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Mann will Automatensprenger stoppen – und wird mit Pistole bedroht

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Unbekannte haben einen Geldautomaten der Deutschen Bank in Haan (NRW) gesprengt. Bei ihrer Flucht stießen die Täter auf unerwarteten Widerstand.

Haan – In NRW wurde in der Nacht zum Samstag erneut ein Geldautomat gesprengt. Dabei kam es zu dramatischen Szenen. Ein Mann wollte die Automatensprenger mit seinem Auto an der Flucht hindern. Da zückten die Täter eine Pistole. Die Polizei warnt vor ähnlichem Vorgehen.

Mann versperrt Automatensprengern mit Auto den Weg

Der Vorfall ereignete sich in der Innenstadt von Haan im Kreis Mettmann. Dort wurden Anwohner im Bereich der Kaiserstraße gegen 2:05 Uhr unsanft von einem Knall aus dem Schlaf gerissen, berichtet 24RHEIN. Mehrere Unbekannte hatten einen Geldautomaten in der Filiale der dortigen Deutschen Bank gesprengt. „Drei maskierte Personen wurden hierbei beobachtet, wie sie die stark verwüstete Bankfiliale betraten und den mutmaßlich zuvor aufgesprengten Geldautomaten angingen“, teilt die Polizei Mettmann am Samstag mit.

Die Täter wollten danach mit ihrer Beute flüchten. Doch ein Mann wollte das verhindern. Laut Angaben der Polizei stellte er sich mit seinem Auto dem Automatensprenger-Trio in den Weg. Einer der maskierten Täter soll daraufhin eine Pistole gezogen und den Mann bedroht und zum Wegfahren gezwungen haben. Die Bande konnte danach mit einem 1er-BMW in Richtung der A46 flüchten. Ersten Ermittlungen zufolge machten sie Beute. Wie viel, ist aber noch unklar.

Die Filiale der Deutschen Bank in Haan wurde durch die Sprengung verwüstet.
Die Filiale der Deutschen Bank in Haan wurde durch die Sprengung verwüstet. © Polizei Mettmann

Polizei appelliert: „Tätern nicht in den Weg stellen“

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung ein. Auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt – aber ohne Erfolg. Die Männer konnten vorerst entkommen. Der Tatort in der Haaner Innenstadt wurde am Samstagmorgen noch untersucht. Auch die Spurensicherung war vor Ort. Immerhin: Das Gebäude soll laut Feuerwehr nicht einsturzgefährdet sein. Die Ermittler hoffen jetzt auf Zeugenhinweise zu den Tätern, dem Fluchtwagen oder sonstigen verdächtigen Ereignissen.

Gleichzeitig hat die Polizei noch einen wichtigen Appell: „Ausdrücklich bittet die Polizei Zeugen solcher Straftaten darum, zum eigenen Schutz sich Tätern nicht in den Weg zu stellen, sondern unverzüglich und aus sicherer Entfernung die Polizei zu verständigen.“ (bs/ots)

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