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Betrunkener stürzt von Schlauchboot – trotz dramatischer Rettung stirbt er

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Die Ruhr bei Mülheim an der Ruhr.
Der Unfall ereignete sich auf der Ruhr nahe der „MüGa“ in Mülheim an der Ruhr (Archivbild). © Rupert Oberhäuser/Imago

Am 2. Juli stürzte ein betrunkener Mann (43) von einem Schlauchboot in die Ruhr. Er wurde gerettet, starb nun jedoch an den Folgen.

Mülheim an der Ruhr – Ein 43-jähriger Mann, der am 2. Juli in die Ruhr gefallen war und zunächst gerettet werden konnte, ist nun an den Folgen des Unglücks gestorben. Laut Polizeiangaben soll der Mann bei dem Unfall in Mülheim an der Ruhr betrunken gewesen sein. Er wurde von einem Freund und mehreren Zeugen zunächst gerettet und reanimiert. Nähere Angaben zur Todesursache machte die Polizei nicht, berichtet 24RHEIN.

Mülheim an der Ruhr: Betrunkener Mann fällt von Schlauchboot in die Ruhr

Der Unfall ereignete sich am 2. Juli in Ufernähe der Mülheimer Parkanlage „MüGa“ (Mülheims Garten an der Ruhr). Der 43-Jährige war gemeinsam mit einem 37 Jahre alten Bekannten unterwegs. Sie sollen auf einem Schlauchboot in der Ruhr gefahren und dabei laut Polizei „Alkohol in hohem Maße“ getrunken haben.

Dann hatten sie eigentlich schon am Ufer unterhalb der Stadthalle angelegt, als der 43-Jährige plötzlich nochmal alleine mit dem Schlauchboot auf die Ruhr getrieben wurde. Er versuchte, mit einem Paddel zurückzusteuern und fiel dabei offenbar ins Wasser. „Sein 37-jähriger Bekannter schwamm zügig zu ihm und holte ihn wieder an die Wasseroberfläche. Alleine konnte er den 43-Jährigen jedoch nicht an Land bringen und schrie um Hilfe“, berichtete die Polizei Anfang Juli. Derartige Unfälle sind im Sommer keine Seltenheit: In Duisburg rutschte ein Mann von einer Luftmatratze, seitdem wird der 33-Jährige im Masurensee vermisst.

Mülheim/Ruhr: Mann fällt von Schlauchboot in die Ruhr – Wochen später ist er tot

Es folgte eine dramatische Rettungsaktion. Ein vorbeikommender Passant sprang daraufhin in die Ruhr, um zu helfen. Das bemerkte ein weiterer Zeuge, der gerade mit seinem Motorboot unterwegs war. Er fuhr zur Unfallstelle und konnte den 43-Jährigen auf das Boot ziehen. In der Zwischenzeit riefen zwei weitere Passanten vom Ufer, dass sie Ärzte seien. Daraufhin brachte der Mann im Motorboot den 43-Jährigen ans Ufer. Die Ärzte begannen sofort, den bewusstlosen Mann wiederzubeleben, bis die Rettungskräfte eintrafen.

Der 43-Jährige wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht. Laut Polizeiangaben vom 6. Juli soll zu diesem Zeitpunkt keine Lebensgefahr bestanden haben. Doch offenbar verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Mannes in den folgenden Wochen. Am 21. Juli teilte die Polizei dann mit, dass er an den Folgen des Unglücks gestorben sei. „Es liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor“, so die Polizei weiter. (bs/ots)

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