Bestätigung nach Obduktion:

Leiche von Liesa Schulte in Essen gefunden

WERL - Es ist nun leider Gewissheit: Bei der Leiche, die am Wochenende in Essen gefunden worden ist, handelt es sich um die vermisste Liesa Schulte aus Werl.

Nach der Obduktion Montagnachmittag bestätigte die Arnsberger Staatsanwaltschaft, dass es sich bei der Leiche um die 24-jährige Westönnerin handelt. Die Kinder hatten am Samstagnachmittag in einem Waldstück im Essener Stadtteil Werden einen skelettierten Knochen gefunden.

Polizisten identifizierten diesen als Teil eines menschlichen Beins und alarmierten die Mordkommission. Bis zum Einbruch der Dunkelheit durchsuchten die Beamten den Bereich, nicht weit entfernt von einer Jugendherberge und vom Baldeney-See.

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Am Sonntagmorgen bei Tagesanbruch wurde die Suche fortgesetzt. Unweit des Fundortes entdeckten die Ermittler dann eine weibliche Leiche.Mehr als vier Stunden dauerte gestern die Obduktion in der Essener Gerichtsmedizin, ehe der ermittelnde Staatsanwalt Thomas Poggel bestätigte: Er und die Beamten der Dortmunder Mordkommission gehen „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei der Toten um die seit dem 16.April vermisste Liesa Schulte aus Werl handelt“.

Erste Ergebnisse der Obduktion legen nach Auskunft des Staatsanwaltes den Verdacht nahe, dass die junge Frau erstickt wurde. Weitere Einzelheiten wollte er nicht mitteilen. Kenntnis vom neuen Sachstand hat seit Montagnachmittag auch die Verteidigerin des 24-jährigen Richard O. Er gilt als dringend verdächtig, seine frühere Freundin ermordet zu haben. Im Kofferraum eines am Tattag von ihm angemieteten VW Polo hatten Leichenspürhunde angeschlagen; außerdem wurde dort DNA von Liesa nachgewiesen.

Der Fund am Montag dürfte ein weiteres Glied in der Indizienkette gegen den Afrikaner sein. Der 24-Jährige wohnt in Essen – der Stadt, in der Liesa Schultes Leiche gefunden wurde. - von Matthias Dietz

Hintergrund: Im April war die 24-Jährige spurlos verschwunden. Die hatte sich offenbar zu einer Aussprache mit ihrem Ex-Freund Richard O. getroffen. Der Ex-Freund stritt daraufhin ab, mit ihrem

Verschwinden zu tun zu haben, er verstrickte sich aber schnell in Widersprüche. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Richard O. wegen Mordes. Unter anderem waren in einem Mietwagen, den sich der Ex-Freund geliehen hatte, DNA-Spuren von Liesa Schulte gefunden worden. Außerdem hatten Leichenspürhunde bei der Untersuchung des Wagens angeschlagen. Der Verdächtige sitzt in Haft und schweigt zu den Vorwürfen.

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