Beerdigung am Dienstag

Nach dem Tod von Jona K.: Gemeinde legt Kondolenzbuch im Rathaus aus

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Wenden. Nach dem gewaltsamen Tod von Jona K., der in der vergangenen Woche in Wenden von einem Mitschüler erwürgt worden war, haben die Menschen in seiner Heimatstadt nun eine weitere Möglichkeit, ihre Trauer zum Ausdruck zu bringen. Die Gemeindeverwaltung hat im Rathaus ein Kondolenzbuch ausgelegt.

"Der gewaltsame Tod von Jona K. hat die gesamte Gemeinde Wenden erschüttert", heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Wendener Rathaus. 

Aus diesem Grund habe die Verwaltung sich dazu entschieden, im Eingangsbereich des Rathauses ein Kondolenzbuch auszulegen. "Alle Einwohner, Bürgerinnen und Bürger, alle Trauernde können einen Eintrag ins ausgelegte Kondolenzbuch machen", teilt die Gemeinde mit.

"Zugang nur für Schüler und Mitarbeiter"

Unterdessen hat am Montag für die Mitschüler des Opfers und des mutmaßlichen Täters der Unterricht wieder begonnen. Das Gebäude der Gesamtschule war am Montag weiträumig abgesperrt, die Polizei schirmte die Jugendlichen ab. 

Polizeibeamte stehen am Zugang der Schule in Wenden.

"Zugang ausschließlich für Schülerinnen und Schüler sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", ist auf den Schildern an den Durchgängen zum Schulgelände zu lesen. Bereits am vergangenen Wochenende hat der Bauhof der Gemeinde Wenden einen Zaun zum Schutz der Schüler um das Gelände der Wendener Gesamtschule errichtet. "Es ist abgesperrt, damit keine Paparazzi reinkommen", erklärt Rupert Wurm von der Gemeinde Wenden auf Nachfrage.

Den Schülern standen Psychologen zur Seite. Die Schule trauere und sei in Gedanken bei der betroffenen Familie, hieß es auf der Homepage, die ansonsten weiter inaktiv blieb.

Bürgermeister will Abschied nehmen

Am Dienstagnachmittag soll Jona K. beerdigt werden. Ein Sprecher von Bürgermeister Bernd Clemens sagte, die Trauerfeier aus der kleinen Kirche werde nach außen übertragen. Es sei mit sehr großer Anteilnahme zu rechnen. Auch Schüler und der Bürgermeister wollten Abschied nehmen. Am Wochenende waren viele Bürger zur Schule gekommen und hatten an einem provisorischen Gedenkort Blumen niedergelegt und Kerzen aufgestellt.

Das Gelände der Gesamtschule Wenden ist weiträumig abgesperrt.

Der Tatverdächtige hatte ausgesagt, er habe sich eine Beziehung zu dem Opfer gewünscht, was der 16-Jährige jedoch nicht erwidert habe. Die Leiche war am Mittwoch in der Nähe der Schule in einem Wald entdeckt worden. Die Staatsanwaltschaft will den 14-Jährigen psychiatrisch untersuchen lassen, Schuldfähigkeit und Verantwortungsreife klären. - mit dpa-Material

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