Mutmaßlich islamistische Tat

Messer-Attacke in Stolberg: Möglicherweise Verbindung zu Kommunalwahl

Nordrhein-Westfalen, Stolberg: Diese Blutspuren auf einem Gehweg stammen nach einer Zeugenaussage von zwei Männern, die von einem MEK der Polizei festgenommen wurden. Dabei soll es sich um einen Mann gehandelt haben, der eine möglicherweise islamistisch motivierte Attacke gegen einen Autofahrer ausgeführt hatte. In der Stadt war in der Nacht ein Autofahrer niedergestochen und schwer verletzt worden
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Die Blutspuren auf einem Gehweg stammen nach einer Zeugenaussage von zwei den zwei Männern, die am Sonntag in Stolberg von einem MEK der Polizei festgenommen wurden. Dabei soll es sich um den Mann gehandelt haben, der eine möglicherweise islamistisch motivierte Attacke gegen einen Autofahrer ausgeführt hatte. In der Stadt war in der Nacht ein Autofahrer niedergestochen und schwer verletzt worden.

Die mutmaßlich islamistische Messer-Attacke in Stolberg steht laut den Ermittlern möglicherweise in Zusammenhang mit der Kommunalwahl in NRW.

  • In Stolberg bei Aachen ist ein Mann in seinem Auto niedergestochen worden.
  • Die Tat hat mutmaßlich einen islamistischen Hintergrund.
  • Laut den Ermittlern gibt es einen Zusammenhang mit der Kommunalwahl in NRW.

Stolberg - Ein Mann öffnet die Tür eines langsam fahrenden Autos und sticht unvermittelt auf den Fahrer ein. Mit schweren Verletzungen kommt das Opfer in eine Klinik, muss operiert werden. Der Täter soll laut Polizei am Ort des Geschehens in Stolberg „Allahu akbar“ gerufen haben. Jetzt ist klar: Es gibt einen Zusammenhang mit der Kommunal in NRW am Sonntag, 13. September - dem Tag der Tat.

Der Vater des Opfers (23) sei auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, die das Verfahren am Montag übernommen hat. Der mutmaßliche Täter habe vor oder während der Tat „Allahu akbar“ gerufen.

Ein 21-Jährige hatte in der Nacht zum Sonntag um 0.40 Uhr in Stolberg von außen die Fahrertür eines langsam fahrenden Autos geöffnet und laut Polizei unvermittelt mit einem Messer auf den Fahrer eingestochen. Das Opfer habe „schwere Verletzungen erlitten“, so die Polizei. Der 23-Jährige sei in einer Klinik operiert worden.

Messer-Attacke in Stolberg: Mutmaßlicher Täter von der Polizei geschnappt

Keine 24 Stunden später fand man den Flüchtigen. „Der Gesuchte konnte in Stolberg in einem Fahrzeug als Beifahrer durch ein mobiles Einsatzkommando festgenommen werden“, twitterte die Polizei Köln am Sonntagabend. Später teilte sie mit, dass auch der Fahrer (23) festgenommen worden sei. Beide Männer sowie ein Polizist seien bei dem Zugriff um 18.20 Uhr verletzt worden.

Laut „Bild“-Zeitung wurde der 21-Jährige bislang als sogenannter Prüffall beim Staatsschutz geführt. Unmittelbar nach der Attacke sei sein Status zum islamistischen Gefährder hochgestuft worden.

Glasscherben einer Autoscheibe liegen auf einem Gehweg. Sie stammen nach einer Zeugenaussage von dem Auto, in dem die zwei Männer von der Polizei festgenommen wurden.

Die Hintergründe der Attacke blieben am Sonntag zunächst offen. Laut Ermittlerkreisen kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer offenbar. So hatte die Polizei schnell den 21-Jährigen im Visier, dessen Fährte ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) aufnahm. Am Abend stoppte das MEK den VW Golf mit dem 21-Jährigen und dem 23-Jährigen am Steuer rund drei Kilometer vom Tatort entfernt. Die Tat sorgte wegen ihrer möglichen extremistischen Dimension wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale zur Kommunalwahl in NRW für besonderes Aufsehen.

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