Urlaub im NRW-Nachbarland

Niederlande: Lockerungen bei Rückreise - Verschärfungen bei Einreise

Für Reise-Rückkehrer aus den Niederlanden gelten fortan Lockerungen. Doch die Einreise-Regeln für Holland wurden verschärft. Was Sie wissen müssen.

Düsseldorf/Berlin - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Freitag neue Informationen zur Einstufung verschiedener Länder als Hochinzidenzgebiete und Corona-Risikogebiete veröffentlicht. Neuigkeiten gibt es unter anderem zu den Niederlanden. Das Nachbarland - besonders bei Menschen aus Nordrhein-Westfalen als Urlaubsziel beliebt - wird nicht mehr als Hochinzidenzgebiet gelistet, sondern gilt ab Sonntag, 30. Mai, „nur“ noch als Risikogebiet. (News zum Coronavirus)

LandNiederlande
Fläche41.543 km²
Einwohner17.474.693 (Stand: 1. Januar 2021)

Niederlande und Zypern keine Hochinzidenzgebiete mehr: Einreise aus diesen Ländern leichter

Dennoch bedeutet das, wie es auf der Webseite des RKI heißt, dass die Niederlande inklusive aller autonomen Länder und der überseeischen Teile des Königreichs weiterhin als Gebiete mit erhöhtem SARS-CoV-2-Infektionsrisiko gelten. Dass das Land nicht mehr als Hochinzidenzgebiet gilt, bringt dennoch Erleichterungen für Reisende aus NRW mit sich.

Denn damit wird ab dem 30. Mai die generelle Quarantänepflicht für Rückkehrer aus den Niederlanden aufgehoben. Durch einen negativen Corona-Test bei der Einreise kann man dann zehn Tage Isolation umgehen. Bis zum 29. Mai gilt: Wer sich länger als 24 Stunden in den Niederlanden aufgehalten hat, muss in Quarantäne und kann sich frühestens nach fünf Tagen freitesten.

Niederlande: Corona-Lage noch angespannt - trotzdem Ende des Lockdowns angekündigt

Die Corona-Lage in den Niederlanden ist noch immer angespannt. Stand 31. Mai lag die 7-Tage-Inzidenz im Nachbarland immer noch bei 121. Daher gelten weiterhin einige Regeln für Urlauber, die in die Niederlande einreisen möchten*, berichtet auch 24RHEIN*. Wer mit Flugzeug, Schiff, Bus oder Bahn in das Land einreist, muss einen negativen PCR-Test vorweisen. Ab dem heutigen 1. Juni gilt diese Testpflicht bei der Einreise in die Niederlande auch für Reisende mit dem Auto oder dem Motorrad. Der Nachweis eines negativen Corona-Schnelltests reicht fortan also nicht mehr aus.

Allerdings darf der PCR-Test bei Auto-und Motorradfahrern bis zu 72 Stunden alt sein. Gleiches gilt für Zugreisende. Nur bei Flugreisen muss der PCR-Test bis zu 24 Stunden alt sein. Ist der PCR-Test älter als einen Tag, aber bis zu 72 Stunden alt, muss ein zusätzlicher Schnelltest vorgelegt werden (maximal 24 Stunden alt). Die niederländische Regierung zählt Deutschland nach wie vor zu den Corona-Risikogebieten, weshalb diese Testpflicht besteht. Vorteile für Geimpfte gibt es unterdessen auch nicht, wie das Portal RUHR24.de* berichtet.

Dazu wird weiterhin dringend empfohlen, sich nach der Einreise in die Niederlande in eine zehntägige Quarantäne zu begeben. Verpflichtend ist dies für Urlauber aus Deutschland aber nicht.

Trotzdem hat Ministerpräsident Mark Rutte für den 5. Juni das Ende des faktischen Corona-Lockdowns angekündigt. Dann sollen fast alle Sektoren in den Niederlanden wieder öffnen dürfen - allerdings noch unter deutlichen Auflagen.

Am Strand von Hoek van Holland in den Niederlanden.

Niederlande und Zypern keine Hochinzidenzgebiete mehr: Entscheidung bringt Erleichterungen

Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) begrüßt die Reise-Erleichterungen für die Niederlande. „Das ist eine gute Nachricht - vor allem für die Menschen beiderseits der Grenze, für die diese Entscheidung Erleichterungen bringt“, sagte der Minister am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Dennoch müssen wir weiter vorsichtig sein.“

Nicht nur die Niederlande, sondern auch Zypern wird am Sonntag vom Hochinzidenzgebiet zum Risikogebiet heruntergestuft, wie das Robert Koch-Institut in Berlin bekanntgab.

Als neue Risikogebiete weist das RKI zudem die Dominikanische Republik aus - sowie die norwegische Provinz Innlandet. Außerdem werden mehrere Länder mit Wirkung ab dem 30. Mai nicht mehr als Risikogebiete gewertet:

  • Bulgarien
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • Polen
  • São Tomé und Príncipe 
  • Spanien - die autonomen Gemeinschaften Kantabrien und Kastillien-La-Mancha
  • Ungarn

Unterdessen sind seit der letzten Änderung durch das RKI keine neuen Virusvarianten-Gebiete und keine neuen Hochinzidenzgebiete dazu gekommen. Welche Länder und Regionen also weiterhin als solche gelten, listet das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite auf. Gerade zur beginnenden Urlaubssaison sind diese Informationen für viele Touristen relevant.

Auch die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsziel. Was bei der Einreise in die Türkei zu beachten ist. (mit dpa) - *24RHEIN und Ruhr24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare