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Wüst oder Kutschaty? Bürger in NRW unzufrieden - keine Partei überzeugt

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Fünf Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stehen zwei Drittel der Bürger den Spitzenkandidaten beider großer Parteien ablehnend gegenüber.

Düsseldorf – Dies ist ein Ergebnis des „NRW Check“, einer Umfrage-Serie der NRW-Tageszeitungen im Vorfeld der Landtagswahl am 15. Mai 2022. Zwei Drittel (64 Prozent) der Wahlberechtigten würden sich im Fall einer Direktwahl des Ministerpräsidenten weder für Amtsinhaber Hendrik Wüst (CDU) noch für seinen SPD-Herausforderer Thomas Kutschaty entscheiden. In einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts forsa für den „NRW Check“ kam Wüst auf 24 Prozent, Kutschaty nur auf 12 Prozent.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Wüst oder Kutschaty? Bürger in NRW unzufrieden - keine Partei überzeugt

Gut einen Monat nach dem Wechsel im Amt des Ministerpräsidenten von Armin Laschet (CDU) zu Wüst zeigen sich 64 Prozent der Menschen unzufrieden mit der Arbeit der Landesregierung und 40 Prozent unzufrieden mit der Arbeit des Regierungschefs. Zufrieden äußerten sich jeweils 31 Prozent.

NRW Check Grafik
Fünf Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stehen zwei Drittel der Bürger den Spitzenkandidaten beider großer Parteien ablehnend gegenüber. © forsa

Die amtierende CDU/FDP-Koalition ist fünf Monate vor der Wahl weit entfernt von einer Mehrheit. Die CDU kommt auf 27 Prozent Zustimmung, ein Minus von 6 Punkten gegenüber ihrem Wahlergebnis von 2017. Die FDP könnte mit 12 Prozent ihr Resultat von 2017 mit 12,6 Prozent in etwa halten.

Landtagswahl 2022 in NRW: Rot-grün, Ampel oder doch Jamaika?

Ein rot-grünes Bündnis käme auf ähnliche Werte: Die SPD könnte derzeit – wie die CDU – mit 27 Prozent der Stimmen rechnen (2017: 31,2 Prozent), die Grünen mit 17 Prozent (6,4 Prozent). Damit wäre in NRW die Bildung einer Ampelkoalition nach Vorbild des Bundes möglich, aber auch Jamaika (CDU, Grüne, FDP) oder eine große Koalition aus CDU und SPD.

Die AfD würde mit 7 Prozent der Stimmen (2017: 7,4 Prozent) wieder im Landtag sitzen, die Linke den Wiedereinzug mit 4 Prozent erneut verfehlen.

Allerdings ist der Termin der bevorstehenden Wahl bislang erst einer Minderheit der Bürgerinnen und Bürger geläufig. Lediglich ein Drittel wusste das korrekte Datum im Mai. 13 Prozent nannten einen anderen Termin. 56 Prozent gaben an, sie wüssten nicht, wann die Wahl stattfindet.

Die Umfrage

Für den „NRW Check“ befragte forsa zwischen 26. November und 7. Dezember insgesamt 2009 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger in NRW. Bis zur Landtagswahl am 15. Mai 2022 werden im Januar/Februar, März und April/Mai drei weitere Befragungswellen folgen. Auftraggeber sind 38 Zeitungstitel, darunter unsere Zeitung.

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