Folgenschwerer Transport nach Arnsberg

Lieferant bringt Öl-Fass zur Autobahnpolizei - Das bereut er jetzt

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Mit dem Öl-Fass war soweit alles in Ordnung. Mit dem Rest nicht.

Arnsberg - Er wollte doch nur ein Öl-Fass zur Autobahnpolizei nach Arnsberg bringen. Doch jetzt hat der Fahrer aus Iserlohn ein großes Problem. Und nicht nur er.

Am Mittwoch gegen 11.50 Uhr lieferte eine Transportfirma eine Palette mit einem Fass Motoröl (90 Liter) an die Autobahnpolizeiwache in Arnsberg. Aus organisatorischen Gründen nahm dort ein Beamter der Wache die Lieferung entgegen - und staunte nicht schlecht.

Denn beim Absenken der Ladebordwand stach ihm zunächst ins Auge, dass die Ladung, darunter das Fass, nicht beziehungsweise nicht ausreichend gesichert war. Dies löste den berufsbedingten Kontrollreflex des Autobahnpolizisten aus.

Es stellte sich heraus, dass der Lkw diverse technische Mängel aufwies (ABS-Störung, scharfe Kanten an der Stoßstange) und der Fahrer, ein 36-Jähriger aus Iserlohn, diverse Verstöße (über 30 an der Zahl) gegen die Lenk-und Ruhezeiten aufwies.

Und das alles "frei Haus" und trotz Vermerk auf den Ladepapieren, dass es zu einer "Autobahnwache" geht... Im Gegenzug wird es jetzt ein Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verdachts des Verstoßes gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr gegen den 36-Jährigen, den Halter des Lkw und gegebenenfalls gegen den Disponenten in mehr als 30 Fällen geben.

Dazu gesellt sich noch eine Anzeige wegen des Verdachts der mangelhaften Ladungssicherung und technischer Mängel am Fahrzeug. Und das alles wegen eines Öl-Fasses. 

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