weiteren schweren Unfall gegeben.

Die Polizei sperrte die Richtungsfahrbahn, schnell hatte sich ein mehrere Kilometer langer Stau gebildet. Inzwischen konnte diese Sperrung aber wieder aufgehoben werden.

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