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Gefesseltes Mädchen (13): Laut Polizei keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

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Von: Simon Stock

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13-jähriges Mädchen in Ostbevern bewusstlos aufgefunden
Im Fall des gefesselten Mädchens in Ostbevern halfen auch ein Suchhund und eine Einsatzhundertschaft bei der Spurensuche. © Guido Kirchner/dpa

Spaziergänger fanden in einem Waldstück in Ostbevern (NRW) ein mit Kabelbindern gefesseltes Mädchen (13). Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gibt es bislang nicht.

Update vom 28. Dezember, 14.35 Uhr: Mitte November wurde in einem Waldstück in Ostbevern im Münsterland ein bewusstloses und mit Kabelbindern gefesseltes 13-jähriges Mädchen gefunden. Nun hat sich die Polizei ein weiteres Mal zu dem Fall geäußert. Laut der Mitteilung haben sich nach bisherigem Stand der Ermittlungen keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen ergeben.

GemeindeOstbevern
KreisWarendorf
Fläche89,44 km²

Gefesseltes Mädchen (13) in Ostbevern: Laut Polizei keine Hinweise auf Gewaltverbrechen

Polizeisprecherin Vanessa Art erklärt aber, dass die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. „Derweil werden noch toxikologische Untersuchungen bei der Rechtsmedizin Münster durchgeführt“, so Art. Da die Untersuchungen noch Zeit in Anspruch nehmen, kann noch nicht gesagt werden, wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist.

Update vom 16. November, 16.06 Uhr: Der Leiter der Kreispolizeibehörde Warendorf, Dr. Olaf Gericke, hat öffentlich Stellung zu dem Vorfall in Ostbevern genommen. Dabei machte er deutlich, „dass der Fall in Ostbevern keinen Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt in Warendorf hat. Bislang wurde keine Verbindung zu einem anderen Ereignis festgestellt.“

Der Fund der gefesselten 13-Jährigen mache die Polizei betroffen. Man tue alles, um das Geschehene schnell aufzuklären. „Das sind wir dem betroffenen Mädchen und den Angehörigen schuldig.“

Gericke sei bewusst, dass sich viele Eltern sorgen würden. „Wir sind aktuell und in nächster Zeit verstärkt mit Polizisten in Ostbevern präsent. Dabei liegt unser besonderer Fokus auf den Schulwegzeiten der Kinder und Jugendlichen“, so der Polizeichef. Er rät („unabhängig von dem gestrigen Vorfall“), dass Kinder und jüngere Jugendliche in einer Gruppe zur Schule gehen sollten.

Gefesseltes Mädchen (13) in Ostbevern: Polizei schließt Sexualdelikt nicht aus

Update vom 16. November, 9 Uhr: Nach dem Fund des bewusstlosen und an den Händen gefesselten 13-jährigen Mädchens in einem Wald im münsterländischen Ostbevern ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Das sagte eine Sprecherin der Polizei am Morgen. So könne derzeit auch ein Sexualdelikt nicht ausgeschlossen werden. Es würden Spuren ausgewertet und Zeugen befragt, damit alle „Puzzleteile“ des Falls zusammengefügt werden könnten, schilderte die Sprecherin. Nach Informationen von RTL war der Gürtel an der Hose des Mädchens geöffnet, als die Bauarbeiter es am Dienstag gegen 8 Uhr fanden.

„Das Mädchen lag dort mit Kabelbindern um den Arm gefesselt und zeigte keinerlei Reaktion. Atmung war festzustellen, war wohl da, aber alles andere völlig regungslos“, schilderte ein Arbeiter von der nahe gelegenen Baustelle dem TV-Sender. Anwohner hatten das Mädchen an dem Waldstück gefunden und die Bauarbeiter zu Hilfe geholt. „Ein Arbeitskollege und ich, wir haben vorbeugend mit unseren Arbeitsjacken ausgeholfen, zur Wärmung, um eine Unterkühlung auszuschließen“, sagt der Helfer.

Das Mädchen sei noch am Dienstagabend aus dem Krankenhaus entlassen worden, berichtete die Polizei. Nähere Angaben zum Gesundheitszustand der 13-Jährigen wollte die Sprecherin nicht machen.

[Erstmeldung vom 15. November] Ostbevern/Kreis Warendorf - In einem Waldstück in Ostbevern im Münsterland (NRW) ist am Dienstagmorgen (15. November) gegen 8 Uhr ein bewusstloses und mit Kabelbindern gefesseltes Mädchen gefunden worden. Das bestätigte die Polizei des Kreises Warendorf auf Anfrage von wa.de. Über Stunden lief ein Großeinsatz der Polizei, um Spuren in der Umgebung zu sichern. Dabei halfen auch ein Suchhund und eine Einsatzhundertschaft. Gefunden wurde laut Polizei nichts.

Mädchen in Ostbevern (NRW) bewusstlos und gefesselt in Waldstück gefunden

Das Mädchen wird aktuell im Krankenhaus behandelt. Die 13-Jährige sei beim Abtransport bewusstlos gewesen. „Mittlerweile ist sie wieder bei Bewusstsein“, sagte Polizeisprecherin Susanne Dirkorte-Kukuk am Dienstagmittag im Gespräch mit wa.de. Sie habe nur leichte Verletzungen erlitten. Das Mädchen wurde bereits befragt, kann sich aber an nichts erinnern.

Es gebe zunächst keine Hinweise auf eine Vergewaltigung - und auch nicht auf den oder die Täter. „Wir wissen nicht, was sich zugetragen hat“, so Dirkorte-Kukuk am Mittag weiter. Nähere Angaben zur Auffindesituation wollte die Polizeisprecherin aus Ermittlungsgründen nicht machen.

Gefesseltes Mädchen in Ostbevern
In diesem Waldstreifen in Ostbevern wurde das 13-jährige Mädchen gefesselt gefunden. Das Fahrrad liegt auf dem Boden. © Michel Fritzemeier/TV7News

Ostbevern (NRW): Keine Hinweise auf Täter - Suche läuft

Ein spazierendes Ehepaar entdeckten am Dienstag zunächst ein Fahrrad und einen Rucksack am Wegesrand. Dann fanden sie das Mädchen, das auf dem Weg zur Schule war, gegen 7.50 Uhr gefesselt und bewusstlos auf dem Boden liegend. Neben dem Fundort - einem Waldstreifen, der an Bebauung grenzt - ist eine Baustelle. Arbeiter von dort hätten bei der Erstversorgung geholfen. Fahrrad und Rucksack des Mädchens lagen neben ihr in einem Graben.

Erst kürzlich gab es im Kreis Warendorf ein erschütterndes Gewaltverbrechen. Eine 21-Jährige wurde vergewaltigt und mit einem Messer getötet. Die Polizei jagt einen 30-jährigen Mann europaweit.

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