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Totes Baby in Mülleimer: Mädchen starb gewaltsam - Polizei setzt auf Briefkasten

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In einem Mülleimer in Mönchengladbach wurde ein totes Baby gefunden. Jetzt ist klar: Das kleine Mädchen starb gewaltsam. Die Polizei geht jetzt neue Wege.

Update vom 13. April, 13.55 Uhr: Bei ihren Ermittlungen im Fall des vor rund zwei Wochen in Mönchengladbach entdeckten getöteten Babys geht die Polizei neue Wege. In einem Schaukasten am Fundort der in einem öffentlichen Mülleimer entdeckten kleinen Leiche werden Informationen zu dem bislang ungeklärten Fall gegeben. Das teilte die Polizei am Mittwoch in Mönchengladbach mit.

Totes Baby in Mülleimer: Mädchen starb gewaltsam - Polizei setzt auf Briefkasten

Außerdem wurde dort ein Kasten für Hinweise angebracht. „Der Briefkasten wird täglich geleert“, versicherte die Polizei. Jeder Hinweis, „und mag er auch noch so klein oder unbedeutend erscheinen“, könne anonym eingeworfen werden.

Das getötete neugeborene Mädchen, die Polizei gab ihm den Namen Rabea, war in der Einkaufstasche einer Drogeriekette versteckt in der Mülltonen entdeckt worden. Es war an den Folgen von Gewalteinwirkungen gestorben. Mehr Angaben machte die Polizei bislang nicht. Vorige Woche wurde es beerdigt.

In dem Fall wurde bislang mit mehrsprachigen Plakaten, Zetteln, Befragungen von Anwohnern und Fotos von der Tasche ermittelt. Im Schaukasten hängen Plakate zu dem Fall und Bilder, die Kinder für das getötete Baby gemalt haben. Der Fundort liegt zwischen einem Park und einem Wohngebiet in Mönchengladbach.

Update vom 31. März, 13.02 Uhr: Drei Tage nach der Entdeckung eines getöteten neugeborenen Babys in einem öffentlichen Mülleimer in Mönchengladbach verstärkt die Polizei ihre Suche nach Hinweisen mit Plakaten und Flyern. Eine Mordkommission sucht die Eltern des Mädchens, das lebend zur Welt gekommen war und an den Folgen von Gewalteinwirkung starb.

Totes Baby in Mülleimer: Hinweise auf Mutter

Nach Polizeiangaben gibt es Hinweise in dem Fall. „Über Inhalte sagen wir erstmal nichts“, so die Polizei. Am Fundort des in einer Einkaufstasche versteckten Leichnams legten Trauernde auch am Donnerstag Grabkerzen, Blumen und Stofftiere ab. Der Ort befindet sich zwischen einem Wohngebiet und einem Park.

Die Polizei sucht auch mit Plakaten. Darauf ist ein gezeichnetes Symbolbild des Kopfs eines Neugeborenen abgebildet. Dazu stellt die Polizei Fragen an das Umfeld der unbekannten Mutter. Gefragt wird nach einer Frau, die im vorigen Jahr ihren Kleidungsstil geändert und sich sozial zurückgezogen habe. Nun habe sie möglicherweise wieder zu ihrem alten Kleidungsstil und Verhalten zurückgefunden. Der Aufruf wurde in deutscher, polnischer, russischer und türkischer Sprache veröffentlicht. Eine Version auf Arabisch sei in Arbeit, so die Sprecherin.

Totes Baby in Mülleimer: Ergebnisse der Obduktion

Update vom 30. März, 14.25 Uhr:  Nach dem Fund eines getöteten neugeborenen Babys in einem öffentlichen Mülleimer hat die Polizei in Mönchengladbach am Mittwoch (30. März) noch keine greifbaren Ergebnisse bekannt gemacht. Einige Hinweise seien eingegangen, erklärte die Polizei. Die Leiche des kleinen Mädchens war am Montag von einer Passantin in einer Einkaufstasche versteckt in dem Müllbehälter am Rand eines Parks entdeckt worden. Die Identität des Kindes ist nicht bekannt. Eine Mordkommission ermittelt und sucht nach den Eltern. Die Ermittler wollen im Umfeld des Fundorts Plakate in verschiedenen Sprachen mit Fotos der verwendeten Tasche aufhängen sowie Handzettel verteilen.

