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Maskenpflicht am Arbeitsplatz: Strengere Regel greift in NRW wieder

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Von: Tobias Lawatzki

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Am Arbeitsplatz galt in NRW unter bestimmten Bedingungen keine Maskenpflicht mehr. Doch in der aktuellen Corona-Schutzverordnung gibt es eine entscheidende Änderung.

Hamm - Mit neuen strengeren Regeln soll in Nordrhein-Westfalen die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gebremst werden. Dafür gilt seit 28. Dezember eine neue Corona-Schutzverordnung. Neben Kontaktbeschränkungen im Freizeitbereich gibt es auch am Arbeitsplatz wichtige Änderungen. Während dort schon seit einiger Zeit 3G gilt, gibt es jetzt noch eine Verschärfung bei der Maskenpflicht.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17.925.570

Maskenpflicht am Arbeitsplatz in NRW: Absatz in Verordnung gestrichen

Bislang konnten Geimpfte bei der Arbeit in Innenräumen und Fahrzeugen auf die Maske verzichten, wenn der Mindestabstand von 1,5 Meter sicher eingehalten wurde. Diese Ausnahme wurde in der neuen Fassung der Corona-Schutzverordnung in NRW jetzt aber gestrichen.

Es wurde zwar kein neuer Absatz hinzugefügt, der die Maskenpflicht am Arbeitsplatz regelt. Durch die Streichung des Passus entfällt aber die bisher geltende Ausnahmeregelung für Immunisierte.

Die Regelung greift laut der Verordnung allerdings nur, wenn der Innenraum auch für Kunden oder Besucher zugänglich ist. Sind in einem Büro also nur die Beschäftigten des eigenen Unternehmens, gilt die verschärfte Regel nicht.*

Maskenpflicht am Arbeitsplatz in NRW: Regelung gilt auch bei Abstand

In anderen Fällen müssen nun also auch Beschäftige, die geimpft oder genesen sind, am Arbeitsplatz eine FFP2- oder OP-Maske tragen. Das gilt selbst dann, wenn beispielsweise in einem Büro mit Kundenverkehr zwischen den Anwesenden genügend Abstand gehalten wird.

Von der Maskenpflicht am Arbeitsplatz ebenfalls betroffen sind etwa Handwerker, die gemeinsam in einem Innenraum bei Kunden tätig sind. Auch wenn sie zusammen mit Kunden in einem Fahrzeug unterwegs sind, müssen Masken getragen werden.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz in NRW: Es gibt eine Ausnahme

Eine Ausnahme, die in der neuen Verordnung auch noch einmal konkretisiert wurde: Ist jemand alleine in einem Innenraum und das, wie es heißt, „nicht nur augenblicklich“, dann entfällt die Pflicht zum Tragen einer Maske.

Geregelt wird die Maskenpflicht auch in der bundesweit geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung. Demnach ist der Arbeitgeber verpflichtet, Tätigkeiten und Bereiche festzulegen, an denen eine Maske getragen werden muss. Dabei ist entscheidend, ob beispielswiese nicht genügend Abstand gehalten werden kann oder die Lüftung nicht ausreichend ist.

Eine Corona-Maske liegt auf einer Tastatur im Büro.
Bei der Maskenpflicht am Arbeitsplatz gilt in NRW jetzt eine strengere Regel. © Hannah Decke/wa.de

Bund und Länder hatten sich kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, auf neue Corona-Regeln geeinigt. Um die Maskenpflicht am Arbeitsplatz ging es dabei nicht explizit.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz: Änderungen in Corona-Schutzverordnung

Die Verschärfung in NRW ist erst deutlich geworden, als die Landesregierung die neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht hat. Sie gilt seit 28. Dezember und setzt auch die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels wie Kontaktbeschränkungen um. In NRW gilt zudem jetzt 2G+ beim Sport in Innenräumen - auch für Personen mit Booster-Impfung.

Viele stecken ihre FFP2-Maske nach der Benutzung wieder in die Tasche und tragen sie am nächsten Tag wieder. Dabei sollten aber wichtige Tipps beachtet werden, damit die Masken weiterhin gut schützen vor einer möglichen Ansteckung.

*In einer ersten Version des Textes fehlte dieser Absatz, der verdeutlicht, dass es sich bei der Änderung der Maskenpflicht nur um Arbeitsstätte mit Publikumsverkehr handelt.

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