Anti-Coronavirus-Maßnahmen

Maskenpflicht in NRW: Mundschutz bleibt bestehen

Die Maskenpflicht in NRW bestimmt einen großen Teil des öffentlichen Lebens. Nun ist die Mundschutz-Pflicht in Geschäften zur Debatte gestellt worden. Der Überblick.

  • Zur Eindämmung des Coronavirus gilt in NRW sowie bundesweit eine Maskenpflicht.
  • Die Pflicht zum Mund-Nasenschutz gilt vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.
  • Die Maskenpflicht steht aktuell in der Debatte. Bund und Länder haben sich aber auf einen Kurs geeinigt (Update, 6. Juli, 18.46 Uhr).

Update, 17. Juli, 12.40 Uhr: Mallorca hat die Maskenpflicht ausgerufen. Der Ballermann ist leer - Touristen aus NRW berichten von der Lage vor Ort.  

Update, 15. Juli, 21.41 Uhr: Angetrunkene Männer und Frauen ohne Maske haben auf dem Ballermann auf Mallorca für Ärger gesorgt. Spanien hat zum Teil eine vollständige Maskenpflicht ausgerufen. Viele Urlauber sind angesichts der verschärften Regelungen verunsichert: Kann der Urlaub auf Mallorca deshalb jetzt storniert werden?

Die Maske selbst will Lidl mit einer Designer-Kooperation attraktiver machen.

Update, 10. Juli, 20.04 Uhr: Das europäische Schnellwarnsystem RAPEX hat in den vergangenen Tagen mehrere Rückrufe von Atemschutzmasken veröffentlicht. Die Behörden rufen die Käufer auf, die Masken nicht als Schutz gegen das Coronavirus zu nutzen. Zum Teil ist die Rede von schwerwiegenden Risiken.

Update, 6. Juli, 18.46 Uhr: Es bleibt vorerst bei der Maskenpflicht im Einzelhandel: Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern sind sich einig, dass die verbindliche Mund- und Nasenbedeckung in Geschäften beibehalten werden soll, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag nach einer Telefonschalte aus Kreisen der Ressortchefs erfuhr. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) plädierten für die Beibehaltung der Maskenpflicht. Die Maskenpflicht ist nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der Strategie gegen eine erhöhte Ausbreitung des Coronavirus. Darüber hinaus gelten in den Bundesländern zum Teil unterschiedliche Regelungen.

Zuvor war in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen ein Verzicht auf die Maskenpflicht im Einzelhandel angeregt worden. Überall dort, wo im öffentlichen Leben der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, seien Masken weiterhin ein "unverzichtbares Mittel", ließ allerdings Merkel am Montag über ihren Sprecher Steffen Seibert mitteilen. Dies sei auch die "klare Haltung" der gesamten Bundesregierung.

Maskenpflicht in NRW: "Umso wichtiger" mit Blick auf die Reisezeit

"Ob im Bus, in der U-Bahn oder im Einzelhandel - soll es bei der Pflicht bleiben, Masken zu tragen", sagte Seibert. Dies sei "umso wichtiger", als derzeit viele Menschen in den Urlaub fahren und damit möglicherweise das Virus verbreiten. "Auch Regionen, die womöglich sehr geringe Fallzahlen hatten, bekommen nun Zulauf aus anderen Teilen des Landes."

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak rief die Bürger weiter zum Gebrauch von Masken auf. "Maskentragen ist sexy", sagte er nach der Präsidiumssitzung. "Corona macht keine Ferien."

Maskenpflicht in NRW: Aufhebung wäre "Falsches Signal"

Update, 6. Juli, 17.06 Uhr: Mitten in der Mundschutz-Debatte gibt es Neuigkeiten aus dem Kreis Gütersloh: Das NRW-Oberverwaltungsgericht hat die Beschränkungen für das öffentliche Leben in dem Kreis vorläufig außer Vollzug gesetzt

Update, 6. Juli, 12.09 Uhr: Die CDU-Führung hat sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht gestellt. Ein solcher Schritt wäre "das falsche Signal", weil die Maskenpflicht als Vorsichtsmaßnahme im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter "notwendig und wichtig" sei, sagte Kramp-Karrenbauer heute nach Teilnehmerangaben in der Sitzung des CDU-Präsidiums. Bereits jetzt sei zu beobachten, dass immer mehr Menschen ohne Maske unterwegs seien.

Maskenpflicht in NRW: Debatte nimmt Fahrt auf

Update, 6. Juli, 11.30 Uhr: Die Debatte um eine Abschaffung der Maskenpflicht nimmt auf Bundesebene weiter Fahrt auf. Die FDP hat die Bundesregierung aufgefordert, eine Aufhebung der Maskenpflicht für den Einzelhandel einzuleiten. Die Regierung müsse "gemeinsam mit dem Einzelhandel einheitliche Kriterien für ein regional differenziertes Ausstiegsszenario aus der Maskenpflicht erarbeiten", erklärte FDP-Vizefraktionschef Michael Theurer am Montag in Berlin.

"Die Maskenpflicht kann nicht von heute auf morgen wegfallen, sie kann aber auch nicht unendlich und ohne regionale Differenzierung aufrecht erhalten werden." 

Update, 6. Juli, 10.20 Uhr: SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sagte am Sonntagabend in einem Interview mit der Bild-Zeitung, dass das Tragen einer Maske in Geschäften eine "zumutbare Zumutung" sei. Walter-Borjans wies noch einmal auf das Risiko einer zweiten Corona-Welle hin: "Wir sollten hier Vorsicht walten lassen."

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich deutlich gegen eine Lockerung oder Abschaffung der Maskenpflicht ausgesprochen. Eine Ende der Maskenpflicht wäre ein Fehler und ein falsches Signal an die Menschen, wenn man sich etwa anschaue, wie in England "die Pubs gestürmt" wurden.

Maskenpflicht in NRW: Spahn mahnt zur Vorsicht

Update, 6. Juli, 10.15 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mahnte dringend zur Vorsicht. Im Deutschlandfunk wies Spahn am Montagmorgen darauf hin, dass Deutschland die Erfolge im Kampf gegen die Pandemie "unter großen Kosten erreicht" habe. "Das ist Grund genug, das zu sichern und nicht zu sorglos zu sein".

Update, 6. Juli, 10.06 Uhr: Blick in die Nachbarschaft: Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat für die Zeit nach den Sommerferien eine Debatte über die teilweise Abschaffung der Maskenpflicht angeregt. "Ich glaube, wir werden weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV benötigen", sagte der Politiker am Montag im ARD-"Morgenmagazin". 

Anders als im öffentlichen Nahverkehr könnten aber etwa im Einzelhandel Mindestabstände gewahrt werden. Daher wolle er Ende August, nach Ablauf der Sommerferien, erörtern, "ob wir aus einer Maskenpflicht am Ende eine Empfehlung machen". 

