Mit Grimassen und Handzeichen

20 Mal geblitzt: Mann wollte mit Knöllchen seinen Chef verärgern

Ein Standblitzer macht das, was ein Standblitzer eben so macht. Er steht herum und blitzt.
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Ein junger Mann hat sich 20 Mal freiwillig blitzen lassen und ist erst durch einen kuriosen Zufall aufgeflogen.

Ein junger Mann machte sich einen Witz daraus, mit einem unterschlagenen Leihwagen 20 Mal viel zu schnell an einem Standblitzer vorbeizufahren und Grimassen zu schneiden. Jetzt ist die Polizei dem Verkehrssünder per Zufall auf die Schliche gekommen.

Update vom 10. November, 14.39 Uhr: Mit Grimassen und Handzeichen war ein Mann 20 Mal zu schnell an einem Blitzer vorbeigefahren. Der 23-Jährige hat die Taten inzwischen gestanden. Angeblich wollte er mit den vielen Knöllchen seinem Chef schaden. Das Problem: In einem solchen Fall zahlt der Fahrer und nicht der Halter des Fahrzeugs.

Geleast war der Wagen von einer Autovermietung und auf eine Firma zugelassen, welche ihr Geschäft längst eingestellt hatte. Weil es keinen Ansprechpartner mehr gab, hätte es der Mann aus Engelskirchen zunächst geschafft, unbekannt zu bleiben. Auch weil der Wagen wahrscheinlich unterschlagen hatte. Darüber berichtet t-online.de.

Junger Mann ohne Führerschein lässt sich 20 Mal blitzen und fliegt erst durch kuriosen Zufall auf

Bergneustadt, Ursprungsmeldung - Mindestens 20 Mal fuhr ein 23-Jähriger aus Engelskirchen an einem Standblitzer vorbei und überschritt dabei das Tempolimit. Doch damit nicht genug: Der Mann besitzt überhaupt keinen Führerschein und war jedes Mal mit einem unterschlagenen Leihwagen unterwegs.

20 Mal wurden Fotos vom Mann aus Engelskirchen registriert, sodass letztlich auch 20 Verfahren wegen Geschwindigkeitsverstößen bei der Kreisbußgeldstelle eingingen. Die höchste Geschwindigkeitsüberschreitung war 128 km/h bei erlaubten 70 km/h.

Auf den Fotos klar zu sehen: Der junge Mann schien sich einen Spaß daraus zu machen, regelmäßig geblitzt zu werden. Auf den Bildern zeigte er Handzeichen und schnitt Grimassen. Damit wollte er mutmaßlich die Beschäftigten der Kreisbußgeldstelle veralbern.

Mann lässt sich 20 Mal blitzen und veralbert Kreisbußgeldstelle: Fahrer kann zunächst nicht ermittelt werden

Offenbar dachte der 23-Jährige auch, dass ihm die Beamten nicht auf die Schliche kommen würden. Denn er war mit einem von einer Autovermietung unterschlagenen Auto unterwegs. Deshalb konnte er als Fahrer zunächst nicht ermittelt werden.

Nach zwei Monaten, ohne dass der Mann die Konsequenzen tragen musste, waren die Spaß-Fahrten für ihn vorbei. Dass die Beamten ihn erwischten, war jedoch reiner Zufall.

Tatsächlich entdeckte die zuständige Sachbearbeiterin der Kreisbußgeldstelle den Wagen in Bergneustadt zufällig am Wegesrand. Das Auto erkannte sie wieder und verständigte umgehend die Polizei.

Diese rückte an und zog den zwischenzeitlich wieder gestarteten Wagen mitsamt dem 23-Jährigen aus dem Verkehr. Das Auto stellte die Polizei sicher. Den Führerschein hätten die Polizisten dem Mann vermutlich ebenfalls entzogen. Aber das erübrigte sich mangels dessen Besitzes. Allerdings erwartet den Verkehrssünder nun eine hohe Geldstrafe.

Vor wenigen Tagen kam es in NRW zu einem anderen Kuriosum, bei dem ein Fahrer ebenfalls ohne gültigen Führerschein unterwegs war - und zwar stolze neun Jahre, ohne dabei aufzufliegen.

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