Kein Hochrisikogebiet mehr

Niederlande: Aktuelle Corona-Regeln für den Urlaub im NRW-Nachbarland

Die Corona-Zahlen in den Niederlanden sinken weiter. Das NRW-Nachbarland ist kein Hochrisikogebiet mehr. Diese Regeln gelten für den Urlaub und die Einreise.

Hamm - Die Niederlande kämpften im Juli mit einem gewaltigen Anstieg der Corona-Zahlen. Die 7-Tage-Inzidenz lag zwischenzeitlich bei über 400. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Das Nachbarland von Nordrhein-Westfalen wurde jüngst von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen. (News zum Coronavirus)

LandNiederlande
HauptstadtAmsterdam
Vorwahl+31
Bevölkerung17.474.693 (Stand: 1. Januar 2021)

Niederlande: Corona-Lage entspannt sich - kein Hochrisikogebiet mehr

Für Urlauber sind das gute Nachrichten. Denn wer zuletzt aus den Niederlanden nach Deutschland zurückgekehrt und weder geimpft noch genesen war, musste in Quarantäne. Das besagen die deutschen Einreise-Regeln für Hochrisikogebiete.

Nicht-Geimpfte und -Genesene können sich nach Rückkehr aus einem Hochrisikogebiet erst nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test von der Quarantäne befreien. Die Quarantänepflicht gilt auch für Kinder. Für unter 12-Jährige endet die Quarantäne nach dem fünften Tag der Einreise automatisch. 

Damit ist jetzt aber für Holland-Urlauber Schluss. Das Auswärtige Amt strich die Niederlande wieder von der Liste der Hochrisikogebiete. Seit dem 8. August gelten somit keine verschärften Rückreise-Regeln mehr für Urlauber, die nach NRW oder in andere Bundesländer zurückkehren.

Weiterhin gilt aber die allgemeine Testpflicht - auch für Reise-Rückkehrer aus den Niederlanden. Wer nach Deutschland einreist, muss seit dem 1. August entweder einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder Genesung nachweisen können. Diese Nachweispflicht ist Teil der geränderten Einreiseverordnung. An den Grenzen wird stichprobenartig kontrolliert. Die Testpflicht gilt auch etwa für Bürger, die von einem Tagesauflug aus den Niederlanden wiederkommen.

Aber für Holland-Urlauber gibt es diesbezüglich gute Nachrichten: In den Niederlanden kosten Corona-Schnelltests auch für Touristen nichts. Doch kostenfrei ist der Corona-Test in vielen Reiseländern nicht.

Urlaub in den Niederlanden: Corona-Zahlen gehen stark zurück - aktuelle Inzidenz

Die Trendwende in den Niederlanden kam schnell. Mit der Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen Ende Juni und der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante schossen die Infektionszahlen in die Höhe. Die 7-Tage-Inzidenz - die übrigens in dem Nachbarland gar keine Bedeutung hat - lag zwischenzeitlich bei über 400.

Das war wenig überraschend: Die Niederländer lebten, als sei nie etwas gewesen. Premier Mark Rutte hatte den Lockdown für komplett beendet erklärt. Es wurde in Clubs und auf Festivals gefeiert.

Doch so schnell, wie die Zahlen explodierten, sanken sie jüngst auch wieder. In wenigen Wochen gingen die Corona-Zahlen drastisch zurück - und das ohne erneuten Lockdown. Die niederländische Regierung zog lediglich eine Notbremse. Clubs und Diskotheken mussten wieder schließen, für die Gastronomie gibt es wieder eine Sperrstunde. Auch Festivals dürfen vorerst nicht mehr stattfinden.

Die Inzidenz in den Niederlanden lag zuletzt bei 116,6 (Stand 6. August, Johns Hopkins University). Aktuell gelten noch die verschärften Corona-Regeln aufgrund der Notbremse. Ein Überblick für alle Urlauber (Stand: 9. August):

Urlaub in den Niederlanden: Die aktuellen Corona-Regeln

  • Bei der Einreise in die Niederlande sind weder eine Registrierung noch ein Corona-Test notwendig.
  • Es besteht auch keine Quarantäne-Pflicht für Einreisende.
  • Es gibt keine Personenbegrenzung für Gruppen.
  • Weiterhin gilt das Abstandsgebot von 1,5 Metern.
  • Museen, Kinos, Zoos und andere öffentlichen Einrichtungen sind unter Auflagen geöffnet.
  • Clubs und Diskotheken sind geschlossen.
  • Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze (z.B. Festivals) finden nicht statt.
  • Die Gastronomie schließt zwischen 24 Uhr und 6 Uhr.

Während sich die Corona-Lage in den Niederlanden beruhigt hat, ist ein anderes Nachbarland seit Sonntag Hochrisikogebiet: Südfrankreich. Betroffen sind die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d‘Azur und Korsika. In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern immer weiter an. Und auch Spanien mit dem beliebten Reiseziel Mallorca ist weiterhin Hochrisikogebiet. Dort muss im Urlaub einiges beachtet werden.

Rubriklistenbild: © Peter Dejong/dpa

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