Tübingen als Vorbild

Öffnungen trotz Corona in NRW: Modellkommunen noch nicht ausgewählt

In NRW soll es bald Modellprojekte für Öffnungen trotz Corona geben - ähnlich wie in Tübingen, laut Ministerpräsident Armin Laschet. Die Kommunen stehen noch nicht fest.

Update vom 26. März, 12.52 Uhr: Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Freitag den Medienbericht vom Kölner Stadtanzeiger dementiert, wonach bereits Modellregionen für Corona-Lockerungen ausgewählt sind. Das sei „Quatsch“, sagte Laumann. „Es ist überhaupt keine Entscheidung gefallen.“ In dem Bericht hieß es, dass der Kreis Warendorf, Winterberg, Aachen und Köln ausgewählt worden seien.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,93 Millionen (2019)

Öffnungen trotz Corona in NRW: Erste Modellkommunen stehen wohl fest

Update vom 26. März, 6.44 Uhr: Wie der Kölner Stadtanzeiger aus Regierungskreisen erfuhr, sollen Modellprojekte für Öffnungen ab dem 6. April aufgebaut werden. Weiter heißt es, dass der Kreis Warendorf, Winterberg, Aachen und Köln zu den ausgewählten Modellkommunen gehöre. Die Auswahl sei aber noch nicht final, heißt es von der Landesregierung.

Am Donnerstag hatte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) gesagt, es habe viele Bewerbungen gegeben. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU), es sei praktisch jede kreisfreie Stadt und jeder Kreis daran interessiert. Offiziell bestätigt sind die Modellkommunen noch nicht. Die Stadt Soest hatte die Offerte vom Land bekommen*, Corona-Modellkommune in Nordrhein-Westfalen zu werden. 

Modellprojekte in NRW: Öffnungen trotz Corona - mit Tests in Geschäfte, Theater und Restaurants

[Erstmeldung] Hamm - „Wir brauchen Tübingen überall“, hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Mittwoch gesagt - und Öffnungs-Projekte in mehreren Modellregionen in Nordrhein-Westfalen angekündigt. Das Interesse daran ist bei den Städten und Kreisen groß - viele ließen sofort Taten folgen und richteten ihre Bewerbungen an das Land. (News zum Coronavirus)

Laschet hat am Mittwoch angekündigt, dass nach Ostern in mehreren Modellregionen in NRW versucht werden soll, mit einem Konzept aus dem „Dauer-Kreislauf Lockdown“ rauszukommen. Bei seiner Erklärung der jüngsten Corona-Beschlüsse im Landtag sagte Laschet: „Warum nicht unter sicheren Bedingungen probieren: Kriegen wir das hin?“

Damit möchte die NRW-Landesregierung dem Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“ in Tübingen folgen. In der Stadt in Baden-Württemberg dürfen die Menschen in Geschäfte, Theater und Kinos und können sogar die Außengastronomie nutzen. Dahinter steckt ein Konzept: Über allem steht die Verpflichtung eines Corona-Schnelltests. Der Einlass ist nur mit einem Zertifikat über einen negativen Corona-Test erlaubt - so besagt es die Regel.

Modellprojekte in NRW: Öffnungen trotz Corona - erst Schnelltest, dann Tagesticket

 „Wir erhoffen uns von dem Projekt, dass wir damit einen Weg finden, den Menschen etwas mehr Normalität zu ermöglichen“, hatte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zu dem Modellprojekt erklärt.

Das Land NRW will in mehreren Städten und Kreisen Öffnungs-Projekte wie in Tübingen etablieren - um mit Hilfe dieser Modellprojekte aus dem Corona-Lockdown rauszukommen.

Einen solchen Weg raus aus dem Corona-Lockdown hin zu mehr Normalität möchte auch die NRW-Landesregierung finden. Ministerpräsident Armin Laschet kündigte am Mittwoch im Landtag an, dass in „fünf bis sechs Modellregionen“ in Nordrhein-Westfalen nach Ostern ein ähnliches Projekt wie in Tübingen gestartet werden soll.

Modellprojekte in NRW: Städte und Kreise bewerben sich für Öffnungs-Projekte

Das ließen sich Städte und Kreise in NRW nicht zweimal sagen - und warfen sofort ihren Hut in den Ring, um möglichst Teil des Modellprojekts zu werden. Wie der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) am Mittwoch in einer Videobotschaft sagte, sehe er seinen Kreis „aufgrund unserer Historie mit dem Thema Corona prädestiniert“. Der Kreis war zu Beginn der Pandemie in Deutschland der erste große Hotspot gewesen.

Auch Hamm, Mönchengladbach, Aachen, Münster, Düsseldorf und die Kreise Coesfeld und Düren teilten am Mittwoch mit, sich als Modellkommune zu bewerben oder bereits beworben zu haben. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) sieht eine niedrige Corona-Inzidenz in seiner Stadt sowie „die gute Arbeit, sowohl bei der Kontaktnachverfolgung als auch im Impfzentrum“ als Argumente auf seiner Seite.

Modellprojekte in NRW: Öffnungen trotz Corona - Entscheidung in den nächsten Tagen

In welchen Regionen in NRW ein befristetes Corona-Öffnungs-Projekt gestartet wird, soll in den nächsten Tagen mitgeteilt werden. Viele hätten sich angeboten, berichtete Armin Laschet. Die Auswahl werde alle Regionen des Landes abbilden und Kreise ebenso wie große Städte. „Lockdown ja, Lockdown nein müssen wir überwinden“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende.

„Wir brauchen Tübingen überall“, sagte Laschet. Er betonte allerdings auch, dass man das Modellprojekt aus Baden-Württemberg nicht kopieren könne. - *soester-anzeger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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