Wenn das Infektionsgeschehen weiter so sinke wie derzeit, müsse darüber nachgedacht werden, "ob staatliche Vorgaben durch eine Freiwilligkeit und durch Verantwortung eines jeden von uns dann auch ersetzt werden können", sagte Althusmann. Der Einzelhandel in Niedersachsen leide massiv, betonte er. 

Maskenpflicht in NRW: Abschaffung des Mundschutzes in Geschäften?

Update, 5. Juli, 16.29 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat zurückhaltend auf den Vorstoß aus Mecklenburg-Vorpommern zur Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel reagiert. Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium sagte der dpa am Sonntag, trotz der insgesamt positiven Entwicklung der Infektionszahlen sei die Gefahr der Pandemie noch lange nicht gebannt. "Solange wir ohne wirksamen Impfstoff und Medikamente mit dieser neuen, ungewohnten Situation leben, werden die Menschen weiterhin mit Regeln und Veränderungen umgehen müssen. Dazu werden noch für einige Zeit unter anderem Kontaktbeschränkungen, Abstandsregeln und die Mund-Nasen-Bedeckung gehören", betonte sie. 

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte der Welt am Sonntag gesagt: "Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten." Er gehe davon aus, dass das Landeskabinett das Ende der Maskenpflicht in Geschäften am 4. August beschließen werde, also nach dem Ende der Sommerferien im Nordosten. Glawe kündigte auch Gespräche mit Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. "Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen. Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel", sagte er. Sachsen prüft ebenfalls eine Abschaffung.

Maskenpflicht in NRW: In der Tönnies-Kantine ohne Mundschutz - Video hat gerichtliches Nachspiel

Update, 2. Juli, 14.09 Uhr: Das brisante Handy-Video aus der Tönnies-Kantine in Rheda-Wiedenbrück hat ein gerichtliches Nachspiel. Das Video, das in sozialen Netzwerken hohe Wellen schlug, zeigt hunderte Tönnies-Mitarbeiter auf engstem Raum ohne Corona-Maskenschutz.

Update, 2. Juli, 7.42 Uhr: Nach der neuen Coronaschutzverordnung des Landes NRW gilt die Maskenpflicht auch in bestimmten Fahrgeschäften in vorübergehenden Freizeitparks. Letztere werden wegen Corona vermeht als Kirmes-Ersatz aufgebaut - es gibt sie unter anderem schon in Dortmund und Düsseldorf.

Maskenpflicht in NRW: Regelung wird verlängert

Update, 29. Juni, 16.17 Uhr: Die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW werden um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Das teilte die NRW-Landesregierung am Montag mit. Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche. Zudem dürfen sich im öffentlichen Raum nur zehn Menschen treffen, wenn das Abstandsgebot nicht eingehalten wird.

Update, 23. Juni, 21.49 Uhr: Die Stadt Münster hat nach dem Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf aufgrund des Corona-Massenausbruchs beim Schlacht-Konzern Tönnies mit verschärften Regeln zur Maskenpflicht reagiert. Wer aus dem Großraum Gütersloh und Warendorf kommend Münster besucht, ist ab Mittwoch (24. Juni) im öffentlichen Raum und am Arbeitsplatz im gesamten Stadtgebiet zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtet.

Update, 11. Juni, 13.59 Uhr: Ab dem heutigen Montag gelten eine Reihe neuer Lockerungen in NRW. Weiterhin muss aber in Bus und Bahn sowie beim Einkaufen ein Mundschutz getragen werden. Wir fassen alle Regeln und Verbote rund um das Coronavirus hier zusammen. 

Maskenpflicht in NRW: Virologe Streeck sieht Mundschutzpflicht kritisch

Update, 11. Juni, 19.20 Uhr: Das Land NRW hat seine neue Coronaschutzverordnung vorgelegt. Ab Montag gelten im Land weitere Lockerungen. Die Maskenpflicht im Nahverkehr, Handel und in weiteren Situationen bleibt bestehen. 

Update, 10. Juni 14 Uhr: Hendrik Streeck, Bonner Virologe und Leiter der so genannten "Heinsberg-Studie", sieht den Einsatz so genannter Alltagsmasken kritisch "Die Leute knüllen die Masken in die Hosentasche, fassen sie ständig an und schnallen sie sich zwei Wochen lang immer wieder vor den Mund, wahrscheinlich ungewaschen", sagte Streeck der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). Das sei ein wunderbarer Nährboden für Bakterien und Pilze

Update, 9. Juni, 10.20 Uhr: Drei Millionen Masken hat das Land in NRW an die Kitas zum Schutz vor dem Coronavirus verteilt. Allerdings ist gut gemeint, nicht immer gut gemacht, denn die Sache hatte einen Haken: Die Kitas sollten die Masken erst noch selbst basteln. Zu einer Kita in Soest wurden sie sogar in einem Müllsack angeliefert. Nach dem Zorn vieler Kita-Leiterinnen hat die SPD nun einen Brief an den Landtag verfasst.

Maskenpflicht in NRW: Masken im Müllsack - "Wir finden das schon dreist"

Update, 8. Juni, 10.53 Uhr: Ein Paket aus dem NRW-Familienministerium mit Corona-Masken löst in Kitas Empörung aus. "Ich bin entsetzt. Für uns im Kindergarten ist das mehr als ein schlechter Scherz. Wir finden das schon dreist. Eine echte Ohrfeige“, sagt eine Erzieherin aus Soest. Der gelieferte Mundschutz ist eher ein Bastelangebot, doch die Kita-Mitarbeiterin ärgert sich noch über mehr.

Update, 3. Juni, 11.38 Uhr: Mit den Lockerungen der Maßnahmen gegen das Coronavirus fahren wieder mehr Menschen in NRW mit Bus und Bahn. Deswegen verstärken die Betreiber ihre Hygienemaßnahmen. Eine Einhaltung der Abstandsregeln in den Spitzenzeiten sei da kaum mehr möglich. Daher solle geprüft werden, ob größere Fahrzeuge eingesetzt werden können. Zudem fordert der Verband eine regelmäßige Reinigung der Fahrzeuge. Trotzdem haben viele Fahrgäste weiterhin "ein mulmiges Gefühl", wie der Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn NRW mitteilte.

Maskenpflicht in NRW: Mit Mundschutz ins Kino

Update, 25. Mai, 9.33 Uhr: Mit Mundschutz ins Kino? Am Samstag dürfen die Kinos in NRW wieder öffnen, auch in Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist es bald wieder soweit. Wie genau die Masken-Regeln aber aussehen sollen, ist noch nicht klar geregelt. 

Cinemaxx-Geschäftsführer Frank Thomsen erklärte der dpa, dass beim Verlassen des Platzes im Kino meist der Mund-Nasen-Schutz wieder aufzusetzen ist, während des Filmguckens selbst jedoch nicht. 