Die Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend zur Welt kam „und an den Folgen von Gewalteinwirkungen gestorben ist“, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei hatte erklärt, die Einkaufstasche könne von einem Mann wie von einer Frau abgelegt worden sein. Sie sei in der Vergangenheit vermutlich zum Einkaufen in einer Supermarkt-Filiale an der Straße Reyerhütte in der Nähe des Leichenfundorts benutzt worden.

Update vom 29. März, 15.52 Uhr: Das am Montag tot in einem Mülleimer in Mönchengladbach gefundene Baby kam gewaltsam ums Leben. Das ergab die Obduktion, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Das kleine Mädchen sei lebend zur Welt gekommen. Eine nun eingerichtete Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Mönchengladbach/NRW: Totes Baby in Mülleimer entdeckt - Ermittlungen laufen

Update vom 29. März, 9.58 Uhr: Nach dem Fund eines toten Säuglings in einem Mülleimer in Mönchengladbach laufen Ermittlungen der Polizei zur Todesursache und zur bislang unbekannten Mutter des Kindes. „Wir versuchen, die Mutter zu ermitteln“, sagte eine Sprecherin der Polizei am Dienstag.

Sie machte noch keine Angaben zur Todesursache bei dem Baby, das am Montagnachmittag zufällig in einem öffentlichen Mülleimer gefunden worden war. Auch zur Frage, ob Hinweise eingingen, äußerte sich die Polizei nicht. Nach ersten Erkenntnissen dürfte die Geburt erst einige Stunden oder wenige Tage her gewesen sein, als das Baby im Mülleimer entdeckt worden war.

Grausiger Fund in Mönchengladbach: Säugling in Mülleimer entdeckt

[Erstmeldung vom 28. März] Mönchengladbach - Eine Frau entdeckte das leblose Baby am Montagnachmittag (28. März) in Mönchengladbach (NRW) an der Ecke Ackerstraße/Carl-Diem-Straße in der Nähe des Volksgartens. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam am Abend mit.

Die Geburt des Kindes habe wahrscheinlich erst wenige Stunden oder Tage zurückgelegen. An der Stelle, an dem der Mülleimer stand, wurden ein kleines Kreuz und zwei Kerzen gestellt. Informationen zur Herkunft und dem Schicksal des Säuglings erhoffen sich die Beamten von der bislang unbekannten Mutter. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten die Frau, sich zu melden. In der Mitteilung heißt es auch: „Über die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Tat hinaus, verfügt die Polizei auch über ein Netzwerk mit Hilfsangeboten.“

Toter Säugling in Mülleimer in Mönchengladbach gefunden
In einem öffentlichen Mülleimer in Mönchengladbach ist am Montagnachmittag ein toter Säugling gefunden worden. © Theo Titz/dpa

Gesucht werden zudem Zeugen, die im Laufe des Nachmittags etwas beobachtet haben oder Hinweise auf die mögliche Mutter des Kindes geben können. Polizei und Staatsanwaltschaft machen darauf aufmerksam, dass das Umfeld nicht zwingend von der Schwangerschaft der Frau gewusst haben muss. Frauen, die ihre Schwangerschaft verleugnen, würden oft dadurch auffallen, dass sie ihre Äußeres und ihr Verhalten ändern. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02161-290 zu melden.

Ebenfalls Ermittlungen aufgenommen wurden bei einer ganz anderen Tat: Ein 20-Jähriger hat n Freudenberg unvermittelt auf zwei 26-jährige Männer eingestochen. Eines der Opfer wurde lebensgefährlich verletzt. (Mit Material der Deutschen Presse-Agentur)

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