Nach Leichenfund von Dienstag in Lüdenscheid

Vermisste Frau (60) tot aufgefunden: Ermittler geben Todesursache bekannt

Die Polizei sucht nach einer 60-jährigen Frau aus Lüdenscheid (Symbolbild).
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Die Polizei suchte nach einer 60-jährigen Frau aus Lüdenscheid (Symbolbild).

[Update 13.24 Uhr] Nach dem Auffinden der Leiche der seit Freitagabend vermissten Lüdenscheiderin (60) steht für die Ermittler der Hagener Mordkommission die Todesursache zweifelsfrei fest.

  • Im Märkischen Kreis hat ein Vermisstenfall in Lüdenscheid ein tragosches Ende genommen.
  • Eine Frau (60) war am 31. Januar verschwunden - Dienstag wurde ihre Leiche gefunden.
  • Am Mittwoch haben sich die Ermittler zur Todesursache geäußert.

Lüdenscheid - Nachdem am Dienstag die Leiche einer 60-jährigen Frau in Lüdenscheid entdeckt worden war, die seit Freitagabend als vermisst galt, haben sich die Ermittler der Hagener Mordkommission am Mittwoch zur Todesursache geäußert.

Demnach hat sich die Frau selbst das Leben genommen. Ein Gewaltverbrechen oder ein Unfall als Todesursache scheiden nach den Worten von Polizeisprecher Dietmar Boronowski demnach aus. 

Speziell geschulte Hunde im Einsatz

Die Fahnder hatten nach der Vermisstenmeldung von Sonntagmittag das Wohnumfeld durchkämmt und die Suche nach und nach ausgedehnt – teilweise auch mit speziell ausgebildeten Suchhunden. 

Am Dienstagnachmittag hatten die Ermittler dann den leblosen Körper der Gesuchten hinter einem leer stehenden Haus an der Hochstraße entdeckt.

Mit Glasscherbe tödliche Verletzungen beigebracht

Die Spuren am Fundort sowie die Auffindesituation ließen keinen anderen Schluss als Selbstmord zu, war zu erfahren. Die Frau hatte sich offenbar mit einer Glasscherbe tödliche Verletzungen zugefügt. Über das mögliche Motiv herrscht Stillschweigen. 

Wie es heißt, habe die Lüdenscheiderin unter einer schweren Krankheit gelitten.

Hinweis in eigener Sache

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. 

Wir machen dann eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind oder wenn - wie in diesem Fall - die Ermittlungsbehörden die Öffentlichkeit um Hilfe bitten und sich erst im Nachhinein der tragische Hintergrund herausstellt.

Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, beispielsweise bei der Telefonseelsorge (Tel. 0800-1110111).

So haben wir am Dienstag aktuell berichtet

Die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis suchte am Dienstag öffentlich nach der 60-jährigen aus Lüdenscheid.

Die Frau war nach Angaben ihres Ehemannes am vergangenen Freitag (31. Januar) um 20.14 Uhr nach einem Streit zunächst in den Keller des Wohnhauses in der Nähe des Saunadorfes gegangen. Anschließend habe sie das Haus in unbekannte Richtung verlassen, so die Ermittler. 

"Am Sonntagmittag meldete der Mann seine Ehefrau als vermisst. Alle bisher durchgeführten Maßnahmen sind ohne Erfolg geblieben. Deshalb bittet die Polizei nun die Bevölkerung um Hinweise", hieß eszunächst am Dienstagmittag.

Traurige Gewissheit seit Dienstagnachmittag

Am Dienstagnachmittag dann, gegen 16.05 Uhr, gab es dann die traurige Gewissheit: "Die Suche nach der Frau, die seit Freitagabend vermisst wurde, wird eingestellt. 

Gegen 13.30 Uhr wurde die gesuchte Frau außerhalb eines Hauses in Lüdenscheid tot aufgenommen. Die Ermittlungen zur Todesursache werden von der eingesetzten Mordkommission aus Hagen in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hagen und der Kriminalpolizei der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis durchgeführt", erklärte die Polizei.

Immer wieder Vermisstenfälle im Märkischen Kreis

Tief bewegt wird der Märkische Kreis nach wie vor von der Suche nach der zehnjährigen Lia aus Menden, über die wir umfangreich berichten.

Ende November 2019 hatte im Märkischen Kreis die Suche nach einem Mann (74) aus Neuenrade für Aufsehen gesorgt, der seinen Suizid angekündigt hatte. Die Leiche wurde schließlich in einem schwer zugänglichen Bereich der Lenne in Werdohl-Ütterlingsen entdeckt.

Im Juli 2019 hatte es unter rätselhaften Umständen einen Großeinsatz an der Glör gegeben. Dort wurde eine Person gesucht - die Suche aber wenig später wieder eingestellt

Im Februar 2019 war nach einem Großeinsatz an Lenne und Veischede eine vermisste Frau tot im Wasser gefunden worden.

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