In Bönen ausgebüxt

Rätsel um weißes Tier in Werl gelöst: So weit ist "Pinkki" gelaufen

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Wer kennt dieses Tier?

[Update, 14.14 Uhr] Werl - Das Rätsel um ein mysteriöses Tier in Werl ist gelöst! Die Besitzerin hat sich gemeldet und klargestellt, wo das "weiße Weihnachtswunder" herkommt und was es ist.

Kein Albino-Reh, kein Kalb, keine Ziege und auch kein Einhorn: Das mysteriöse Tier heißt Pinkki, ist eine drei Jahre junge Hirschkuh und kommt aus Bönen. Das bestätigt ihre Besitzerin Sybille Stoeckmann gegenüber dem Anzeiger.

Pinkki ist eigentlich auf dem Jukiba Speckenhof in Bönen zuhause. Ende November ist sie zusammen mit vier weiteren Hirschkühen und einem Hirsch von Unbekannten aufgescheucht worden. 

15 Kilometer in zwei Tagen

Seitdem sind alle Tiere wieder zurückgekommen - nur eben Pinkki nicht. Sie hat in nur zwei Tagen den 15 Kilometer weiten Weg nach Werl zurückgelegt. Und hier scheint es dem Damwild wohl zu gefallen: Schon seit mehreren Wochen streift die Dreijährige durch die grünen Felder der Wallfahrtsstadt. 

Pinkki wird noch immer vermisst.

So schön die Auflösung des Rätsels auch ist, Pinkki wird noch immer von ihrer Familie vermisst. "Ihre Freunde Pankki, Ponkki und Herr Hoppenstedt hoffen, dass Pinkki bald gesund nach Hause kommt", sagt Sybille Stoeckmann.

Hoffnung dank Aberglauben

Dabei ist sie zuversichtlich, denn viele Jäger haben den Aberglauben, dass es Unglück bringt, weiße Rehe zu schießen. Ihren finnischen Namen habe Pinkki übrigens der Farbe ihrer Nase zu verdanken.

Pinkki (links) und Ponkki sind Hirschkühe.

Damit Pinkki auf ihren Heimat-Hof in Bönen gebracht werden kann, bittet Stoeckmann um Mithilfe. Spaziergänger, die die Hirschkuh sehen, sollen die Besitzerin über den Standort informieren. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0151 54 60 50 56 oder 02383/950110. 

Außerdem wäre es hilfreich, Hunde in den Wäldern am Werler Stadtrand nicht frei rumlaufen zu lassen. Ziel ist es dann, Pinkki langsam mit Futter anzulocken. Notfalls kann die Hirschkuh auch ungefährdet durch eine Betäubung eingefangen werden.

Große Diskussion

Pinkki hat in den vergangenen Tagen mächtig für Aufregung gesorgt und wurde bereits mehrfach in Nähe des Werler Stadtgebietes gesichtet.

Um das mysteriöse Wesen vor zahlreichen Gästen zu schützen, erwähnen wir den genauen Ort dieser kürzlich entstandenen Aufnahmen nicht. 

Was hier noch aussieht wie ein Kalb...

„Es handelt sich wahrscheinlich um Damwild“, hatte der zuständige Revierinhaber auf Anfrage unserer Zeitung richtigerweise vermutet. Vieles spricht dafür, da seien sich auch andere Jäger aus Werl einig. Ganz sicher konnte es aber erst jetzt identifiziert werden. 

...ähnelt hier schon wieder Bambi.

Tier wird geschont

Die Jäger im Bezirk werden das „Stück“ schonen, also nicht abschießen.

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