Kran muss anrücken

Tragischer Tod im Fluss: Trächtige Kuh ertrinkt - aufwändiger Feuerwehr-Einsatz

Am Haken eines Kranes wurde ein Feuerwehrmann ins Wasser gelassen, um die Kuh zu bergen.
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Am Haken eines Kranes wurde ein Feuerwehrmann ins Wasser gelassen, um die Kuh zu bergen.

Die Feuerwehr Lippetal startete mit einem aufwändigen Einsatz in den Sonntag. Die Einsatzkräfte waren gerufen worden, da eine Kuh in die Lippe gefallen war. Als die Feuerwehr kurze Zeit später vor Ort eintraf, war die trächtige Kuh jedoch schon tot.

  • Tragischer Tod in Lippetal im Kreis Soest
  • Eine Kuh ertrinkt in der Lippe
  • Die Feuerwehr war im Einsatz

Lippetal - Ein Fahrradfahrer hatte die Kuh am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr kopfüber im Wasser liegend entdeckt und den Notruf gewählt. Einheiten aus Herzfeld und Lippborg rückten zum Lippe-Wehr an der Kesseler Mühle aus. Doch für das Tier kam jede Hilfe zu spät. „Als wir vor Ort eintrafen, war die Kuh bereits tot“, erklärte Feuerwehrsprecher Marc Schlunz. 

Aus der erhofften Rettung wurde eine Bergung – und die hatte es ins sich. „Das Ufer ist in diesem Bereich sehr steil. Außerdem ist die Lippebrücke dort für Großfahrzeuge gesperrt“, so Schlunz. Deshalb musste Spezialgerät angefordert werden. Ein Kran mit langem Ausleger rückte an. 

Ein Kran mit langem Ausleger musste anrücken.

Auf sicherem Boden stehend schob der Kran seinen Arm über das Lippe-Wehr. Am Haken: ein Feuerwehrmann. „Aufgrund der starken Strömung kann man in diesem Bereich nicht einfach so in die Lippe gehen“, betonte Schlunz. Auch ein Einsatz des Feuerwehr-Mehrzweckbootes kam aufgrund der Steine nicht in Frage. 

Der „fliegende“ Feuerwehrmann befestigte Ketten an den Hinterläufen der Kuh, an denen sie aus dem Wasser geborgen wurde. Von dort kam sie zum Abtransport direkt in den bereitstehenden Anhänger eines Landwirtes. 

Tote Kuh in der Lippe: Verbrechen ausgeschlossen

Warum die trächtige Kuh ins Wasser stürzte, konnte vor Ort nicht geklärt werden. Ein Verbrechen wurde jedoch ausgeschlossen. „Die Kuh ist ertrunken“, erklärte eine Polizeisprecherin. Die rund 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lippetal konnten nach zwei Stunden und 16 Minuten wieder von der Einsatzstelle abrücken.

Mit einer aufwändigen Tierrettung hatte es auch die Feuerwehr Werl vor kurzer Zeit zu tun. Auf der A44 war ein Pferde-Transporter bei einem Verkehrsunfall auf der Seite gelandet. Um das unverletzte Tier aus dem Anhänger zu retten, musste die Autobahn zwischenzeitlich in beide Richtungen voll gesperrt werden.

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