Ob das überall so sein wird - diese Entscheidung steht noch aus. Zumindest für das Cinemaxx kann Thomsen bestätigen, dass es die Maskenpflicht lediglich beim Hinein- und Hinausgehen in die Kinosäle sowie bei Toilettenbesuchen während der Vorstellungen gilt. "Sobald im Saal der zugewiesene Sitzplatz eingenommen wurde, darf die Maske abgenommen werden", sagte er der dpa.

Maskenpflicht in NRW: Minister geht von weiterem Jahr mit Mundschutz aus

Update 22. Mai, 11.28 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ist zuversichtlich, was die Entwicklung der Corona-Zahlen angeht. Eine zweite Welle könne man jedoch nicht ausschließen, "aber wir bereiten uns so gut wie möglich vor." So werde NRW etwa ein Lager für Schutzbekleidung und Masken anlegen.

Bestimmte Einschränkungen würden aber noch lange bleiben, sagte Laumann weiter. So werde die Schutzmaske "Bestandteil des öffentlichen Lebens" bleiben, bis es einen Impfstoff gebe. Und das werde mindestens noch ein Jahr dauern.

Maskenpflicht in NRW: So teuer sind Verstöße

Update, 10. Mai, 9.25 Uhr: Die in NRW geltende Maskenpflicht hat bislang zu keiner großen Bußgeld-Welle für uneinsichtige Bürger geführt. Im Gegenteil: Viele Städte erheben gar keine Strafe, weil es bisher in der Corona-Krise noch nicht nötig erschien. In Düsseldorf (Stand: Donnerstag) etwa wurden noch keine Bußgelder verhängt.

"Die Leute sind bislang, was die Mund-Nasen-Bedeckung angeht, sehr ein- und umsichtig", erklärte ein Sprecher. Ähnliches stellte Essen fest. Die Stadt erhebe kein Bußgeld. "Es gibt auch eine hohe soziale Kontrolle", sagte eine Sprecherin. Münster erhebt ebenfalls kein Bußgeld, sondern ahndet hartnäckige Verstöße mit einem Platzverweis. Wuppertal teilte mit: "Die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, wurde hier so gut beachtet, dass es nicht nötig war, Sanktionen zu erwägen oder zu verhängen."

In Dortmund immerhin steht eine Zahl im Raum: 100 Euro Bußgeld für Volljährige bei Erstverstößen, 80 Euro bei Jugendlichen. Zahlen darüber, ob schon mal gezahlt werden musste, liegen aber nach Angaben der Stadt noch nicht vor (Donnerstag). In Siegen drohen sogar 200 Euro - bis Freitag gab es aber noch keine Verfahren. 

In Köln wurden dagegen bis Donnerstag drei Verstöße durch den Ordnungsdienst entsprechend protokolliert. Angedroht sind hier 100 Euro. "Nach Eingang der Ermittlungsberichte bei der Bußgeldstelle wird von dort geprüft, ob die jeweiligen Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sind und ein entsprechendes Bußgeldverfahren eingeleitet werden kann", teilte die Stadt mit.

Die Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und beim Einkaufen gilt in NRW seit dem 27. April. Damit soll die Ausbreitung der Pandemie gebremst werden. Die NRW-Regierung überließ die Höhe der Strafe den Kommunen. Das Bußgeld sollte auch nicht sofort angeordnet werden, sondern erst, wenn sich Betroffene nach einem Hinweis weigern, Masken aufzusetzen.

Maskenpflicht in NRW: Sicherheitsabstand einhalten

Update vom 6. Mai, 20.27 Uhr: Nach wochenlangen Corona-Einschränkungen hat NRW weitere Lockerungen anhand eines Stufen-Plans beschlossen. Die Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet kündigte Lockerungen für Schulen, Sport, Gastronomie, Theater und viele andere Bereiche an. Es gelten aber strenge Auflagen. Voraussetzung für die Öffnungen sind fast immer die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern und Hygiene-Regeln wie Maskenpflicht.

Update, 14.39 Uhr: Wie schon in Bussen und Bahnen gilt nun auch im Einzelhandel bundesweit eine Maskenpflicht. Berlin führt sie als letztes Bundesland ein, wie der Senat am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur  beschloss.

Update 28. April, 9.56 Uhr: Die Maskenpflicht in NRW gilt seit Montag. Aber Vorsicht: Nicht überall ist das Tragen einer Maske erlaubt, etwa beim Autofahren.

In § 23 Abs. 4 Satz 1 der Straßenverkehrsordnung heißt es:

"(4) Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist. Dies gilt nicht in Fällen des § 21a Absatz 2 Satz 1. (Der letzte Satz betrifft die Helmpflicht)."

Das heißt: Beim Autofahren ist darauf zu achten, dass das Gesicht von der Maske nicht in er Art verdeckt sein darf, dass es seine Erkennbarkeit verhindert. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro.

Dass NRW-Innenministerium teilte zuletzt mit, dass Polizisten je nach Einzelfall entscheiden, ob das Tragen einer Atemschutzmaske am Steuer medizinisch gerechtfertigt sei oder nicht. 

Maskenpflicht in NRW: In Schulen entscheidet die Schulleitung

Update, 27. April, 7.45 Uhr: In Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen gilt wegen der Coronavirus-Pandemie ab heute in Nordrhein-Westfalen Maskenpflicht. Erwachsene und Kinder ab sechs Jahren müssen Mund und Nase bedecken - wer keine professionelle Maske hat, kann anfangs auch noch ein Tuch oder einen Schal nutzen. Damit will die Landesregierung die Ausbreitung des Coronavirus bremsen. Die Ordnungsämter wollen die Maskenpflicht überprüfen. Das Tragen einer Maske entbindet allerdings nicht von der Regel, in der Öffentlichkeit mindestens 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen außerhalb der Familie zu halten. Kann man aus bestimmten Gründen den Mindestabstand nicht einhalten, gilt die Schutzmaskenpflicht.

Ob Schüler in Schulkorridoren und Klassenzimmern eine Maske tragen müssen, entscheidet die jeweilige Schulleitung. Das Land hat auch bewusst keine Bußgelder festgelegt, die bei Verstößen fällig werden. Die NRW-Regierung überlässt die Höhe der Strafe den Ordnungsämtern der Kommunen. Das Bußgeld soll auch nicht sofort angeordnet werden, sondern erst, wenn sich Betroffene nach einem entsprechenden Hinweis weigern, Masken aufzusetzen.

Maskenpflicht in NRW: Fußball-Bundesliga mit Mundschutz?

Update, 26. April, 20 Uhr: Morgen tritt die Maskenpflicht in NRW inkraft. Doch wie legt man einen Mundschutz eigentlich richtig an? Ein Chefarzt klärt auf.

