„Dringende Warnung für Besucher“ – gefährliche Vorfälle mit Wölfen in Niederlanden
In den Niederlanden häufen sich Zwischenfälle mit Wölfen. Nun warnen mehrere Gemeinden und Provinzen vor einem Besuch.
Hamm - In den vergangenen Tagen gab es in den Niederlanden immer wieder beunruhigende Vorfälle mit Wölfen: Zuletzt wurde ein Kleinkind am Mittwoch, dem 31. Juli, von einem Wolf geschubst – auch davor ereigneten sich bereits Unfälle. Nun rufen mehrere holländische Provinzen und Gemeinden dazu auf, im Waldgebiet Utrechtse Heuvelrugs besonders vorsichtig zu sein.
Niederländische Behörden sprechen Warnung aus: Besucher sollen „äußerst vorsichtig“ sein
Nach mehrere Auseinandersetzungen mit Wölfen, warnen die Provinzen und die Gemeinden Leusden, Zeist, Woudenberg und Utrechtse Heuvelrug: Anwohner und Besucher sollen im Waldgebiet des Utrechtse Heuvelrugs „äußerst vorsichtig“ sein, heißt es in einer Mitteilung der Provinz Utrecht am Mittwoch. „Es wird dringend empfohlen, die Wälder des Utrechtse Heuvelrug in den oben genannten Gemeinden nicht mit kleinen Kindern zu besuchen“.
Falls es allerdings doch zu einer Begegnung mit einem Wolf kommt, sollen Betroffene nicht wegrennen. Stattdessen soll man „groß werden, Gesten machen oder Lärm machen“. Außerdem wird empfohlen, langsam rückwärtszugehen.

Den Park aber völlig abzusperren, sei nicht möglich. Der Naturpark Utrechtse Heuvelrug liegt zwischen den Städten Utrecht und Amersfoort und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Mehrere Wolfsangriffe in den Niederlanden – DNA-Analyse soll Aufschluss geben
Rund 16 Kilometer östlich von Utrecht, in der Nähe des Dorfes Austerlitz, wurde zuletzt am Mittwochmorgen ein Kleinkind von einem großen Tier umgestoßen, schreibt die Nachrichtenagentur AFP. Dabei gehen Augenzeugen von einem Wolf aus. Glücklicherweise blieb das Kind unverletzt.
Wie die Provinz Utrecht mitteilt, sehen Wolfsexperten das Verhalten des Wolfs als „untypisch und beunruhigend“ an. Zudem geht die Provinz davon aus, dass es sich um denselben Wolf handelt, der davor mit einem anderen Mädchen und einem Hund in eine Konfrontation geriet. Aus diesem Grund möchten die zuständigen Behörden nun die notwendigen Schritte unternehmen, um den Wolf zu töten.
Eine DNA-Analyse soll nun klären, ob es sich um denselben Wolf handelt. Dafür wurde die Kleidung des Kleinkinds an ein Forschungsinstitut übermittelt. Zeitgleich werden Wolfsexperten darum gebeten, den Fall schnellstmöglich aufzuklären und das Land zu beraten.
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Mitte Juli Mädchen bereits von Wolf in den Niederlanden gebissen
Bereits am Donnerstag, 18. Juli, wurde ein Mädchen im Gebiet „Den Treek“ in Leudsen von einem Wolf gebissen. Nach Angaben der Eltern wurde das Mädchen bei einem Ausflug mit ihrer Kindertagesstätte am Oberschenkel gebissen. Dabei habe das Kind „leichte Verletzungen“ erlitten, sei aber größtenteils „geschockt“, erklärte die Kitaleitung. Grundsätzlich geht es dem Mädchen aber gut. Doch dies war nicht die erste Begegnung mit einem Wolf. Denn am 6. Juli soll ein Wolf einen angeleinten Hund mitgerissen haben. Verwendete Quellen: dpa & AFP