Wichtge Strecke komplett lahmgelegt

Mann marschiert im Bahngleis nach Hamm - mit fatalen Folgen

Bahngleise Symbolbild
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Die Bahngleise zwischen Nordbögge und Hamm dienten dem Mann aus dem hohen Norden zur Orientierung - sagte er. (Symbolbild)

Ein 36-jähriger Mann aus Schleswig-Holstein brachte durch sein eigentümliches Verhalten den Zugverkehr zwischen Dortmund und Hamm für etwa 90 Minuten zum Erliegen.

Hamm/Nordbögge - Zeugenaussagen zufolge marschierte der Mann am Samstagnachmittag von Nordbögge im Gleisbereich in Richtung Hamm. Als die Bahnsicherheit davon Kenntnis bekam, wurde der Bereich zwischen den beiden Städten kurzerhand sicherheitshalber für jeglichen Zugverkehr gesperrt. Die Folgen waren nachhaltig (siehe letzter Absatz).

Sowohl Einsatzkräfte der Bundespolizei Dortmund und Münster als auch des Polizeipräsidiums Hamm und der Kreispolizeibehörde Unna suchten den Streckenabschnitt nach dem Mann ab. Im Bereich Weetfelder Strasse in Hamm-Pelkum wurde er schließlich durch Beamte der Landespolizei gefunden, aufgehalten und an die Bundespolizei übergeben.

Mann legt Bahnverkehr lahm: Strecke diente zur Orientierung

Gegenüber den Bundespolizisten gab der Mann aus Wanderup in Schleswig-Holsteiner an, den Hammer Hauptbahnhof erreichen zu wollen, um von dort mit dem Zug nach Hause zu fahren. Die Bahnstrecke habe ihm dabei zur Orientierung gedient.

Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des unbefugten Aufenthaltes in den Gleisen gegen den deutschen Staatsangehörigen ein und belehrte ihn hinsichtlich seines lebensgefährlichen Verhaltens.

Mann legt Bahnverkehr lahm: erhebliche Beeinträchtigungen

Durch den Vorfall kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im bahnbetrieblichen Ablauf. Insgesamt erhielten 30 Züge eine Verspätung von insgesamt 1010 Minuten und 20 Züge wurden umgeleitet. Ob die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen Regressansprüche an den Mann stellen werden, ist laut Mitteilung der Bundespolizei nicht bekannt. - WA

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