Mitglied in einem rechtsradikalen Netzwerk?

Nach Schlag gegen Sprengstoff-Plattform: Verdächtiger kommt aus Soest

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Göttingen/Soest - Bei ihrem bundesweiten Schlag gegen eine Internet-Plattform zum Bau von Kriegswaffen und Bomben hat die Polizei bei einem Tatverdächtigen in Soest einen rechtsextremen Bezug festgestellt.

Bei der Durchsuchung einer privaten Wohnung seien bei dem Mann mehrere T-Shirts und Aufkleber mit Aufdruck rechtsradikaler Netzwerke sowie eine Hakenkreuzfahne sichergestellt worden, teilte die zuständige Polizei in Göttingen am Donnerstag mit.

Aufgrund der neuen Erkenntnisse ermittele nun der Staatsschutz gegen den Mann, zu dem die Fahnder zunächst nichts weiter sagen wollten. Sein Handy und Computer würden aktuell ausgewertet, um herauszufinden, ob der Soester einem solchen rechtsradikalen Netzwerk angehören könnte.

Die örtliche Staatsanwaltschaft und Polizei hätten den Fall übernommen.

Durchsuchungen in NRW hatte es beispielsweise auch in Lüdenscheid und in Dorsten gegeben.

Webseite "xplosives.net" stillgelegt

Die Polizei hatte am Dienstag bei einem Einsatz in neun Bundesländern sowie in Litauen und Kroatien die frei zugängliche Sprengstoff-Plattform "xplosives.net" stillgelegt und 22 Verdächtigte ermittelt.

Offenbar auch, um sich mit immer gewaltigeren Explosionen zu überbieten, hatten sich rund 360 Mitglieder auf der Plattform über den Bau von Bomben ausgetauscht.

Waffen und Labore entdeckt 

Insgesamt wurden in Deutschland fast 400 Kilogramm Grundstoffe zur Herstellung von Sprengstoff entdeckt, 200 Kilogramm davon in Niedersachsen und 127 Kilogramm in Baden-Württemberg, wie die Polizei auflistete.

Außerdem entdeckten die Beamten mehrere Langwaffen, Waffenteile, Schießkugelschreiber sowie Labore und Drogenküchen zum Herstellen von Sprengstoff oder Betäubungsmitteln. - dpa

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