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Landtagswahl in NRW: Auf welche Erfahrungen Wüst und Kutschaty zurückblicken

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Von: Alexander Schäfer

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Thomas Kutschaty (SPD) und Hendrik Wüst (CDU) sind die aussichtsreichsten Kandidaten für die Landtagswahl in NRW. Diese Erfahrungen haben sie als NRW-Landesminister.

Düsseldorf – Die Wähler in Nordrhein-Westfalen entscheiden am 15. Mai über die Zusammensetzung des neuen Landtags – und damit auch über den nächsten NRW-Ministerpräsidenten - es ist Landtagswahl 2022. Wir stellen Ihnen die beiden Kandidaten, Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) und seinen Herausforderer Thomas Kutschaty (SPD), in einer Serie näher vor. Diese Erfahrungen haben die beiden als NRW-Landesminister.

VolkswahlLandtagswahl NRW
Termin15. Mai 2022
WahlberechtigtRund 13 Millionen Menschen

Landtagswahl in NRW: Hendrik Wüst war Verkehrsminister

Hendrik Wüst war von 2017 bis zu seiner Vereidigung als Ministerpräsident am 27. Oktober 2021 NRW-Verkehrsminister. Kein Wunder also, dass die Opposition das Thema Verkehr im Wahlkampf behandeln will. „Mehr Bewegung, weniger Stau“, sei 2017 ein herausragendes Wahlkampfversprechen der CDU gewesen, erinnert die SPD. Doch Wüst habe nicht geliefert, im Gegenteil: Aus 143.000 Stau-Stunden in 2017 wurden 171.000 in 2019. Die Grünen sehen in dem Desaster um die Lüdenscheider Autobahntalbrücke Rahmede einen Beleg darin, dass Wüst zu sehr auf Straßenneubau statt auf Erhalt und Sanierung gesetzt habe.

Und Wüst? Nach dem Wahlkampf 2017 kam der Verkehrsminister schnell in der Realität an. „Wir stehen ohne Frage vor einem Berg von Problemen“, sagte er damals mit Blick auf die Infrastruktur von Straße und Schiene. Wüst bewies jedoch Ehrgeiz und schob viele Projekte an, gerne im Bereich Bahn und sogar bei Radwegen. Er musste dann aber doch erkennen, dass eine Amtszeit zu kurz ist, um NRW staufreier zu machen.

Landtagswahl in NRW: Thomas Kutschaty war Justizminister

Thomas Kutschaty war von 2010 bis 2017 NRW-Justizminister. Beruflich passte die Aufgabe zu ihm, auch wenn der 53-jährige Rechtsanwalt später in den Medien als „braver Regierungsnotar unter Hannelore Kraft“ wahrgenommen wurde. „Ziel unserer Rechtspolitik ist es, den Rechtsfrieden in unserer Gesellschaft zu sichern und Gerechtigkeit durchzusetzen“, verkündete Kutschaty damals selbstverständliches.

Wahlplakate mit Portraits der Spitzenkandidaten von CDU, Ministerpräsident Hendrik Wüst (oben) und SPD, Thomas Kutschaty (unten), hängen an einem Laternenpfahl.
Wahlplakate mit Portraits der Spitzenkandidaten von CDU, Ministerpräsident Hendrik Wüst (oben) und SPD, Thomas Kutschaty (unten): Wer wird Ministerpräsident? © Oliver Berg/dpa

Heute schreibt der Sozialdemokrat in einer Wahlkampfbroschüre über seinen damaligen Posten: „Was ich als Justizminister merken musste: Politik ist oft ein Bohren dicker Bretter. Da sieht man den Erfolg manchmal erst, wenn man schon nicht mehr im Amt ist.“

Immerhin: Am Justizminister lag es nicht, dass Krafts rot-grüne Regierung vor fünf Jahren abgewählt worden ist – auch wenn mehrere Gefängnisausbrüche in seine Amtszeit fielen. Für die Abwahl von Rot-Grün zeichneten sich in erster Linie die Ressorts Umwelt, Innen und vor allem Schule aus. Als Ministerpräsident will Kutschaty die Bildung zur Chefsache machen.

Wahl-O-Mat 2022 für die Landtagswahl in NRW: Wähler können mit dem Tool herausfinden, welche Partei die richtige für sie ist.

Für die Landtagswahl NRW 2022 gibt es schon im Vorfeld wichtige Dinge zu beachten. Wer nicht ins Wahllokal geht, kann im Vorfeld die Briefwahl beantragen. Dafür gibt es Fristen.

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