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Mann fährt mit Blaulicht über die Autobahn – bis die Polizei ihn rauszieht

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Von: Sebastian Peters

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Zivilpolizei im Einsatz
Als „Zivilpolizist“ wollte ein 38-jähriger Mann sich scheinbar „freie Fahrt“ auf der Autobahn verschafft. Nun drohen gleich mehrere Anzeigen. (Symbolfoto) © Blaulicht-News.de

Auf „privater Einsatzfahrt“ war ein 38-jähriger Mann. Er sorgte auf mehreren Autobahnen rund um Köln für ordentliche Aufregung – inklusive Blaulicht.

Köln – Sich über andere Autofahrer aufregen, die auf der Autobahn auf der linken Spur „schleichen“, ist vermutlich jeden schonmal passiert. Aber ein 38-jähriger Mann hat für sich scheinbar die ideale Lösung gefunden. Ohne langjährige Berufsausbildung bei der Polizei Köln hat sich der „Möchtegern-Polizist“ kurzerhand selbst sogenannte „Sonder- und Wegerechte“ verliehen. Mit eingeschaltetem Blaulicht sorgt der Mann bei Köln auf den Autobahnen A1, A4 und A61 für mächtige Aufregung, berichtet 24RHEIN.

A1, A4 und A61 bei Köln: Mann fährt mit Blaulicht über Autobahn

Mehrfach soll der Mann mit hoher Geschwindigkeit auf vor ihn fahrende Fahrzeug aufgefahren sein. Häufiger, so die Polizei Köln in einer Pressemitteilung, soll der Mann mit dem Blaulicht und eingeschalteten Warnsignal die vorausfahrenden Fahrzeuge zum Freimachen „seiner“ Spur aufgefordert haben. In der Annahme, dass es sich hierbei um ein Einsatzfahrzeug handelt, haben die anderen Autofahrer auch sofort Platz gemacht.

Dennoch ist der „Möchtegern-Polizist“ aufgefallen. Auf der Höhe der Anschlussstelle Elsdorf wurde der 38-jährige Mann gestoppt, sein Blaulicht einkassiert und mehrere Anzeigen geschrieben. Nun sucht die Polizei Köln noch weite Zeugen. Erst vor kurzem lieferte sich ein Vater mit seinem Sohn ein Rennen auf der A61, es kam fast zu einem Unfall.

Autofahrer fährt mit Blaulicht über Autobahn: Zeugen gesucht

In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei: „Zeugen, die Hinweisen zur genauen Fahrstrecke des 38-Jährigen geben können oder in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich beim Verkehrskommissariat 4 telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.“ Verletzt wurde durch diese „private Einsatzfahrt“, wie es die Polizei nennt, zum Glück niemand. (sp)

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