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Zoropsis spinimana in NRW: Giftige Spinne verbreitet sich

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Von: Sven Schneider

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In NRW sind giftige Nosferatu-Spinnen entdeckt worden. In den kommenden Jahren könnten die Tiere durch ganz Europa krabbeln. Müssen wir uns Sorgen machen? Nein.

Hamm - Sie ist ohne Beine rund eineinhalb Zentimeter groß, giftig und im Mittelmeerraum beheimatet. Nun allerdings wurde die Nosferatu-Spinne von einer Frau in Coesfeld in Nordrhein-Westfalen entdeckt. Experten gehen davon aus, dass die Zoropsis spinimana, wie die giftige Spinne zoologisch korrekt bezeichnet wird, in den kommenden Jahren gar den Weg nach Nordeuropa finden wird.

Giftige Spinne in NRW: Zoropsis spinimana in Westdeutschland gesichtet

Der Grund ist simpel: Aufgrund des Klimawandels wird es immer wärmer, auch in Nordrhein-Westfalen. Der Rhein-Pegel ist niedrig wie schon lange nicht mehr, daran wird auch das vorhergesagte Gewitter kaum etwas ändern. Die Nosferatu-Spinne wird immer häufiger in Deutschland gesichtet, zumeist in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. In Panik geraten müssen Menschen nun aber nicht. Denn wie alle anderen Spinnen beißt die Nosferatu-Spinne erst dann, wenn sie sich bedroht fühlt.

Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus
Die „Zoropsis spinimana“ auch Nosferatu-Spinne genannt, breitet sich immer mehr in Deutschland aus. © agefotostock/Imago

Wer Abstand hält, ist auf der sicheren Seite. Und auch, wer die giftige Spinne im Haushalt oder im heimischen Garten entdeckt, muss nicht um sein Leben fürchten. Zwar sondert die Spinne mit ihrem Biss Gift ab. Dieses jedoch ist für den Menschen ungefährlich. Nur Allergiker sollten Acht geben.

Nosferatu-Spinne in NRW entdeckt: Andere Giftspinne ist deutlich effektiver

„Das Gift ist vergleichbar mit dem einer Biene oder Wespe. Schmerzhaft, aber meist harmlos“, sagte Spinnenexperte Stephan Loksa der Rheinische Post. „Spinnen können uns wegen ihrer Augen gar nicht richtig sehen. Wenn sie zur Verteidigung beißen, sondern sie so wenig Gift ab wie möglich, das ist nämlich für die Beute bestimmt“, so Loksa.

Im Frühjahr 2019 hat eine Frau in Menden eine Nosferatu-Spinne in ihrer Wohnung entdeckt. Für einen Experten war das Tier der bislang spektakulärsten Fund, der ihm zur Begutachtung vorgelegt wurde.

Ohnehin macht die Nosferatu-Spinne dem Ammen-Dornfinger keine Konkurrenz. Die nachtaktive Webspinne gehört zu den giftigsten Tieren Deutschlands. Todesfälle nach einem Biss sind bislang nicht bekannt. Dennoch schafft es der Dornfinger, die menschliche Haut mit ihren Giftklauen zu durchdringen. Die Folge sind Schwellungen und Schmerzen. Manchmal hat ein Biss auch Kreislaufversagen zur Folge.

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