Mehrere Tiere in Vreden getötet / Brandstiftung?

In einem Dorf im Münsterland brennt es mehrfach - Bevölkerung ist verunsichert

Vreden - In einer Bauernschaft in westlichen Münsterland stehen in der Nacht ein Kuhstall und ein Strohlager in Flammen. Das Beunruhigende: Es ist nur einer von mehreren Bränden allein am Wochenende. In den Wochen davor gibt es auch ungeklärte Brände.

Mehrere Brände im Vreden und Umgebung binnen kurzer Zeit beunruhigen die Bevölkerung. Zuletzt waren in der Nacht zu Montag aus ungeklärten Gründen ein Kuhstall und ein Strohlager mit rund 300 Ballen in Flammen aufgegangen. Sieben der 200 Kühe verendeten.

Die Löscharbeiten dauerten bis in den Nachmittag, wie ein Sprecher des Kreises sagte. Ein Mitarbeiter des Hofes verletzte sich leicht. Bereits in der Nacht zuvor hatte in Vreden ein Stall gebrannt. Auch in diesem Fall war die Ursache unklar. Bei dem Feuer wurden zwei Pferde getötet.

Ob ein Zusammenhang, auch zu weiteren Bränden in der Vergangenheit, bestehe und ob möglicherweise Brandstiftung die Ursache sein könnte, werde intensiv ermittelt, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Brandsachverständige seien eingeschaltet.

Auch bei einem Feuer im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Alstätter Brook bei Ahaus schließen die Ermittler eine Brandstiftung nicht aus. Am Freitag hatte es dort auf einer Fläche von 300 Quadratmetern gebrannt. Vermutlich Brandstifter seien verantwortlich für ein abgebranntes Auto mitsamt Carport in einem Wohngebiet in Vreden.

Einen größeren Scheunenbrand mit Millionenschaden und mehreren verendeten Rindern hatte es dort im Juni gegeben. Es werde derzeit in alle Richtungen ermittelt, betonte der Polizeisprecher. Nach einer Brandserie mit Millionenschaden im Jahr 2015 im westlichen Münsterland sei die Bevölkerung besonders sensibel.

"Das sitzt hier bei vielen noch tief. Auch deshalb bemühen wir uns um eine schnelle Aufklärung", sagte der Polizeisprecher. Damals war ein 32-Jähriger als Brandstifter gefasst und verurteilt worden. Er verbüßt weiterhin eine Haftstrafe. - dpa/lnw

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