CDU kritisiert Hunsteger: Zu viel Lob für Herter

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Thomas Hunsteger-Petermann (Mitte) am Wahlabend im Rathaus. Im Hintergrund das Ergebnis, das die SPD in Hamm vor der CDU sieht.

Hamm - Arnd Hilwig hat den Abstand seines Vorgängers Oskar Burkert auf Marc Herter deutlich reduziert: Von 12 905 auf 8 375 Stimmen beziehungsweise von 19,4 auf 11,6 Prozent. Dass der CDU-Kandidat im Wahlkreis 118 (Hamm ohne Herringen) nicht noch näher an Herter heranrücken konnte, dafür machen manche in der Partei den Oberbürgermeister, bekanntlich auch CDU-Mitglied, mitverantwortlich.

„Ja, das war manchmal einfach zu viel des Guten“, sagte ein CDU-Mandatsträger im Gespräch mit unserer Zeitung. Intern sei das Verhalten von Thomas Hunsteger-Petermann auch schon entsprechend kritisiert worden. Zum einen habe es Hunsteger mit seinem Lob für den Landtagsabgeordneten Herter in der Öffentlichkeit übertrieben, zum anderen wäre es besser gewesen, zu dem ein oder anderen Termin mit Herter auch einen Parteifreund einzuladen. „Aus CDU-Sicht ist das nicht immer gut gelaufen“, lautet die Botschaft.

Hunsteger selbst bescheinigte am Wahlabend Hilwig, einen Traumwahlkampf geführt zu haben. Und auch CDU-Ratsfraktionschef Dr. Richard Salomon war voll des Lobes für den Kandidaten. „Die Belastung war kolossal, Dein Einsatz großartig“, sagte er und überreichte Hilwig als Dankeschön zwei Flaschen Rotwein.

NRW-Landtagswahl 2017 in Hamm

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Doch Hilwigs zweifelsohne engagierter Wahlkampf mit seit Ostern weit mehr als 1000 Hausbesuchen im gesamten Stadtgebiet und die Tatsache, dass die SPD landesweit drastisch verloren hat, reichten nicht aus, um Herter wirklich gefährlich zu werden. So konnte Hilwig von den sechs Stadtbezirken im Wahlkreis 118 nur einen, nämlich Rhynern, holen. In Heessen, wo Hilwig wohnt, kam er auf 33,6 Prozent, Herter auf 45,6 Prozent. Am größten war der Abstand zwischen den beiden Kandidaten im Bezirk Pelkum. Herter erhielt hier 49,1 Prozent, Hilwig nur 28,2 Prozent.

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