Brucher Talsperre im Oberbergischen Kreis

Wohnwagen in Flammen - stark verbrannte Leiche entdeckt

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Bei Löscharbeiten auf einem Campingplatz an der Brucher Talsperre im Oberbergischen Kreis hat die Feuerwehr am frühen Montagabend eine Person tot aufgefunden.

Marienheide - Ein Wohnwagen ist komplett niedergebrannt. Dieser gehörte nach Aussagen von Nachbarn auf dem Platz einer älteren Dame. Die Feuerwehr konnte dazu noch keine offiziellen Angaben machen, auch nicht zu der Ursache des Feuers. Die Kriminalpolizei wird nun die Ermittlungen aufnehmen.

Die Feuerwehr Marienheide musste bereits im vergangenen Jahr bei einem Großbrand an der Brucher Talsperre mehrere Wohnwagen löschen. Deshalb wurde diesmal besonders viele Einsatzkräfte alarmiert.

Wohnwagen-Brand an Brucher Talsperre: Hilfe kommt zu spät

Es gelang durch umfangreiche Löschangriffe, ein Übergreifen auf Nachbarparzellen zu verhindern. "Allerdings ist der Abstand der Wagen nicht so dicht wie beim letzten Brand", erklärte ein Feuerwehrsprecher.

Die insgesamt 65 Feuerwehrleute bauten mit drei Strahlrohren auch eine Riegelstellung auf. Diese funktionierte - ein Niederbrennen des Wohnwagens war jedoch nicht mehr zu verhindern. 

Viel schlimmer jedoch: Für die Person im Wagen kam jede Hilfe zu spät.

Eine fast schon typische Herausforderung für die Einsatzkräfte waren Gasflaschen, die gekühlt werden mussten. Dass es sich hier um gleich fünf Flaschen handelte, war in den Augen der Polizeibeamten vor Ort nicht ungewöhnlich.

Wohnwagen-Brand an Brucher Talsperre: Gasflaschen sorgen für Gefahr

So würden die Dauercamper hier noch relativ viel heizen müssen, außerdem würde sicherlich auch die Corona-Krise zu einer vermehrten Vorratshaltung führen. 

Obgleich bei Wohnwagenbränden in den allermeisten Fällen Gasflaschen inzwischen Routine sind - an Gefährlichkeit verlieren sie dadurch nicht.

Die Kriminalpolizei muss nun Hinweise suchen, ob es sich bei der verstorbenen Person tatsächlich um den Eigentümer oder die Eigentümerin des Wagens handelt. Die Beamten stehen mit den Ermittlungen noch ganz am Anfang.

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