Fäkalienklappen offen

Gefahr der Tierseuche: Schummel-Fahrer lässt Kot und Urin auf die Straße tropfen

Dieser Lkw war nicht ganz sauber. Polizisten stoppten das mit 90 Ferkeln beladene Fahrzeug auf der K16 in der Lüdinghauser Bauerschaft Ondrup.
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Dieser Lkw war nicht ganz sauber. Polizisten stoppten das mit 90 Ferkeln beladene Fahrzeug auf der K16 in der Lüdinghauser Bauerschaft Ondrup.

Ein Lkw-Fahrer ist mit 90 Ferkeln unterwegs. Die Fäkalienklappen sind offen, sodass Kot und Urin auf die Straße gelangt. Doch das ist nicht das einzige Problem.

Lüdinghausen - Die Polizei wurde am Mittwoch auf einen Lkw aufmerksam. Der Grund: Der 68-jährige Fahrer des Sattelzugs hatte ohne erkennbaren Sinn die Nebelscheinwerfer eingeschaltet. Wie die Polizei berichtet, sei das jedoch das geringste Problem gewesen. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtLüdinghausen
LandkreisCoesfeld
Fläche140,3 km²
Einwohner24.810 (31. Dez. 2020)

Lüdinghausen: Lkw-Fahrer versucht Polizei bei Kontrolle zu betrügen

Der Lkw-Fahrer aus Olfen, der auf der K16 in der Lüdinghauser Bauerschaft Ondrup unterwegs war, befand sich auf dem Weg von Dülmen nach Dortmund. Bei der Kontrolle steckte er eine fremde Fahrerkarte in das Kontrollgerät. Seine eigene führte er in seiner Kleidung mit.

„Durch diese Vorgehensweise besteht die Möglichkeit, doppelt so lange zu fahren wie erlaubt“, erklärt die Polizei das Vorgehen des schummelnden Lkw-Fahrers. Der Trick bestünde darin, dass die Karten später im Fahrtenschreiber wieder getauscht werden und so die Fahrtzeit wieder bei „Null“ beginne.

Diese Verhalten stellt laut Polizei Coesfeld eine Straftat wegen Fälschung beweiserheblicher Daten da. Bei der Auswertung der digitalen Daten kamen noch weitere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten vom letzten Monat ans Tageslicht.

Tierseuchen-Gefahr in Lüdinghausen: Kot und Urin auf der Straße wegen Schummel-Fahrer

Doch der Lkw-Fahrer hatte noch andere Dinge zu verbergen. Bei seiner Fahrt war der Betrüger mit 90 Ferkeln unterwegs, die sich allesamt auf der Ladefläche befanden. Wie sich herausstellte, waren am Lkw die sogenannten Fäkalienklappen geöffnet. Das ist verboten, schließlich konnte so während der Fahrt ungehindert Kot und Urin der Schweine auf die Straße gelangen.

Die Polizei warnt ausdrücklich vor einer leichtfertigen Unachtsamkeit bei der Öffnung und Schließung von Fäkalienklappen. Denn es könne nicht nur die Fahrbahn verschmutzt werden. Vielmehr könnte eine Verbreitung möglicher Tierseuchen begünstigt werden, wenn derartige Exkremente in Umlauf kommen.

Summa summarum erwarten den 68-jährigen Lkw-Fahrer aus Olfen somit eine ganze Reihe an Anzeigen. Der leichtfertige Umgang mit den Fäkalienklappen stellt einen Verstoß gegen die Viehverkehrsverordnung dar.

Im Kreis Coesfeld war es am Mittwoch zudem zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem sich ein Auto überschlug. Der Fahrer wurde schwer verletzt, sein Hund wurde aus dem Auto geschleudert und verstarb wenig später.

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