Keine berufliche Veranstaltung

Nächste Corona-Absage: Martinsumzüge in NRW verboten - eine Ausnahme gibt es

2020 wird es keine Martinsumzüge in NRW geben - zumindest nicht so, wie wir sie kennen. Wegen Corona hat die Landesregierung den Brauch am 11. November für dieses Jahr untersagt. Eine Ausnahme gibt es aber.

Düsseldorf - Das Coronavirus macht auch den Martinsumzügen 2020 in NRW den Garaus. Für viele Kinder in NRW ist Sankt Martin am 11. November ein Höhepunkt des Jahres. In nahezu allen Städten von NRW ziehen an diesem Tag die Schulen, Kitas und andere Kindergruppen mit bunten Laternen durch die Straßen. Oft werden sie begleitet von Musikkapellen und angeführt von einem reitenden Darsteller des Heiligen Martin, der der christlichen Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler teilte . (News zum Coronavirus)

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Doch in diesem Jahr hat das NRW-Landesgesundheitsministerium mit Beschluss vom Freitag, 30. Oktober, die Durchführung von Martinsumzügen untersagt. Einzige Ausnahme: Martinszüge oder -feiern als rein interne Veranstaltungen auf dem Gelände einer Schule oder Kita, an denen aber Eltern oder andere externe Personen nicht teilnehmen dürfen. Das teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die klasslischen Martinsumzüge sind 2020 aber tabu. Die neue Corona-Schutzverordnung erlaube Veranstaltungen nur noch, „wenn es dafür einen ausdrücklichen Ausnahmetatbestand in der Verordnung gibt“, erklärte ein Sprecher. Dazu zählt ein Martinsumzug nicht.

Nächste Corona-Absage: Martinsumzüge 2020 keine berufliche Veranstaltung

Da Martinsumzüge 2020 keine berufliche Veranstaltung seien und auch keine für Daseinsfürsorge dienende Veranstaltung sei, würde die Veranstaltung in NRW nicht stattfinden, führt der Sprecher weiter aus. Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen hatten Bund und Länder am Mittwoch drastische Einschnitte beschlossen, die vor allem den Freizeitbereich treffen.

Vor anderthalb Wochen hatte das Gesundheitsministerium noch mitgeteilt, dass Martinsumzüge unter Einhaltung von Abstandsregeln und mit Personenbeschränkungen stattfinden dürften. Doch die Kehrtwende kam, als sich das Coronavirus immer stärker und schneller auf die Bundesrepublik und auch speziell in NRW ausbreitete. Viele Einrichtungen in NRW planen jetzt alternative Veranstaltungen, berichtet ruhr24*. So werden in vielen Kitas Laternen gebastelt, die dann in Fenster gehängt werden.

Auch das Fest rund um Halloween am Samstag (31. Oktober), das sich ebenfalls immer großer Beliebtheit erfreut, wird aufgrund von Corona nicht in der Form wie üblich stattfinden können. Große Partys etwa in Clubs und Bars wird es nicht geben.

Und auch für privat organisierte Feiern wird es schwierig.  Die NRW-Landesregierung rät von größeren Zusammenkünften im privaten Raum ab. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet appelliert dringend an die Bevölkerung, dass alle ihre Kontakte auf das absolute Minimum beschränken sollten. Sowohl Halloween als auch die Martinsumzüge werden frühestens im Jahr 2021 wieder unter einem besseren Stern stehen, wenn das Coronavirus besser zu bekämpfen ist. *ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Maurizio Gambarini/dpa

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