Fahrgast fühlt sich betrogen

Neue Version um 18.000-Euro-Taxifahrt durch halb Europa

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Dieses Schild - das Erkenungszeichen eines Taxis - fehlte wohl auf dem Fahrzeug des Fahrers.

Euskirchen - Bei der angeblich 18.000 Euro teuren Taxifahrt durch halb Europa gibt es eine neue Version des Geschehens. Der Fahrgast, der einen Wiener Taxifahrer um 18.000 Euro geprellt haben soll, habe seinerseits Strafanzeige gegen den Fahrer erstattet, sagte ein Polizeisprecher.

"Er stellt diesen Fall ganz anders dar. Dem gehen wir jetzt auch nach", so die Polizei. 

Dem Fahrgast zufolge habe der Chauffeur in seiner Schuld gestanden. Der Fahrgast stellte sich in einem Schreiben an die "Bild"-Zeitung, das inhaltlich seiner Strafanzeige entsprechen soll, als 40-jähriger Unternehmer aus den USA vor. 

Er habe den Taxifahrer 2015 in Panama als Chauffeur und "Mädchen für alles" beschäftigt. Doch dann seien aus seinem Penthouse in Panama unter anderem eine Hermès-Handtasche im Wert von 45.000 Euro verschwunden. 

Er habe den Chauffeur daraufhin fristlos entlassen. 

Die Fahrt quer durch Europa sei eine Art Wiedergutmachung gewesen. Das Fahrzeug habe der Fahrer dabei als sein eigenes ausgegeben: "Zu keinem Zeitpunkt war mir klar, dass es sich um ein Taxi handelte." 

Zuerst hatte der Taxifahrer in der Eifel gegen seinen Fahrgast Anzeige erstattet: Er habe einen ihm gut bekannten Mann in Monaco abgeholt, dann habe er ihn tagelang über Nizza nach Brüssel und London, von dort in die Slowakei und über die Eifel wieder zurück nach London gefahren. 

Als der Fahrgast die Kosten von 18.000 Euro nicht bezahlen konnte, habe er ihn sogar auf einem Flug nach Mexiko begleitet, gab der Taxifahrer bei der Polizei an. Dort liege das Geld bei einer Bank, habe sein Fahrgast beteuert. In Mexiko soll der Fahrgast dann aber verschwunden sein. - dpa

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