Tater in U-Haft

Streit in Ahlen eskaliert: Mann schwebt nach Messerangriff auf Kellner in Lebensgefahr

Ein gezücktes Messer.
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Mit einem Messer: Ein 55-Jähriger Ahlener hat einen 43-jährigen Mann aus Meerbusch mutmaßlich lebensgefährlich verletzt.

[Update] Bei einem Streit in einer Gaststätte in Ahlen ist die Situation eskaliert. Zwei Männer mittleren Alters waren aneinandergeraten. Einer von ihnen wird nun auf der Intensivstation behandelt.

Ahlen - Ein 43-Jähriger wurde nach einer Auseinandersetzung in der Nacht zum Montag (5. Oktober) lebensgefährlich verletzt, berichtete die Polizei Münster, die eine Mordkommission auf den Fall angesetzt hat. Der verletzte Mann aus Meerbusch wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen im Bauchbereich von den Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen soll es in dem Café zu einem Streit zwischen einem 43-Jährigen und einem 55-Jährigen gekommen sein. Der aus Ahlen stammende 55-Jährige soll im späteren Verlauf des Disputs ein Messer gezückt haben, berichtet die Polizei weiter. Nachdem er den Meerbuscher mutmaßlich mit einem Messer verletzte, flüchtete er laut Augenzeugen mit einem Motorroller.

„Die bisherigen Ermittlungen lassen darauf schließen, dass die beiden Männer wegen Zahlungsstreitigkeiten aneinandergeraten sind“, erklärte der Leiter der Mordkommission, Ulrich Bux. „Der 43-Jährige war zu dem Zeitpunkt der Tat in der Gaststätte als Kellner tätig.“ Der Haftrichter erließ noch am Mittwoch Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und ordnete die sofortige Untersuchungshaft an.

Ahlen: Polizei überführt Messer-Angreifer widerstandslos

„Der mutmaßliche Angreifer war anwesenden Zeugen namentlich bekannt“, erklärte der Leiter der Mordkommission Ulrich Bux. Dank der Angaben der versammelten Zeugen machten sich die Beamten nach der Tat auf den Weg zur Wohnadresse des 55-Jährigen. „Er wurde eine halbe Stunde nach der Tat widerstandslos an seiner Wohnanschrift festgenommen und die mögliche Tatwaffe, ein abgebrochenes Küchenmesser, vor dem Haus sichergestellt“, teilte Bux mit.

Die Ermittlungen dauern noch an. Die Staatsanwaltschaft stehe in ihren Fragen zu Hintergründen und möglichen Motiven noch ganz am Anfang, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der Verdächtige äußert sich nicht zu den Vorwürfen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Warendorf
und der Polizei Münster.

Ebenfalls in NRW: im Sauerland kam es zu einem tödlichen Unfall im Sauerland, nachdem ein Lkw in den Aufenthaltsraum einer Firma krachte. Außerdem sorgte ein nächtlicher Eindringling in Kamen für einen Großbrand in einem Hotel.

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