Ab Mitte Oktober

NRW greift durch: Land stoppt Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne

Ungeimpfte in NRW haben bald im Falle einer Corona-Quarantäne keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlung. Für einige Gruppen gibt es eine Ausnahme.

Hamm - Das Land Nordrhein-Westfalen macht Schluss mit den Lohnfortzahlungen für nicht gegen Corona geimpfte Personen in Quarantäne. Nur noch bis zum 11. Oktober haben die Ungeimpften dann Anspruch auf die Fortzahlung ihres Lohns. Das kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an. (News zum Coronavirus)

LandNordrhein-Westfalen
Fläche34.098 km²
Bevölkerung17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

NRW stoppt Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne - es gibt Ausnahmen

Genesene und Geimpfte bleiben davon unbetroffen. Sollten sie von Impfdurchbrüchen oder Neuerkrankungen betroffen sein und deshalb in Quarantäne müssen, haben sie weiterhin einen Anspruch auf eine Ausfallentschädigung ihres Verdienstes. Gleiches gilt für Menschen, die sich aus gesundheitlichen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können beziehungsweise dürfen.

„Wir haben es mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun. Alle Expertinnen und Experten sind sich einig, dass das Impfen ein sehr wirksamer Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist“, wird NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zitiert. „Wer sich also die Freiheit herausnimmt, sich nicht impfen zu lassen, obwohl medizinisch nichts dagegenspricht, steht für die Folgen seiner Entscheidung selbst ein – nicht der Arbeitgeber, nicht die Solidargemeinschaft.“

Gleichzeitig müsse nach Ansicht des CDU-Politikers klar sein: „Wer sich aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen oder einer Schwangerschaft nicht impfen lassen kann, wird selbstverständlich weiterhin eben diese Unterstützung der Solidargemeinschaft erhalten.“

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erhöht Druck auf Ungeimpfte

Dieser Schritt hatte sich angedeutet. Bereits am Donnerstag sprach sich Karl-Josef Laumann laut und leidenschaftlich dafür aus, dass es Ungeimpfte in der Corona-Pandemie künftig „ungemütlicher“ haben sollen. So erhöhte der Gesundheitsminister Nordrhein-Westfalens den Druck auf die nicht gegen Covid-19 geimpften Bürger in NRW.

Zuvor hatte sich bereits Jens Spahn (CDU) ähnlich geäußert. Der Bundesgesundheitsminister könne „sehr, sehr gut nachvollziehen“, wenn Ungeimpfte, die sich in Quarantäne befinden, keine Lohnfortzahlung bekommen, sagte er.

Die NRW-Landesregierung hatte via Schulmail bereits eine Verschärfung der Testpflicht an Schulen mitgeteilt. Ab dem 20. September finden drei statt bisher zwei Tests notwendig.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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