Probebohrungen möglich

Neue NRW-Regierung rüttelt nicht am Fracking-Verbot

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Die neue Landesregierung hält am Fracking-Verbot in Nordrhein-Westfalen fest.

Düsseldorf - Die umstrittene Erdgas-Bohrmethode Fracking treibt Umweltschützer auf die Barrikaden. In NRW haben Unternehmen bereits zahlreiche Claims abgesteckt. Die neue Landesregierung steht aber zum Fracking-Verbot.

Die neue Landesregierung hält am Fracking-Verbot in Nordrhein-Westfalen fest. Es gebe keinen Anlass, die bestehenden Regelungen und Festlegungen zu ändern, antwortete NRW-Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion. Schwarz-Gelb beabsichtige auch nicht, wissenschaftliche Probebohrungen zuzulassen. 

Beim Fracking wird eine Mischung aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tiefe Gesteinsschichten gepresst, um Erdgas zu gewinnen. Die hoch umstrittene Technologie birgt Risiken für Trink- und Grundwasser. Gegner befürchten außerdem, dass Erdbeben provoziert werden könnten. 

In der Vergangenheit haben Unternehmen sich in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens, insbesondere im Münsterland, Erdgas-Suchfelder gesichert. Nach Angaben des Ministers gibt es in NRW 14 solcher Erlaubnisgebiete. 

Eine seit Februar geltende bundesweite Regelung im Wasserrecht hat aber den Einsatz von Fracking in bestimmten Gebieten und Gesteinen, etwa Schiefergestein und Kohleflöze, untersagt - für viele Unternehmen eine große Enttäuschung. Einige erproben auf den Feldern alternative Fördermethoden. Die Länder haben generell die Möglichkeit, ausnahmsweise Probebohrungen zu genehmigen.

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