Keine Personalien angegeben

Mann verweigert Maske und kassiert fünf Anzeigen - Rassismus bei Polizeikontrolle?

Fünf Anzeigen an einem Tag hagelte es gegen einen Maskenverweigerer, der mehrfach gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen hatte. Der Angeklagte wirft den Beamten Rassismus vor.

Geseke - Gleich fünf Anzeigen an nur einem Tag hat sich ein Maskenverweigerer aus Geseke eingehandelt. Der Mann war im Hauptbahnhof Paderborn am vergangenen Freitag gleich dreimal ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufgefallen, teilte die Polizei mit.

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Angeblich würde der 22-Jährige gar keinen Ausweis besitzen. Zumindest sagte er dies der Polizei, die den Mann wegen seines fehlenden Mundschutzes ermahnte. Personalien gab der Mann ebenfalls nicht an.

Stattdessen bezeichnete der Mann - der ursprünglich aus Nigeria stammt - die Polizisten als Rassisten. Er beanstandete, die Beamten würden ihn nur wegen seiner Hautfarbe kontrollieren.

Maskenverweigerer erhebt Rassismus-Vorwürfe: Mann wehrt sich gegen Mitnahme

Gegen seine Mitnahme weigerte sich der Mann vehement. Er „ließ sich fallen und wiederholte endlos den Rassismus-Vorwurf“, hieß es im Polizeibericht. Auch in der Dienststelle habe der Mann aus Geseke sich weiter geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Bei einer Polizeikontrolle am Hauptbahnhof in Paderborn wurde ein Maskenverweigerer kontrolliert und mit auf die Wache genommen. Der Mann beklagt Rassismus.

Sein Fehlverhalten hat Folgen. Neben der Einleitung von Strafverfahren wegen Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gibt es Anklagen wegen drei weiteren Ordnungswidrigkeiten, unter anderem da der Mann gegen die Corona-Verordnung verstoßen hatte.

Maskenverweigerer gibt es in NRW immer wieder. Vor wenigen Tagen hatte es die Polizei jedoch mit einem Extremfall zu tun. Der Mann hatte nicht nur das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verweigert, sondern auch noch einen Hitlergruß gezeigt und Nazi-Parolen gegrölt.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow / dpa

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