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Messerangriff in Bahn: Islamistischer Hintergrund? 31-Jähriger in Psychiatrie

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Mann sticht auf Zugreisende ein - mindestens drei Verletzte
Polizisten führen den mutmaßlichen Täter ab. Der Mann soll in einer Regionalbahn bei Aachen am Freitagmorgen mit einem Messer auf Reisende eingestochen und mindestens drei Menschen verletzt haben. © Ralf Roeger/dpa

Ein Mann hat in einer Regionalbahn bei Aachen (NRW) Reisende mit einem Messer angegriffen. Jetzt wurde der 31-Jährige in die Psychiatrie eingewiesen.

Update vom 14. Mai, 14.45 Uhr: Nach der Amoktat eines 31-Jährigen in einem Regionalexpress in Nordrhein-Westfalen ist der Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und des versuchten heimtückischen Mordes in drei Fällen, teilte die Staatsanwaltschaft Aachen am Samstag mit.

Als Ursache sei nach jetzigem Erkenntnisstand mit großer Wahrscheinlichkeit ein psychotisches Erleben des Beschuldigten anzunehmen. Hinweise auf einen Terrorhintergrund oder eine religiöse Radikalisierung des Verdächtigen hätten sich nicht ergeben, betonte die Staatsanwaltschaft.

Update vom 13. Mai, 19.04 Uhr: Nach der Amoktat mit sechs Verletzten in einer Regionalbahn bei Aachen zeichnet sich nach Angaben der Ermittler bislang kein islamistisches Motiv ab. „Für ein islamistisches Motiv der Tat haben wir bislang nichts Belastbares“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Aachen am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur.

Es gebe aber Anhaltspunkte, die die Schuldfähigkeit des Verdächtigen infrage stellen. Deswegen werde diese nun geprüft. Ermittelt werde wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Spätestens an diesem Samstag werde entschieden, ob gegen den Mann Haftbefehl oder etwa die Unterbringung in einer Psychiatrie beantragt wird.

Messerangriff in Bahn: Fünf Passagiere verletzt - islamischtischer Hintergrund?

Update vom 13. Mai, 15.06 Uhr: Bei der Messerattacke in einem Zug bei Aachen sind nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) insgesamt sechs Menschen verletzt worden, darunter auch der Täter. Der 31-Jährige im Irak geborene Mann habe „wahllos und willkürlich“ auf Passagiere eingestochen, Opfer und Täter hätten in keiner Beziehung zueinander gestanden, sagte Reul am Freitag. Die Opfer erlitten Schnittwunden, einer eine Stichwunde. Vier Reisende kamen in ein Krankenhaus, Lebensgefahr habe nicht bestanden.

Es handele sich um „eine grausame Tat, die in einem Akt enormen Mutes gestoppt werden konnte“, sagte Reul. Einem 60 Jahre alten Bundespolizisten, der sich zufällig im Zug befand, sei es mithilfe zweier weitere Passagiere gelungen, den Angreifer zu überwältigen. In der Bahn hätten sich etwa 270 Fahrgäste befunden.

Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte sich am Freitag zur Messerattacke einer Regionalbahn bei Aachen
Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte sich am Freitag zur Messerattacke einer Regionalbahn bei Aachen © Federico Gambarini/dpa

Der 31-Jährige war bei den Behörden bereits 2017 als sogenannter Prüffall Islamismus aufgelaufen, erklärte Reul. Der Mann habe damals in einem Flüchtlingsheim gelebt und sich stark verändert, unter anderem einen Bart wachsen lassen. Das Heim habe dann die Behörden informiert. Es gelte nun zu ermitteln, ob es wirklich ein islamistisches Motiv für die aktuelle Tat gegeben habe. Der Mann, der in NRW lebt, wurde laut Reul im Irak geboren. Die aktuelle Staatsangehörigkeit wisse man noch nicht.

Messerangriff in Regionalbahn: Drei Menschen verletzt - Mitreisende greifen ein

Update vom 13. Mai, 11.27 Uhr: Ein Mann hat in einer Regionalbahn bei Aachen am Freitagmorgen (13. Mai)mit einem Messer auf Reisende eingestochen und mindestens drei Menschen verletzt. Ein zufällig im Zug sitzender Bundespolizist, der auf dem Weg zu seiner Dienststelle war, habe den Mann überwältigt und festgenommen, teilte die Kölner Polizei mit.

Die Hintergründe der Tat und die Identität des Angreifers waren zunächst unklar. Nach ersten Ermittlungen hatte der Mann in der Euregiobahn RE4 gegen 7.40 Uhr kurz nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof Herzogenrath ein Messer gezogen und Mitreisenden Schnittwunden zugefügt. Drei Menschen würden nun in Krankenhäusern behandelt, es bestehe keine Lebensgefahr.

Die Polizei war nach eigenen Angaben mit starken Kräften am Tatort und sprach mit Zeugen. Die Bahnstrecke bei Herzogenrath blieb zunächst gesperrt.

Ein Mann hat in einer Regionalbahn bei Aachen am Freitagmorgen mit einem Messer auf Reisende eingestochen und mindestens drei Menschen verletzt
Ein Mann hat in einer Regionalbahn bei Aachen am Freitagmorgen mit einem Messer auf Reisende eingestochen und mindestens drei Menschen verletzt © Ralf Roeger/dpa

[Erstmeldung] Herzogenrath (NRW) - Mindestens drei Personen sind bei einer Messerattacke am Freitagmorgen (13. Mai) in Herzogenrath bei Aachen (NRW) verletzt worden. Ein Täter hat nach ersten Informationen unvermittelt Mitreisende in einem Zug angegriffen. Die Hintergründe sind derzeit noch unklar.

Messerangriff in Regionalbahn: Drei Menschen verletzt - Mitreisende greifen ein

Gegen 7.50 Uhr habe der Täter zum Messer gegriffen, berichten die Aachener Nachrichten, kurz zuvor habe die Regionalbahn den Herzogenrather Bahnhof verlassen. Die Opfer erlitten Schnittverletzungen.

Messerangriff in Regionalbahn: Verdächtiger festgenommen

Reisende reagierten, griffen demnach ein.  Ein zufällig im Zug sitzender Zivilbeamter, der auf dem Weg zu seiner Dienststelle war, habe den Mann später überwältigt. Der Zug wurde auf offener Strecke in der Herzogenrather Innenstadt gestoppt. Die übrigen Fahrgäste seien in Sicherheit gebracht worden. Der Verdächtige sei festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. 

Im Ruhrgebiet hat die Polizei wohl ein Blutbad an einer Schule verhindert. SEK-Beamte überwältigten einen Schüler im Schlaf. Er steht unter Terror-Verdacht.

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