Sollte erst nicht getestet werden

Musiker erkrankt zum zweiten Mal an Corona - Krankheitsverlauf diesmal heftiger

Cornavirus-Forschung
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Ein Musiker aus NRW hat sich mit dem Coronavirus infiziert - zum zweiten Mal bereits.

Eigentlich sollte er gar nicht mehr getestet werden. Schließlich hatte er die Corona-Erkrankung längst hinter sich gebracht. Doch der Musiker infizierte sich ein zweites Mal.

Düsseldorf - Bereits vor zweieinhalb Monaten infizierte sich Berufs-Musiker Markus Wallrafen mit dem Coronavirus. Die Infektion wurde ihm nach einem Urlaub in Südtirol nachgewiesen. Der Krankheitsverlauf sei jedoch mild gewesen.

MusikerMarkus Wallrafen
InstrumentVioline
OrchesterNeue Philharmonie Westfalen

Anders sei es nun gewesen, als Wallrafen zum zweiten Mal eine Corona-Erkrankung hinter sich brachte. Und nicht nur, dass es schlimmer verlief - auch sollte er zunächst überhaupt nicht getestet werden.

Musiker zum zweiten Mal mit Corona infiziert: Testung erst nach heftigen Symptomen

Begründet wurde die ablehnende Haltung an der Testung seiner Person mit der bloßen Tatsache, dass der 59-Jährige sich ja bereits mit dem Coronavirus infiziert hatte. „Beim zweiten Mal wollte man mich zunächst gar nicht testen, weil ich es ja schon hatte“, sagte Wallrafen am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Erst nachdem Wallrafen von heftigen Symptomen betroffen war, wurde er erneut getestet. Zum zweiten Mal fiel das Ergebnis des Corona-Tests positiv aus. „Ich war zehn Tage schlapp, hatte keinen Geruchs- und Geschmackssinn. Es war wie eine schwere Grippe“, betonte der Musiker.

Markus Wallrafen hat sich zum zweiten Mal mit dem Coronavirus infiziert.

Eine schwere Grippe - die sich auch von der Symptomatik seiner ersten Erkrankung unterschied. Wallrafen gab an, dass die zweite Corona-Erkrankung schwerer war als die erste, doch stellte auch klar, dass der Krankheitsverlauf im Vergleich zu anderen Fällen immer noch leicht war.

Musiker zum zweiten Mal mit Corona infiziert: Angesteckt bei Wanderung mit Cousin

Mit Corona angesteckt habe er sich dieses Mal bei seinem Cousin, als die beiden an der Ahr eine Wanderung unternahmen. Ein Sprecher des Kreises Viersen - der Heimat von Wallrafen - bestätigte, dass es am Donnerstag noch einen weiteren Fall gab, in dem sich eine Person zum zweiten mal infizierte.

Mittlerweile wurde der 59-Jährige erneut auf Corona getestet, diesmal fiel das Ergebnis negativ aus. Das bedeutet, dass Wallrafen seiner Tätigkeit als Violinist bei der „Neuen Philharmonie Westfalen“ wieder nachgehen kann. Bei der Orchesterprobe am Freitag darf der Musiker schon wieder beiwohnen.

Die Zahl der Corona-Infektionen in NRW nimmt weiter zu. Auch die Regeln und Maßnahmen, die das Landesministerium ergreift, wurden wieder einmal verschärft. Inzwischen haben sogar acht Städte in NRW die 100er-Marke beim Inzidenzwert je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen geknackt.

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