Update, 13.51 Uhr: Wenn es in der Bundesliga weiter geht, dann mit Maskenpflicht für Spieler und Schiedsrichter? Es wäre vorbildlich, aber nicht umsetzbar, wie es in unserem Kommentar zu dem Thema heißt.

Maskenpflicht in NRW: Wo können Kunden den Mundschutz kaufen?

Update, 13.36 Uhr: Bein Einkaufen im Supermarkt gilt ab Montag eine allgemeine Maskenpflicht. Aber können Kunden ihren Mundschutz künftig auch bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Co. kaufen? Hier gibt es die Antwort.

Update, 13.23 Uhr: Das Aufstellungsverfahren für Parteien und Wählergruppen zur Kommunalwahl ist aus Sicht der Landesregierung trotz Coronavirus-Pandemie in Nordrhein-Westfalen nicht beeinträchtigt. Die Versammlungen seien weiterhin zulässig, erklärte Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) im Düsseldorfer Landtag.

In NRW sollen nach bisherigen Planungen am 13. September neue kommunale Spitzen und Räte gewählt werden. Das Aufstellungsverfahren sei nie untersagt gewesen, sagte die Ministerin. Die kommunal Verantwortlichen hätten aber geeignete Hygienevorkehrungen zum Schutz vor Corona-Infektionen zu gewährleisten. Dazu gehöre ein Mindestabstand von 1,5 Metern, eine entsprechende Steuerung des Zutritts zu den Wahllokalen und die Vermeidung von Warteschlangen.

Maskenpflicht in NRW gilt ab Montag, 27. April

Update 12.49 Uhr: Die Landesregierung hat eine neue Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus erlassen. Sie tritt am Montag in Kraft und bezieht sich auch auf die Maskenpflicht in NRW. Die Details:

"Beschäftigte und Kunden sind zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (…) verpflichtet …

  • in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften (…), auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb von gastronomischen Einrichtungen (…) sowie auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, "Shopping Malls", "Factory Outlets" und vergleichbaren Einrichtungen (…);
  • in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 m zum Kunden erbracht werden (...) außer beim Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr;
  • in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens;
  • bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen.Dies gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Verpflichtung nach Satz 1 kann für Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden."

Update, 12.41 Uhr: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat in einer Pressekonferenz Details zur Maskenpflicht in NRW gegeben, die ab Montag in Kraft tritt.

Für Verkäufer gelte keine generelle Maskenpflicht. Es müsse aber mindestens eine Schutzscheibe im Verkaufsbereich vorhanden sein. Diese reiche als Alternative zur Maske. 

Maskenpflicht in NRW: Familienminister lehnt Maskenpflicht für Kita-Kinder ab

Update 24. April, 10.59 Uhr: Alle Bundesländer setzen zur Eindämmung des Coronavirus auf eine Maskenpflicht in Teilen des öffentlichen Lebens. In einigen Schulen soll diese Pflicht auch in Schulen gelten.

In NRW gilt in Schulen grundsätzlich keine Maskenpflicht, allerdings ist das Tragen in Bussen ab Montag verpflichtend.

Update, 19.31 Uhr: Einen Mundschutz selber nähen statt zu kaufen? Mit diesem Schnittmuster und unserer Anleitung kein Problem. Ab Montag gilt in NRW einen Maskenpflicht. So helfen Sie sich.

Update 15.08 Uhr: Im Netz ist eine Diskussion darüber entfacht, dass Masken für Kinder gefährlich seien. "Darüber kann ich nur den Kopf schütteln", sagt Kinder- und Jugendarzt Michael Achenbach und klärt in dieser Frage auf.

Update 11.51 Uhr: Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) lehnt eine Maskenpflicht für Kinder in Kindertageseinrichtungen ab. Das Corona-Infektionsrisiko drohe beim Tragen von Masken bei den Kleinsten sogar erhöht zu werden, sagte Stamp im Familienausschuss de Landtags.

Denn Kinder tauschten die Masken auch gern einmal untereinander aus. Ob die Betreuer und anderes Personal in den Kitas eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen sollten, liege in der Verantwortung der Träger, sagte Stamp.

Es stehe aber außer Frage, dass das in der Corona-Krise auferlegte Distanzgebot in der Kindertagesbetreuung nicht eingehalten werden könne. Daher müssten vor allem Hygienemaßnahmen konsequent eingehalten werden. Stamp erwarte, dass das Tragen einer Maske ab einem Alter von acht bis neun Jahren Pflicht werden könnte, so Stamp.

Maskenpflicht in NRW: Gilt sie auch für Verkäufer in Eisdielen oder Imbissen?

Update 23. April, 11.13 Uhr: Wenn die Bürger in NRW ab Montag einkaufen gehen oder in Bus und Bahn unterwegs sind, müssen sie einen Mund- und Nasenschutz tragen. Gilt der Mundschutz auch für Verkäufer im Einzelhandel, in Imbissen oder Eisdielen?

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilte auf WA-Anfrage mit, dass genaue Einzelheiten zur Maskenpflicht derzeit noch ausgearbeitet werden. Eine konkrete Antwort auf diese Frage steht demnach noch aus.

Update 23. April, 11.03 Uhr: Die Maskenpflicht in NRW gilt ab Montag. Was gilt es bei den Alltagsmasken zu beachten? Hier finden Sie fünf nützliche Tipps. Außerdem haben wir hier eine Anleitung mit Schnittmuster zum selber nähen zum Download.

Update 15.15 Uhr: Eine Maskenpflicht für Mitarbeiter oder Besucher von Gerichten in NRW zur Corona-Eindämmung ist bisher nicht vorgesehen. Das sagte ein Sprecher des Justizministeriums im Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags.

Man setzte im Justizbereich auf andere Schutzmaßnahmen wie etwa ausreichende Abstandswahrung. Justizminister Peter Biesenbach (CDU) schloss eine künftige Maskenpflicht aber nicht aus. Man werde in dieser insgesamt dynamischen Entwicklung in der Corona-Krise auch "dynamisch mitmachen" und in der Justiz nichts auslassen, was ein sinnvoller Schutz sein könne.

Maskenpflicht in NRW: SPD kritisiert Ministerpräsident Laschet

Update 14.25 Uhr: Nun soll es in Deutschland bundesweit eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus geben. Als letztes Bundesland kündigte auch Bremen eine Plicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an: Sie solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Nahverkehr und das Einkaufen gelten.

Update 13.31 Uhr: Die SPD-Opposition im Landtag hat die NRW-weite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus als halbherzig und unzureichend kritisiert. Die Maskenpflicht sei vernünftig und müsse auch für öffentliche Gebäude wie Schulen, Rathäuser und Gerichte gelten, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch.

