Kein Abstand

Neun im Hotelzimmer - Polizei droht mit Einsatz von Elektroschocker

Die Tür zu einem Hotelzimmer steht halb offen.
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Die Tür zu einem Hotelzimmer steht halb offen (Symbolbild).

Zu neunt im Hotelzimmer - in Coronazeiten ist das keine gute Idee. Dafür - und für sein Verhalten, als die Polizei auftauchte - muss sich jetzt ein 30-jähriger Mann verantworten. Doch auch das Hotel hat Ärger.

Dortmund - Laute Musik, Alkohol - und kein Gedanke an bestehende Coronaregeln. Dieses Bild bot sich den Beamten der Dortmunder Polizei in der Nacht zum Sonntag in einem Hotel am Südwall. Ein 30-jähriger Dortmunder soll sich besonders uneinsichtig gezeigt und massiv Widerstand geleistet haben, heißt es im Bericht der Polizei. Erst die Androhung, den Elektroschocker einzusetzen, brachte den Mann zur Räson.

Alarmiert wurden die Polizisten gegen 2.15 Uhr wegen einer Ruhestörung. Aus einem Hotelzimmer drang laute Musik. Die neun Personen in dem Zimmer feierten ohne Mund-Nasen-Schutz oder Rücksicht auf Abstandsregeln, so ist dem Polizeibericht zu entnehmen. Der Mieter des Zimmers, ein 30-jähriger Mann aus Dortmund, wurde schnell aggressiv; er forderte die Beamten auf, das Zimmer zu verlassen. Ausweisen wollte er sich auch nicht. Er soll dann drohend auf die Ensatzkräfte zugegangen sein und eine Beamtin geschubst haben. Bei seiner Ingewahrsamnahme sei eine Rangelei entstanden, teilt die Polizei mit.

Erst, als Unterstützungskräfte dem Mann androhten, ein Distanzelektroimpulsgerät, kurz DEIG, einzusetzen, ließ sich die Situation beruhigen. Der Dortmunder ließ sich widerstandslos festnehmen. Er verbrachte die Nacht im Polizeigewahrsam. Er sieht sich Verfahren wegen Verstoßes gegen die Coronaschutzverodnung, Widerstands und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Nötigung gegenüber. Die acht anderen Partygäste erhielten Platzverweise und Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Darauf wird sich auch das Hotel einstellen müssen: Immerhin gilt ein Beherbergungsverbot.

In Bochum hat die Polizei eine illegale Kneipe ausgehoben. Dort hatten sich mehrere Personen zum Pokern getroffen. Zugang verschafften sie sich durch eine Geheimtür. In Lüdinghausen wollte ein Mann nicht einsehen, dass seine Geburtstagsfeier ein Ende haben sollte - die Polizei legte ihm Handschellen an.

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