Durchsuchungen in mehreren Städten

Große Razzia gegen Terror-Unterstützer

[Update, 15:30 Uhr] KÖLN - Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen eine große Gruppe mutmaßlicher Unterstützer von islamistischen Kämpfern auffliegen lassen. Neun Verdächtige wurden am frühen Mittwochmorgen festgenommen.  Fast 40 Wohnungen wurden durchsucht, wie das Innenministerium mitteilte.

Mit Festnahmen und Wohnungsdurchsuchungen ist die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Mittwochmorgen gegen eine Gruppe mutmaßlicher Islamisten vorgegangen. In Köln und Siegen, Bergisch-Gladbach, Kreuztal und Netphen wurden neun Männer im Alter zwischen 22 und 58 Jahren festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Einbrüche vor allem in Kirchen und Schulen

Mit Einbrüchen vor allem in Kirchen und Schulen in Köln und Siegen sollen sie die Ausreise von kampfeswilligen Gesinnungsgenossen finanziert undislamistische Kämpfer in Syrien unterstützt haben.

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Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 44 Beschuldigte, bei denen es sich überwiegend um deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund handelt. Sie werden dem radikalen salafistischen Spektrum zugerechnet. Die Beschuldigten sollen gefälschte Pässe besorgt und Geld oder Sachleistungen für die Dschihadisten nach Syrien geschickt haben.

„Die Festnahmen und Durchsuchungen beweisen, dass die Sicherheitsbehörden wachsam sind und sämtliche rechtliche Möglichkeiten zur Bekämpfung extremistischer Salafisten nutzen“, sagte Innenminister Ralf Jäger am Mittwoch in Düsseldorf.

Bereits seit Mai 2013 wurde ermittelt

Bereits seit Mai 2013 hat die Polizei den Angaben zufolge verdeckt gegen die Verdächtigen ermittelt. Der größte Teil der Beschuldigten stammt aus NRW, weitere Beschuldigte kommen aus Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern. „Polizei und Verfassungsschutz gehen entschlossen gegen diese gefährliche Szene vor. Die Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes arbeiten bei der Bekämpfung des gewaltbereiten Salafismus Hand in Hand“, betonte Jäger. - dpa/she

Rubriklistenbild: © dpa

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