Es sei "völlig unverantwortlich", wenn Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) eine Maskenpflicht für die Schulen weiter ablehne. Dies führe zu der absurden Situation, dass die Schüler im Schulbus Masken aufziehen müssten und danach wegpacken könnten.

Kutschaty griff Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wegen dessen Vorstößen zu weiteren Lockerungen der Seuchenschutzmaßnahmen scharf an. "Das ist faktenfreies Regieren", sagte er. Zunächst müssten die Auswirkungen der bereits beschlossenen Lockerungen abgewartet werden.

Laschet komme es offenbar nur darauf an, sich von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) abzusetzen. "Er ist kein verantwortungsvoller Teamspieler mehr", sagte Kutschaty. "Ich mache mir Sorgen um den Ruf des Landes NRW. Laschet löst gerade den Berliner Flughafen als Satire-Objekt ab."Kutschaty kritisierte auch, dass nun in der S-Bahn Masken getragen werden müssten, im IC aber nicht. "Es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept", sagte er.

Maskenpflicht in NRW: Was für das Tragen der Masken entscheidend ist

Update 13.18 Uhr: NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) geht davon aus, dass für die Umsetzung der Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen genügend Mund-Nase-Bedeckungen verfügbar sind. Es gehe um sogenannte Alltags- oder Communitymasken, sagte Scharrenbach. Viele Bürger hätten sich solche Masken in den vergangenen Tagen bereits beschafft oder selbst geschneidert.

NRW führt wie die meisten anderen Länder eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Entscheidend für das Tragen der Maske sei der Mindestabstand von 1,5 Metern, sagte Scharrenbach. Werde dieser unterschritten, dann müsse eine Bedeckung getragen werden.

Über Sanktionen bei Nichtbeachtung der Maskenpflicht stimme sich NRW mit anderen Ländern noch ab, sagte Scharrenbach. Bis Ende der Woche sollten die Regularien auf den Weg gebracht werden. Schon ab Donnerstag werde aber in Bussen zusätzliches Personal eingesetzt, um zu prüfen, wie Schüler sich an Corona-Schutzmaßnahmen wie den Mindestabstand hielten.

Update 13.08 Uhr: Die Polizisten in Nordrhein-Westfalen werden in bestimmten Situationen künftig Atemschutzmasken gegen das Coronavirus tragen. Dabei gehe es um Einsätze, in denen der Mindestabstand nicht gewährleistet werden könne, teilte die Polizei am Mittwoch auf ihrer Webseite mit. Eine Maskenpflicht gebe es für die Beamten aber nicht, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums.

Mit den Masken der Schutznorm FFP1 soll das Ansteckungsrisiko verringert werden. In Krankenhäusern oder Pflegeheimen sei eine Atemschutzmaske mindestens im höheren Standard FFP2 zu tragen, hieß es auf der Webseite.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hatte die Schutzausrüstung vor gut einem Monat als "völlig unzureichend" kritisiert. "Inzwischen ist die Schutzausrüstung gut. Wir sind im grünen Bereich", sagte GdP-Landesvize Michael Maatz. Das gelte nicht nur für die Masken, sondern auch Handschuhe, Desinfektionsmittel und Schutzanzüge.

Maskenpflicht in NRW beschlossen: Wann und wo sie gilt

Update 12.55 Uhr: NRW führt die landesweite Maskenpflicht ein. Erlaubt sind neben OP-Masken auch selbstgenähte Stoffmasken oder über das Gesicht gezogene Schals und Tücher als Schutzbarriere. Indem Mund und Nase mit Stoff bedeckt werden, soll die Gefahr minimiert werden, Mitmenschen mit dem Coronavirus anzustecken.

Update, 12.03 Uhr: Da ist die Entscheidung, die nach zunehmendem Druck mehr oder weniger erwartet worden war: Auch NRW führt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus ein. Ab Montag an sei das Tragen einer Maske beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen verpflichtend, teilte die Landesregierung soeben mit.

Update, 11.43 Uhr: Mit der Ankündigung von kommunalen Maskenpflicht-Vorschriften erhöhen immer mehr Städte den Druck auf die Landesregierung. So kündigte Leverkusen an, dass die Bürger überall dort in der Öffentlichkeit eine Maske tragen müssen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden könne, etwa im Einzelhandel oder im Nahverkehr. 

In NRW sind die Oberbürgermeister im Gespräch mit dem Land, um eine einheitliche "Maskenpflicht" zu erreichen", hieß es in der Mitteilung der Stadt. Die Bürgermeister der Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid hatten der Landesregierung ein Ultimatum gesetzt: Sollte bis zum heutigen Mittwoch keine einheitliche Lösung vorliegen, wollen die Städte im Bergischen Land eigene Wege gehen. 

Im Gespräch sei dort bereits eine Maskenpflicht ab Donnerstag, sagte eine Sprecherin. Es bestehe die Sorge, dass es zum Schulstart insbesondere in den Bussen und Bahnen wieder voller werde. 

Auch im Ruhrgebiet hatten sich einige Oberbürgermeister ähnlich geäußert. Münster und Dorsten hatten bereits eigene, aber unterschiedliche Regelungen verhängt. 

In der Großstadt Münster gilt die Pflicht von Bedecken von Mund und Nase beim Einkauf und in Bussen und in öffentlich zugänglichen Bereichen der Verwaltung ab Montag. In Dorsten gilt die Pflicht vor allem in städtischen Verwaltungsgebäuden.

Maskenpflicht in NRW: SPD stellt klare Forderungen auf

Update, 16.07 Uhr: Thomas Kutschaty hat eine NRW-weit einheitliche Regelung zum Maskenschutz in der Corona-Krise gefordert. "Denkbar sind beispielsweise Verpflichtungen im ÖPNV, bei Behördengängen oder in Geschäften", teilte der SPD-Politiker mit. Auch mehrere Bürgermeister dringen auf eine landesweite Regelung und kündigten an, andernfalls mit einer kommunalen Verfügung, sogenannte Alltagsmasken für bestimmte Bereiche der Stadt verpflichtend einzuführen.

Das Tragen von Mund- und Nasenschutz besonders in Bus und Bahn und beim Besuch von Geschäften diene dem Schutz vor Corona-Ansteckung besonders gefährdeter Menschen, betonte etwa Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Weil jedoch nur wenige Menschen der Empfehlung folgten, plane Duisburg eine Allgemeinverfügung zum Tragen eines geeigneten Mund- und Nasenschutzes - sofern nicht bald eine einheitliche Regelung der Landesregierung erfolge. Auch Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hatte eine NRW-weite Regelung gefordert (Eintrag 12.49 Uhr).

Maskenpflicht in NRW: Münster startet, weitere Städte wollen folgen

Am Montag hatte bereits Münster als erste NRW-Großstadt eine Maskenpflicht für Geschäfte und Busse sowie Bereiche der öffentlichen Verwaltung ab kommenden Montag (27. April) beschlossen.

