Mord nach über 50 Jahren Ehe - Rentner vor Gericht

DÜSSELDORF - Nach 53 Jahren Ehe soll ein Rentner in Ratingen seine schlafende Ehefrau mit einem Messer umgebracht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor.

Am Mittwoch begann am Düsseldorfer Landgericht der Prozess gegen den 76-Jährigen, der sich aber zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern wollte. Unmittelbar nach der Tat im vergangenen September soll er allerdings Polizisten gesagt haben, er sei mit der Erkrankung seiner pflegebedürftigen Frau nicht mehr zurechtgekommen. Außerdem habe sie sich abfällig über ihn geäußert.

Dass er gewartet habe, bis die Frau eingeschlafen war, bevor er zum Messer griff, wertet die Anklage als Heimtücke. Mit mehreren tiefen Schnitten in den Hals soll er die 75-Jährige getötet haben.

Ein Polizist berichtete am Mittwoch als Zeuge, er habe den Angeklagten im Bett neben der Leiche liegend angetroffen. Dazwischen habe ein Messer gelegen.

Der Rentner habe ihm dann gesagt, dass er sich nach der Tat selbst habe töten wollen, was aber misslungen sei. Tatsächlich habe er leichte Verletzungen an Handgelenk und Hals aufgewiesen. Nach der Tat soll der Rentner seinen Sohn angerufen haben. Dieser hatte dann die Polizei alarmiert. Beim Eintreffen der Beamten fanden sie die Wohnungstür offen vor. - lnw

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