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Ausgebüxte Kuh attackiert Streifenwagen - stundenlange Verfolgung

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Von: Daniel Großert

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In Much (NRW) hat eine ausgebüxte Kuh die Polizei in Atem gehalten - und einen Streifenwagen beschädigt.
In Much (NRW) hat eine ausgebüxte Kuh die Polizei in Atem gehalten - und einen Streifenwagen beschädigt. © Patrick Seeger/dpa & Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Eine ausgebüxte Kuh hielt in NRW eine Nacht lang die Polizei in Atem. Das Tier beschädigte einen Streifenwagen - und musste am Ende betäubt werden.

Much (NRW) - Normalerweise macht die Polizei Jagd auf Einbrecher, Diebe oder sonstige Kriminelle. In Much im Rhein-Sieg-Kreis (NRW) hatten es die Beamten in der Nacht zu Sonntag aber mit einem tierischen Widersacher zu tun: Eine ausgebüxte Kuh hielt sie in Atem - und erwies sich als hartnäckiger Gegner.

GemeindeMuch
Fläche78,08 km²
Postleitzahl53804

Much/NRW: Ausgebüxte Kuh attackiert Streifenwagen - stundenlange Verfolgung

Kurz vor 1 Uhr hatte ein Autofahrer die Kuh auf einer Kreisstraße in der Nähe des Dorfes Much-Gerlinghausen entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Die Besatzung eines Streifenwagens rückte daraufhin aus, um das Tier einzufangen. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht - „angesichts der ‚Angriffslust‘ des Tieres“, wie die Polizei berichtet.

Die Kuh habe auch vor einer Attacke auf den Streifenwagen nicht zurückgeschreckt und den Wagen ordentlich beschädigt. Laut Polizei zerbrach ein Scheinwerfer, zudem drückte das Rind die Motorhaube ein und verursachte „diverse Blechschäden“ an der linken Seite des Streifenwagens.

Much/NRW: Kuh läuft vor Polizei davon - Tierarzt muss sie betäuben

Der Polizei gelang es schließlich, die Kuh auf eine Weide zu treiben. Weil sie sich aber weiterhin nicht einfangen ließ, riefen die Beamten einen Tierarzt hinzu, der das Rind betäuben sollte. Doch die Kuh ließ sich davon nicht beeindrucken und flüchtete in einen angrenzenden Wald. Daher musste die Polizei weitere Fahndungsmaßnahmen einleiten.

Erst kurz nach 5 Uhr wurde die Kuh erneut auf der Kreisstraße bei Much-Gerlinghausen gesichtet, sodass der Tierarzt schließlich sein Betäubungsgewehr einsetzen konnte. „Nach dem dritten Treffer war das Tier dann so müde, dass es sich im Straßengraben ablegte“, teilte die Polizei mit. Der Halter der Kuh holte sie am Ende mit schwerem Gerät ab und brachte sie wohlbehalten in den heimischen Stall.

Ein Autofahrer hatte zuletzt in NRW auch eine Begegnung mit einem Tier: Er musste einem Reh ausweichen und krachte mit seinem Ford Mustang gegen einen Baum.

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