Vor einem Flickenteppich verschiedener Regelungen warnte SPD-Fraktionschef Kutschaty. "Auch wenn das Tragen von Schutzmasken keine 100-prozentige Sicherheit bietet, ist es dennoch ein wichtiger Baustein zur Eindämmung der Pandemie", so Kutschaty. Dabei hält er sogenannte Alltagsmasken, die Mund und Nase bedecken, statt zertifizierter OP-Masken für ausreichend.

Auch die Grünen sprachen sich für eine "gezielte Maskenpflicht" zur Verminderung der Ansteckungsgefahr aus. 

Maskenpflicht in NRW: Bußgelder wie in Mecklenburg-Vorpommern?

Update, 15.18 Uhr: Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ab kommenden Montag im Nahverkehr und in Taxis in Mecklenburg-Vorpommern sollen Passagiere von der Mitfahrt ausgeschlossen werden. Auch ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro sei möglich, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in der Landeshauptstadt Schwerin.

Fahrer von Schulbussen sollen mit einem Vorrat an Masken ausgestattet werden, um Schülern ohne entsprechenden Schutz ein Exemplar verkaufen zu können. "Wir wollen keinen Schüler am Schulbus stehen lassen", sagte Schwesig.

Update, 13.09 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus setzen immer mehr Bundesländer auf eine Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr - NRW geht (noch) nicht dazu. Mehrere Landesregierungen wollen dies an diesem Dienstag besiegeln oder darüber beraten.

Eine bundesweit einheitliche Linie gibt es bislang nicht: Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten sich vergangene Woche nur darauf verständigt, das Tragen von "Alltagsmasken" in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel "dringend zu empfehlen". Die Grünen fordern nun "eine klare, gemeinsame Linie" von Bund und Ländern, wie Parteichefin Annalena Baerbock sagte.

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@maskeaufjetzt Außer zuhause bleiben und Hände waschen gibt es eine Sache, die wir jetzt alle machen können, um das Virus zu bremsen. Und das ist: Maske auf! Die professionellen medizinischen Masken sind momentan knapp und wir wollen sie dem medizinischen Personal auf keinen Fall wegnehmen! Aber du kannst dir eine wirkungsvolle Maske zu Hause selber basteln. Aus alten T-Shirts, Küchenhandtüchern, Küchenpapier oder sogar Staubsaugerbeuteln. Echt, kein Witz! Das schützt laut Studien fast genau so gut wie die medizinischen Masken. Aber nicht in erster Linie dich. Sondern die anderen vor dir. Denn bei Corona können wir alle ansteckend sein, ohne es zu merken. Besonders junge Leute. Und deshalb sollten wir alle eine Maske tragen. Um die Ansteckungen zu verringern. Also: So leicht war es noch nie, das Richtige zu tun. Einfach basteln, aufziehen, wann immer du in Kontakt zu anderen kommst. Und Vorbild sein in dieser Krise. Alle Infos findest du auf maskeauf.de. Und wenn deine Maske besser aussieht als unsere, dann poste ein Foto mit dem Hashtag #maskeauf. Vielen Dank!

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Maskenpflicht in vielen Bundesländern - Wann in NRW?

Die Sachsen waren die ersten, dort gilt schon seit Montag eine Maskenpflicht für Geschäfte und den Nahverkehr. Thüringen will ab Freitag nachziehen, Bayern kommende Woche. In Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind Masken ab kommendem Montag Pflicht, aber nur im Nahverkehr. In Hessen solle die Tragepflicht für Geschäfte und den öffentlichen Nahverkehr gelten. In Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt deutet sich ebenfalls eine Maskenpflicht für Einzelhandel und ÖPNV an.

Letztlich geht es beim Thema Maskenpflicht auch um die Frage, wie trotz der ersten Lockerungen ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen verhindert werden kann. Der Berliner Virologe Christian Drosten warnte: Wenn die sogenannte Reproduktionszahl nach Lockerung der Maßnahmen wieder über 1 kommen sollte - also ein Infizierter wieder mehr als einen anderen Menschen ansteckt -, könne die Epidemietätigkeit in nicht erwarteter Wucht wieder losgehen.

Eine Atemschutzmaske vom Typ FFP3.

Schon Ende vergangener Woche hatte er angesichts von Erkenntnissen aus der Spanischen Grippe vor der Gefahr einer zweiten Welle gewarnt, die nicht mehr nur an einzelnen Orten losrollt.

Maskenpflicht in NRW: Bochum setzt Landesregierung unter Druck

Update, 12.49 Uhr: Münster ist vorgeprescht, zieht Bochum in Sachen Maskenpflicht nach? Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hat die NRW-Landesregierung dringend gebeten, eine landesweit einheitliche Regelung für das verpflichtende Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im ÖPNV, Einzelhandel und auf Wochenmärkten auf den Weg zu bringen. Das teilte die Stadt Bochum auf Facebook mit. 

"Sollte eine solche verpflichtende Regelung nicht landesweit erlassen werden, erwägt Bochum ernsthaft, sich zum Schulstart den Regelungen von Städten wie Münster anzuschließen", heißt es in dem Facebook-Post.

Update, 21.April, 11.02 Uhr: Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, befürwortet einen verpflichtenden Mundschutz - deutschlandweit. In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sei das Tragen eines Mundschutzes "medizinisch sinnvoll", erklärte der Bundestagsabgeordnete.

"Der selbst gemachte Mundschutz ist nicht immer perfekt, aber wenn es gut erklärt ist, wie man ihn trägt, dann hilft er mehr, als dass er schadet", sagte Lauterbach. Für die Einführung einer Mundschutz-Pflicht sind die Länder zuständig.

Maskenpflicht in NRW: Diskussion um Mundschutz wird lauter

Update, 20.April, 16.51 Uhr: In NRW mehren sich Rufe nach einer Maskenpflicht beim Einkauf und im Nahverkehr zur Eindämmung des Coronavirus. Die Stadt Münster beschloss am Montag, dass dort in Läden, auf Märkten und in Bussen vom kommenden Montag (27.4.) an Mund- und Nase mit Alltagsmasken oder einem Schal bedeckt sein müssen.

Mit der Entscheidung Bayerns, ab kommender Woche eine Maskenpflicht einzuführen, hat die Diskussion um die Maßnahme in NRW Fahrt aufgenommen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet lehnt eine allgemeine Pflicht bislang ab und hatte zuletzt betont, Freiwilligkeit einem Zwang vorzuziehen.

Kritik an der Haltung der Landesregierung kam von der SPD-Opposition im NRW-Landtag: Abermals sei Bayern hier NRW einen Schritt voraus, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Lisa-Kristin Kapteinat: "Ich kann die Entscheidung für Geschäfte und öffentlichen Nahverkehr jedenfalls nachvollziehen und würde mir wünschen, dass NRW das genauso macht", sagte die SPD-Politikerin.

