Prozess am Landgericht Hagen

Schlimmer Verdacht im MK: Ehepaar soll eigene Kinder (2/3) missbraucht und gefilmt haben

Ein Ehepaar (37/32) aus dem Märkischen Kreis muss sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs an seinen eigenen Kindern und Kinderpornografie vor dem Landgericht Hagen verantworten.

  • In Meinerzhagen im Sauerland soll ein Ehepaar seine eigenen Kinder sexuell missbraucht haben.
  • Angeklagt sind die Eltern auch wegen des Besitzes von Kinderpornografie.
  • Der Prozess in Hagen beginnt am 2. Juni.

Meinerzhagen - Ein Ehepaar aus Meinerzhagen (37 und 32 Jahre alt) soll seine eigenen Kinder missbraucht haben. In einer Pressemitteilung des Landgerichtes Hagen heißt es, dass die Angeklagten Ende 2015 beschlossen hätten, die zu diesem Zeitpunkt knapp zwei Jahre alte gemeinsame Tochter zu missbrauchen und dies zu filmen. 

Missbrauch in Meinerzhagen: Video über Messenger-Dienst verschickt

Zunächst soll der Angeklagte das Kind missbraucht haben, wobei ihn seine Frau gefilmt habe, anschließend soll sie das Kind missbraucht haben und von ihm gefilmt worden sein.“ In ähnlicher Weise soll der Angeklagte laut Gerichtsmitteilung die damals noch unter dreijährige Tochter missbraucht und sich dabei selbst gefilmt haben. 

Schließlich soll die Angeklagte sich selbst bei einem Missbrauch der noch weniger als 2 Jahre alten Tochter gefilmt haben. „Das bei dieser Gelegenheit aufgenommene Video soll sie im Jahre 2019 ihrem Mann über einen Messenger-Dienst geschickt haben.“ 

Der Angeklagte hat laut Pressemitteilung außerdem bei zwei Gelegenheiten in den Jahren 2014 und 2015 kinderpornografische Bilder digital an einen anderen Mann verschickt haben. 

Ermittlungen in Bayern führten Polizei auf die Spur

Dazu durchgeführte Ermittlungen in Bayern hätten zu Wohnungsdurchsuchungen im November 2019 und Januar 2020 geführt. Dabei seien dann die Videos gefunden worden. Zudem sollen beide Angeklagten weitere 609 kinderpornografische Bilder und sieben kinderpornografische Videos gespeichert haben. 

Auf dem Mobiltelefon des Angeklagten sollen sich außerdem 571 kinderpornografische Bilder und auf ihrem Mobiltelefon weitere 14 kinderpornografische Bilder befunden haben“, heißt es vonseiten des Landgerichts weiter. 

Missbrauch in Meinerzhagen: Freiheitsstrafe bis zu 15 Jahren möglich

Beide Angeklagte sind nicht vorbestraft. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Ihnen wird unter anderem gemeinschaftlicher schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Hierfür sieht das Gesetz in der Regel eine Freiheitsstrafe von zwei bis 15 Jahren vor.

Der Prozess beginnt am 2. Juni. Es sind drei weitere Verhandlungstage vorgesehen, am 4., 5. und 17. Juni.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Pleul

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