Bewährungsstrafe wegen Titelmissbrauchs

Leiter von Notunterkunft von Vergewaltigungsvorwurf freigesprochen

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Arnsberg - Der ehemalige Leiter einer Notunterkunft für Flüchtlinge im sauerländischen Finnentrop ist vom Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung einer Asylbewerberin freigesprochen worden.

Das Landgericht Arnsberg verhängte heute (31. Januar) auf Antrag von Anklage und Verteidigung lediglich eine Bewährungsstrafe von neun Monaten wegen Titelmissbrauchs. 

Der Mann hatte sich in mehreren Mails als "Dr. med" bezeichnet, um Seriosität und Fachkompetenz vorzutäuschen. Die Vergewaltigungsvorwürfe wurden wegen nicht auflösbarer Zweifel von der Kammer fallengelassen. Während des Verfahrens hatte ein WhatsApp-Chatverlauf Anhaltspunkte für eine einvernehmliche Liebesbeziehung aufgezeigt. 

Im Dezember wurde daraufhin bereits der Haftbefehl nach sechsmonatiger Untersuchungshaft aufgehoben. Die Asylbewerberin, die als Nebenklägerin auftrat, wurde im Verfahren nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit gehört. Auf weitere Zeugen habe die Kammer verzichtet, teilte ein Sprecher mit. - dpa

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