Maskenpflicht in NRW: Minister Laumann setzt auf Freiwilligkeit

Update, 16.00 Uhr: NRW wird vorerst weiter auf die Einführung einer Maskenpflicht verzichten. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte gegenüber dem Westfälischen Anzeiger: „Nordrhein-Westfalen folgt dem letzte Woche von Bund und Ländern gefassten Beschluss: Wir empfehlen den Menschen – insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel – dringendden Gebrauch von Alltags- oder Community-Masken. Diese können ein wichtiger Beitrag zum Fremdschutz und zur Minimierung eines Ansteckungsrisikos sein. Ich appelliere hier an die Verantwortung jedes Einzelnen."

Laumann weiter: "Auf eine Maskenpflicht verzichten wir auch deshalb, weil der Handel aktuell nicht sicherstellen kann, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger mit genügend Alltags-Masken versorgen können.“

Update, 15.47 Uhr: 60 Prozent der Bürger in NRW würden laut einer aktuellen Umfrage eine allgemeine Pflicht zum Tragen von Schutzmaßnahmen befürworten, um mehr Normalität in der Corona-Krise zu ermöglichen.

Corona in NRW: Münster führt Maskenpflicht in Öffentlichkeit ein

Update, 14.46 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Stadt Münster als erste NRW-Großstadt eine Maskenpflicht beschlossen. Sie soll ab kommendem Montag (27. April) in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt Münster am Montag.

Der Krisenstab habe sich zu dieser Maßnahme entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien. "Es darf aber auch ein Schal oder ein Tuch vor dem Mund sein", sagte die Sprecherin weiter. Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, der dürfe aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden. Bußgelder seien zunächst nicht vorgesehen, sagte die Sprecherin.

Die Bürger hätten sich bislang an die geltenden Abstandsregeln gehalten. Man gehe davon aus, dass sie nun auch der Verpflichtung nachkommen, Mund und Nase beim Einkaufen oder Busfahren zu bedecken.

Maskenpflicht in NRW: Andere Bundesländer preschen vor

Ab kommender Woche gilt auch in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wie schon in Sachsen eine Maskenpflicht. Mehrere Städte weiterer Bundesländer schreiben das Tragen von Alltagsmasken inzwischen ebenfalls vor. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bislang eine Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nase-Schutz in der Öffentlichkeit abgelehnt. Er setze auf Freiwilligkeit, hatte er betont.

Eine Sprecherin der Staatskanzlei verwies auf Anfrage auf die bereits geltende dringende Empfehlung, solche Alltagsmasken überall dort in der Öffentlichkeit zu nutzen, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nur schwer eingehalten werden könne.

Maskenpflicht in NRW: Hohe Zustimmung in Bevölkerung

Update, 11.50 Uhr: Die Überlegungen in Bund und Ländern für eine allgemeine Pflicht zum Tragen von zumindest improvisierten Schutzmasken werden konkreter. Eine allgemeine Maskenpflicht könne es allerdings erst geben, sobald Masken ausreichend verfügbar seien, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil. Bundes-Wirtschaftsminister Peter Altmaier rechnet mit einem Bedarf von bis zu 12 Milliarden Schutzmasken pro Jahr.

NRW-Stadt Dorsten führt Maskenpflicht ein

Update, 10.52 Uhr: Die Stadt Dorsten im Ruhrgebiet führt eine Maskenpflicht in ihren städtischen Verwaltungsgebäuden ein. Ab Dienstag würden die rund 1200 Mitarbeiter der Stadtverwaltung die Gebäude bis auf Weiteres grundsätzlich nur noch mit einem Mund-Nasen-Schutz (MNS) betreten. Die Regelung gelte auch für Bürger.

Bürger ohne eigenen Mund-Nasen-Schutz können einen Einweg-MNS zum Preis von einem Euro am Eingang des jeweiligen Verwaltungsgebäudes kaufen. Ab Donnerstag gelte die Pflicht auch in den Kindertagesstätten von Dorsten, allerdings nur für Erwachsene. Der Bürgermeister der 76.000 Einwohner zählenden Kommune, Tobias Stockhoff (CDU), empfahl das Tragen des MNS auch in Kindertagesstätten kirchlicher und freier Träger sowie in Schulen. Die Maskenpflicht gelte ab Dienstag auch auf dem Wertstoffhof der zum Kreis Recklinghausen gehörenden Stadt.

Maskenpflicht in NRW: Kein Freibrief für Autofahrer

Update, 20. April, 10.29 Uhr: Trotz der Coronavirus-Pandemie gibt es in NRW keinen Freibrief für Autofahrer zum Tragen von Schutzmasken. Polizisten würden je nach Einzelfall entscheiden, ob das Tragen einer Atemschutzmaske am Steuer medizinisch gerechtfertigt sei, teilte das NRW-Innenministerium mit. 

Der Schutz der Gesundheit habe oberste Priorität. Wenn die Polizei aber Anhaltspunkte dafür habe, dass die Verdeckung des Gesichts bewusst genutzt wird, um Ordnungswidrigkeiten zu begehen, könne sie dennoch ein Bußgeld verhängen. Grundsätzlich dürfen Autofahrer ihr Gesicht nicht so sehr verdecken, dass es nicht mehr erkennbar ist.

Maskenpflicht in NRW: Sachsen prescht vor

Update, 17. April, 16.29 Uhr: Als erstes Bundesland hat Sachsen für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Maskenpflicht beschlossen. Wer ins Geschäft will oder mit Bus oder Bahn fahren, muss einen Mund-Nase-Schutz tragen. Auch ein Tuch reiche.

Update, 15. April, 16.05 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Bund und Länder das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel "dringend" empfehlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin erfuhr.

Maskenpflicht in NRW: Lockerungen, aber Mundschutz kein Muss

Update 15. April, 8.58 Uhr: Heute wird ein wichtiger Tag für NRW: Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit den Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der Einschränkungen beraten. Es wird allgemein erwartet, dass Teile der Verbote aufgeweicht werden. Ein Thema werden dann auch Mundschutz und Masken sein. Sie könnten in engen öffentlichen Räumen - etwa in Supermärkten oder in Bus und Bahn zur Pflicht gemacht werden. 

NRW-Schulministerin hatte bereits am Dienstag (14. April) angekündigt, dass die Schulen nach den Osterferien schrittweise geöffnet werden sollen. Auch für Kitas gibt es Pläne.

Update 13. April, 14.08 Uhr: Die Forschungsgemeinschaft Leopoldina als wichtiger Berater der Bundesregierung hat in einer neuen Stellungnahme eine Maskenpflicht für den öffentlichen Personenverkehr vorgeschlagen. 

