Große Anteilnahme

Schäferhund-Husky-Mischlingshündin aus Tierheim verschwunden - Martin Rütter schaltet sich ein

Ara ist wieder aufgetaucht: Die Schäferhund-Husky-Mischlingshündin wurde aus einem Tierheim gestohlen.
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Die Schäferhund-Husky-Mischlingshündin wurde aus einem Tierheim gestohlen.

Über 20.000 Mal wurde die Suche nach Ara geteilt. Selbst Hundeprofi Martin Rütter setzte sich ein. Die Hündin wurde aus einem Tierheim gestohlen. Lange gab es kein Lebenszeichen.

Siegen - Große Anteilnahme erlebte das Tierheim in Siegen nach dem Diebstahl von Ara, der Schäferhund-Husky-Mischlingshündin. Das vierjährige Tier war in der Nacht von Sonntag auf Montag aus dem Siegener Tierheim gestohlen worden. Am Donnerstagabend nahm die Geschichte, die unzählige Male in den sozialen Medien geteilt worden war, ein Happy-End.

StadtSiegen
KreisSiegen-Wittgenstein
Einwohner102.770 (31. Dez. 2019)

Ara aus Tierheim verschwunden - selbst Hundeprofi Martin Rütter hilft bei der Suche

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung gab es eine Vermutung, Ara könnte bei einem Mann in Siegen sein. Eine Fußstreife der Wache in Weidenau sprach daraufhin einen polizeibekannten 36-Jährigen an, der auf die Beschreibung der Hinweisgeberin zutraf. In dem Gespräch gab der Mann schließlich zu, er sei einsam gewesen und habe Ara aus dem Tierheim geholt. Der 36-Jährige führte die Polizei daraufhin zu einer Garage eines Einfamilienhauses. Dort konnte Ara wohlauf angetroffen werden. Über den Notdienst des Tierheims konnte Ara wieder in die Obhut des Teams auf den Siegener Heidenberg gebracht werden.

Ara aus Tierheim verschwunden: 20.000 Menschen teilen Suche auf Facebook

Während die Kriminalpolizei mit ihren Ermittlungen begann, war die Nachricht, dass Ara wieder da war, ein Grund zu feiern. „Ich kann es immer noch nicht fassen. Es ist einfach ein so toller Moment gewesen, als ich Ara wiedergesehen habe“, erklärte Vanessa Holstein als Leiterin der Hundeabteilung im Siegener Tierheim. Als sie in den großen Auslauf kam, war die Freude auch bei Ara riesig. Sie sprang an Vanessa Holstein hoch. Leckte ihr durchs Gesicht und schien einfach nur glücklich zu sein. Wer weiß, was die Hündin seit ihrem Verschwinden Montagnacht so alles erlebt hatte. Das weiß nur sie alleine.

„Zumindest kann da etwas vorgefallen sein. Irgendwie verhält sich Ara anders gegenüber anderen Hunden, die sie sonst freudig und schwanzwedelnd begrüßt hatte. Nachdem Ara die Nacht über alleine in einem großen Auslauf verbracht hatte, startete Vanessa Holstein am Freitagmorgen einen Versuch einer Zusammenführung mit dem Chow-Chow Lucky. Die beiden waren auch zusammen in dem Zwinger, aus dem Ara in der Nacht zu Montag geklaut worden war.

Gestohlene Hündin wiedergefunden - Martin Rütter hilft bei der Suche mit

Anfangs war die Freude bei beiden da. Dann zeigte Ara aber ein sehr dominantes Verhalten, woraufhin Vanessa Holstein die beiden Hunde erst einmal wieder getrennt voneinander unterbrachte. „Da ich Ara jetzt erst einmal baden muss, können wir jetzt auch mal sehr intensiv mit ihr beschäftigten. Sie war am Donnerstagabend sehr dreckig. Kaum streichelte man ihr über das Fell, hatte man die Hände schwarz. Warum, wissen wir bisher auch noch nicht“, erklärte Holstein. War die Garage, in der Ara sich aufhielt sehr dreckig oder hatte der Mann ihn vielleicht eingeschwärzt, um der Hündin eine neue Identität zu verschaffen? Alle Spekulationen, auf die die Polizei möglicherweise später mal eine Antwort geben könnte.

Neben den vielen Aufrufen in den sozialen Medien hatte das Tierheim auch mit Fernsehsendern und anderen Personen Kontakt aufgenommen. So war es dazu gekommen, dass sogar der bekannte Hundetrainer Martin Rütter bei Facebook einen Aufruf gestartet hatte.

Täter muss Ara gekannt haben - Hündin ist sehr freundlich zu Menschen

„Wir haben sehr viele Hebel in Verbindung gesetzt, Ara wiederzufinden. So einen Diebstahl hat es in den letzten 20 Jahren nicht mehr gegeben“, erklärte Tierheimleiter Tobias Neumann im Gespräch. Bevor die tolle Nachricht von Aras Fund bekannt wurde, hatte er uns ein kleiner Kreis des Tierheims schon Kontakt zu einem Privatdetektiv aufgenommen. Der nächste Schritt sei gewesen, eine Liste von möglichen Personen zu erstellen, zu denen Ara in der Vergangenheit Kontakt hatte und die möglicherweise als Täter in Frage kommen konnten.

Denn an einer Sache hält Tobias Neumann fest: „Es muss jemand gewesen sein, der sich im Tierheim auskennt. Wahrscheinlich sogar jemand, den auch Ara kannte. Denn auch wenn sie sehr freundlich zu Menschen ist, muss der oder die Täter sich Ara gezielt ausgesucht haben.“

Nun ist für alle Beteiligten aber erst einmal wichtig, dass Ara wieder da ist und sie sich ausruhen kann. Zur Sicherheit der Tiere sollen schon in den nächsten Tagen weitere Überwachungskameras auf dem Gelände des Tierheims installiert werden. Mit dem Ziel, damit unter anderem einsame Menschen sich keine Hunde mehr so einfach aus dem Tierheim klauen können.

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