Unfall in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bei Bünde

Lkw-Fahrer aus Führerhaus befreit - A30 nach Stunden wieder frei

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[Update 8.56 Uhr] Viel Glück hatte in der Nacht zum Donnerstag ein Lkw-Fahrer (58) aus der Nähe von Hannover, der auf der A30 auf einen Auflieger aufgefahren war. Er wurde zwar schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt in eine Klinik gebracht. Feuerwehrleute mussten ihn zuvor aus seinem völlig zerstörten Führerhaus befreien. Die Sperrung der Autobahn konnte erst am Morgen gegen 7.45 Uhr aufgehoben werden, es entstand ein Stau von zehn Kilometern.

Bünde - Zu dem Unfall war es gegen 1.40 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bünde und Hiddenhausen gekommen, als der Fahrer eines 7,5-Tonnen-Lkw samt Anhänger auf der A30 aus Richtung Osnabrück kommend in Richtung Bad Oeynhausen unterwegs war.

Aus bislang ungeklärter Ursache fuhr er auf den Auflieger eines Versmolder Tiefkühl-Logistikers, an dessen Steuer ein 64-jähriger Magdeburger saß. Beide Fahrzeuge kamen erst nach etwa 150 Meter zum Stehen. 

Durch die Wucht des Zusammenstoßes hatte sich die offenbar unzureichend gesicherte Ware auf dem Anhänger mehr als einen Meter nach vorne geschoben, die Ladefläche des Zugfahrzeuges unter das Führerhaus.

60 Feuerwehrleute im Einsatz

Der schwer verletzte Fahrer wurde von den rund 60 herbeigeeilten Feuerwehrleuten der Bünder Feuerwehr befreit und vom Notarzt an der Unfallstelle behandelt, ehe er in eine Klinik zur weiteren Versorgung eingeliefert werden konnte.

Der Iveco-Fahrer erlitt nach Angaben der Polizei Bielefeld leichte Verletzungen. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 70.000 Euro, beide schwer beschädigte Fahrzeuge wurden sichergestellt. Durch die Feuerwehr wurden die ausgelaufenen Betriebsstoffe abgestreut.

Die Polizei sperrte an der Anschlussstelle Bünde die Autobahn sowie die Zufahrt, ein rumänischer Pritschenwagen fuhr dennoch mit eingeschalteten, gelben Blinklicht durch die Rettungsgasse bis zwischen die Einsatzfahrzeuge.

Textilien von Hand umgeladen

Dort warteten die Polizeibeamten mit einer Anzeige und einer Sicherheitsleistung von mehr als 200 Euro.

Die Ladung, in Kartons verpackte Textilien, mussten teilweise von Hand umgeladen werden, ehe der Klein-Lkw abgeschleppt werden konnten. Die Bünder Feuerwehr unterstützte die Polizei bei der Beweissicherung mit einer Drohne.

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