Voraussetzung für eine allmähliche Lockerung der Corona-Beschränkungen für das öffentliche Leben sei, so die Leopoldina-Stellungnahme, dass sich die Neuinfektionen auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, das Gesundheitssystem nicht überlastet wird, Infizierte zunehmend identifiziert werden und die Schutzmaßnahmen (Hygienemaßnahmen, Mund-Nasen-Schutz, Distanzregeln) eingehalten werden.

Coronavirus: Schutzmasken-Pflicht auch in NRW? Laschet und Spahn sind sich einig

NRW - Wir alle kennen seit Monaten die Bilder aus Asien: China, Japan, Korea – Menschen tragen in der Öffentlichkeit selbstverständlich Schutzmasken. Mit der Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Europa wächst auch in NRW die Zahl derjenigen, die mit einer Maske in die Öffentlichkeit gehen. Noch ist der Mundschutz in NRW freiwillig. Aber wie lange noch?

Eine Schutzmasken-Pflicht wie in anderen Ländern lehnt die Bundesregierung derzeit ab. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, dass er dafür noch „keine Notwendigkeit“ sehe. Auch NRW-Ministerpräsident Laschet sagte, dass er eine Mundschutz-Pflicht aktuell nicht für notwendig halte.

Die Priorität liege derzeit darauf, mehr Schutzmasken für medizinisches Personal zu beschaffen, sagte Laschet. Doch das könnte sich durch die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in NRW ändern. Hier geht es zu einer Übersicht über das, was aktuell in NRW verboten ist - und was nicht. 

Mundschutz in NRW? Das sagt Essen

Doch die Diskussion hat sich verschärft. Im Nachbarland Österreich darf man nicht mehr ohne Mund- und Nasenschutz in den Supermarkt. Jena (Thüringen) hat als erste deutsche Stadt eine Schutzmasken-Pflicht eingeführt. Der thüringische Landkreis Nordhausen zieht nach. Dort wird ab Montag (6. April) offiziell empfohlen, in Geschäften, Bussen und Taxis eine Schutzmaske zu tragen. Nach Ostern wird es laut neuer Allgemeinverfügung dort zur Verpflichtung.

In NRW ist – noch – keine Stadt vorgeprescht. Unlängst lehnte etwa die Stadt Essen eine Schutzmaskenpflicht ab. Doch das könnte sich ändern, wenn die Bilder von Menschen, die freiwillig Mundschutz tragen, auch in NRW-Städten mehr werden - und damit zur Normalität.

Coronavirus: Tragen von Mundschutz in NRW freiwillig - noch

Es ist umstritten, wie wirkungsvoll ein solcher Atemschutz gegen das Coronavirus überhaupt ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat das Tragen eines Mundschutzes lange nur Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen empfohlen.

Diese Einschätzung hat die Bundesbehörde mitten in der fortschreitenden Corona-Krise geändert. Jetzt heißt es auf der Internetseite des RKI: Wenn Menschen - auch ohne Symptome - vorsorglich eine Maske tragen, könne es das Risiko einer Übertragung von Viren – also auch des Coronavirus - auf andere vermindern. Wissenschaftlich belegt sei das nicht.

Mundschutz in der Corona-Krise: Das kann er, das nicht

Das Robert-Koch-Institut begründetet seine neue Empfehlung vor allem damit, dass nicht jeder weiß oder merkt, wenn er sich mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Nicht bei jedem führt eine Infektion mit dem neuen Coronavirus zur Krankheit Covid-19, dennoch können sie den Erreger an andere weitergeben.

Beim Sprechen, Husten oder Niesen setzen wir Tröpfchen frei. Wenn man etwa ein Stück Tuch vor dem Mund habe, würden die großen Tröpfchen abgefangen, sagt der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten.

Coronavirus: Schützt mich die Maske vor Ansteckung?

Es gebe keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine selbstgenähte Maske einen selbst vor einer Ansteckung schützt. Im Gegenteil: Laut RKI kann das „Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können“, heißt es auf der Internetseite.

Virologe Drosten: „Man denkt immer, man schützt sich selbst mit der Maske, in Wirklichkeit schützt man aber andere.“

Unterschiedliche Masken: Mundschutz ist nicht gleich Mundschutz

Einfache Masken, wie die selbstgenähten, können zumindest gegen Schmierinfektion helfen. Spezielle Feinpartikelmasken ("FFP") bieten einen höheren Schutz, sind aber unbequem und vor allem für medizinisches Personal gedacht. Was die unterschiede sind, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) auf seiner Webseite gut zusammengefasst

Mund-Nase-Schutz und Atemschutz-Maske - was ist der Unterschied? Zur kompletten Übersicht anklicken.

Mundschutz: Promis werben unter #maskeauf

Unter #maskeauf werben Prominente wie Lena Meyer-Landrut, Joko Winterscheidt, Jan Böhmermann oder Youtuber Rezo aus Aachen (NRW) dafür, sich eine Maske in der Öffentlichkeit aufzusetzen..

Auf der Internetseite der Kampagne sind unter anderem wissenschaftliche Erklärungen zur Pandemie und eine Anleitung zu finden, mit der man sich selbst eine Atemschutzmaske basteln kann.

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@maskeaufjetzt Außer zuhause bleiben und Hände waschen gibt es eine Sache, die wir jetzt alle machen können, um das Virus zu bremsen. Und das ist: Maske auf! Die professionellen medizinischen Masken sind momentan knapp und wir wollen sie dem medizinischen Personal auf keinen Fall wegnehmen! Aber du kannst dir eine wirkungsvolle Maske zu Hause selber basteln. Aus alten T-Shirts, Küchenhandtüchern, Küchenpapier oder sogar Staubsaugerbeuteln. Echt, kein Witz! Das schützt laut Studien fast genau so gut wie die medizinischen Masken. Aber nicht in erster Linie dich. Sondern die anderen vor dir. Denn bei Corona können wir alle ansteckend sein, ohne es zu merken. Besonders junge Leute. Und deshalb sollten wir alle eine Maske tragen. Um die Ansteckungen zu verringern. Also: So leicht war es noch nie, das Richtige zu tun. Einfach basteln, aufziehen, wann immer du in Kontakt zu anderen kommst. Und Vorbild sein in dieser Krise. Alle Infos findest du auf maskeauf.de. Und wenn deine Maske besser aussieht als unsere, dann poste ein Foto mit dem Hashtag #maskeauf. Vielen Dank!

Ein Beitrag geteilt von Lena (@lenameyerlandrut) am

Auf Youtube finden sich unzählige Anleitungen, wie man einen eigenen Mundschutz herstellen kann. Die Stadt Essen hat ihre Nähanleitung für die Herstellung eines einfachen Mundschutzes aus Stoff jetzt in weitere vier Sprachen übersetzen lassen. Die achtseitige Anleitung steht nun auch auf Englisch, Türkisch, Persisch und Arabisch kostenlos zur Verfügung

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

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